Wer beim Tanken sparen möchte, sollte seinen Besuch an der Zapfsäule sorgfältig planen. Eine aktuelle Analyse von Tankstellenpreisen in den USA zeigt, dass bestimmte Wochentage deutlich günstigere Preise bieten als andere. Insbesondere der Wochenanfang erweist sich als vorteilhaft für Autofahrer.
Wichtige Erkenntnisse
- Sonntag und Montag sind statistisch die günstigsten Tage zum Tanken.
- Mittwoch bis Freitag sind die Preise tendenziell am höchsten.
- Ersparnisse können zwischen 4 und 9 Cent pro Gallone liegen.
- In einigen Bundesstaaten gibt es stärkere Preisschwankungen.
- Geduld nach einem Preisanstieg kann sich auszahlen.
Wann ist Tanken am günstigsten?
Datenanalysen von GasBuddy, einem Dienstleister, der die Preise an über 150.000 Tankstellen verfolgt, zeigen ein klares Muster. Die Preise sind am Sonntag und Montag am niedrigsten. Autofahrer können an diesen Tagen oft 4 bis 9 Cent pro Gallone sparen. In manchen Fällen sind sogar Ersparnisse von 15 bis 45 Cent pro Gallone möglich.
Patrick De Haan, Leiter der Erdölanalyse bei GasBuddy, erklärt dazu:
„Die Benzinpreise bewegen sich nicht nur aufgrund globaler Ölmärkte – sie folgen auch einem wöchentlichen Rhythmus. Für die meisten Autofahrer ist Sonntag die sicherste Wahl, um niedrigere Preise zu finden, während das Tanken unter der Woche teurer sein kann.“
Faktencheck: Wann sparen Sie am meisten?
- Sonntag: Häufig der günstigste Tag.
- Montag: Ebenfalls sehr günstig.
- Dienstag: Kann noch günstig sein, aber tendenziell leicht steigend.
- Mittwoch: Oft der teuerste Tag.
- Donnerstag: Hohe Preise.
- Freitag: Hohe Preise, bevor die Preise am Wochenende wieder fallen.
Warum folgen die Benzinpreise einem wöchentlichen Zyklus?
De Haan erklärt, dass dieser wöchentliche Zyklus auf den Wettbewerb zwischen den Tankstellen zurückzuführen ist. Am Wochenende beginnen die Stationen, ihre Preise zurückzusetzen. Dies führt zu einer Preisspirale, bei der die Preise zu Beginn der Woche sinken und gegen Mitte der Woche wieder ansteigen, bevor sie zum nächsten Wochenende erneut fallen.
In einigen Bundesstaaten wie Michigan, Indiana, Ohio, Florida und Texas ist dieses Muster besonders ausgeprägt. Dort kommt es zu einem sogenannten Preiszyklus, bei dem die Preise stark ansteigen und dann wieder fallen, um dann allmählich wieder anzusteigen, bis der nächste Preissprung erfolgt.
Hintergrundinformationen zum Preiszyklus
Der Preiszyklus ist ein Phänomen, bei dem Tankstellen in einem Gebiet ihre Preise synchron erhöhen und dann schrittweise wieder senken, bevor der nächste Anstieg erfolgt. Dies ist eine Reaktion auf den lokalen Wettbewerb und die Strategien der einzelnen Tankstellenbetreiber. Wer diesen Zyklus versteht, kann bares Geld sparen.
Wie viel lässt sich durch kluges Tanken sparen?
Die größten Ersparnisse ergeben sich oft fünf bis sieben Tage nach einem deutlichen Preisanstieg. Der Unterschied zwischen dem Tanken am Höhepunkt eines Preisanstiegs und am Tiefpunkt des Zyklus kann 15 bis 45 Cent pro Gallone oder sogar mehr betragen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Geduld und Beobachtung des Marktes.
Autofahrer sollten daher nicht in Panik geraten, wenn sie einen plötzlichen Preisanstieg bemerken. Es lohnt sich oft, einige Tage abzuwarten, da die Preise in der Regel wieder fallen. Eine volle Tankfüllung am richtigen Tag kann einen spürbaren Unterschied im Haushaltsbudget machen.
Nutzung von Apps zur Preisermittlung
Moderne Technologien erleichtern die Suche nach günstigen Tankstellen. Apps wie die von GasBuddy helfen dabei, die niedrigsten Preise in der Nähe zu finden. Sie bieten eine Echtzeitübersicht über die Preise an verschiedenen Stationen und ermöglichen es Autofahrern, ihre Tankstopps optimal zu planen.
Die Nutzung solcher Tools ist besonders nützlich in Regionen mit starken Preisschwankungen. Wer aufmerksam ist und die App regelmäßig konsultiert, kann die Vorteile des Preiszyklus voll ausschöpfen und so langfristig Kosten senken. Es ist eine einfache Methode, im Alltag Geld zu sparen.
Fazit: Planen Sie Ihren Tankstopp
Der Schlüssel zu günstigeren Benzinpreisen liegt in der Planung. Wer seinen Tank nicht auf den letzten Tropfen leerfährt, behält die Flexibilität, auf niedrigere Preise zu warten. Das Beobachten des Tankfüllstands und das gezielte Ansteuern von Tankstellen am Sonntag oder Montag kann sich finanziell auszahlen.
Diese Strategie hilft nicht nur, individuelle Kosten zu senken, sondern fördert auch ein bewussteres Konsumverhalten. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und der richtigen Information können Autofahrer die wöchentlichen Preisschwankungen zu ihrem Vorteil nutzen.




