Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, hat sich diese Woche auf seiner Social-Media-Plattform X mit der Billigfluggesellschaft Ryanair auseinandergesetzt. Hintergrund ist die Weigerung von Ryanair, Starlink-Internetdienste in ihren Flugzeugen zu installieren. Die Diskussion eskalierte bis zu einem scherzhaften Übernahmeangebot.
Wichtige Erkenntnisse
- Ryanair lehnt Starlink-Internet aufgrund kurzer Flugzeiten und Budgetbeschränkungen ab.
- Elon Musk reagierte mit humorvollen Tweets, darunter ein Übernahmeangebot.
- Musk schlug vor, den Ryanair-CEO durch eine Person namens Ryan zu ersetzen.
- Eine Umfrage auf X zeigte hohe Zustimmung für eine mögliche Ryanair-Übernahme durch Musk.
- Experten sehen die Auseinandersetzung eher als spielerischen Dialog denn als ernsthafte Kaufabsicht.
Musks Vorschlag und Ryanairs Reaktion
Die Debatte begann, nachdem Ryanair bekannt gab, keine Starlink-Internetdienste in seinen Flugzeugen zu installieren. Die Airline begründete dies mit ihren typischerweise kurzen Flugzeiten von oft nur einer Stunde und der Notwendigkeit, das Budget zu kontrollieren. Musk äußerte sich daraufhin und betonte, dass die Installation von Starlink weder Kosten noch Aerodynamik beeinflussen würde.
Ryanair, bekannt für seine humorvolle Social-Media-Präsenz, antwortete auf X mit einem Tweet, der Wi-Fi in Flugzeugen als „Propaganda“ abtat, der man nicht zum Opfer fallen werde. Diese Antwort provozierte Musk zu einer direkten Frage: „Wie viel würde es kosten, euch zu kaufen?“
Faktencheck
Starlink hat kürzlich die Marke von 9 Millionen aktiven Kunden überschritten, nur wenige Wochen nachdem 8 Millionen erreicht wurden. Dies unterstreicht das Wachstum und die Reichweite des Satelliten-Internetdienstes.
Das Übernahme-Szenario und der Name Ryan
Musk setzte seine humorvolle Eskalation fort und schlug vor, das Unternehmen zu kaufen und den aktuellen CEO durch jemanden namens Ryan zu ersetzen. Dieser Vorschlag spielte auf den Namen der Airline an. Die Diskussion nahm daraufhin eine noch skurrilere Wendung, als Musk eine Umfrage auf X startete.
In dieser Umfrage fragte er seine Follower, ob er Ryanair kaufen und „Ryan als ihren rechtmäßigen Herrscher wieder einsetzen“ sollte. Das Ergebnis war eindeutig: 76,5 Prozent der Befragten stimmten dafür. Dies zeigt die Begeisterung seiner Anhänger für derartige Aktionen.
„Ich möchte wirklich einen Ryan zum Chef von Ryanair machen. Es ist dein Schicksal“, schrieb Musk in einem seiner Tweets.
Die Plattform Polymarket bewertete die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs durch Musk auf 8 Prozent. Basierend auf aktuellen Finanzdaten würde eine solche Übernahme Musk schätzungsweise 36 Milliarden US-Dollar kosten. Trotz des öffentlichen Schlagabtauschs gibt es keine konkreten Anzeichen dafür, dass Musk tatsächlich eine Übernahme plant.
Musks frühere Übernahmen und zukünftige Visionen
Musk hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er bereit ist, große Unternehmen zu kaufen, wenn ihm die Sache wichtig genug erscheint. Der Kauf von Twitter und dessen Umwandlung in X ist ein prominentes Beispiel. Allerdings war dieser Fall von einer viel größeren Bedeutung als der aktuelle Disput mit Ryanair.
Hintergrundinformationen
Elon Musk ist bekannt für seine ambitionierten Projekte und seine direkte Kommunikation über soziale Medien. Neben Tesla und SpaceX ist er auch Gründer von The Boring Company und Neuralink. Seine Visionen reichen von der Kolonisierung des Mars bis zur Entwicklung von menschenähnlichen Robotern.
Während sich diese Auseinandersetzung mit Ryanair eher wie ein spielerischer Dialog anfühlt, ist Musk auch weiterhin in andere zukunftsweisende Projekte involviert. Ein Beispiel ist das Optimus-Programm von Tesla, das sich auf humanoide Roboter konzentriert. Experten wie der Investor Jason Calacanis glauben, dass Optimus eines Tages das Automobilgeschäft von Tesla in den Schatten stellen wird.
Calacanis, der das Optimus Gen 3-Prototyp in Teslas Labor besichtigt hat, ist überzeugt: „Niemand wird sich daran erinnern, dass Tesla jemals ein Auto gebaut hat. Man wird sich nur an den Optimus erinnern.“ Musk selbst prognostizierte, Optimus werde das größte Produkt aller Zeiten sein, zehnmal größer als das zweitgrößte Produkt.
Die Zukunft von Tesla: FSD und Infrastruktur
Parallel zu den Diskussionen um Starlink und Optimus gibt es auch wichtige Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens bei Tesla. Das Unternehmen hat das Ende seines kostenlosen Full Self-Driving (FSD)-Übertragungsprogramms für den 31. März 2026 angekündigt. Nach diesem Datum können FSD-Lizenzen nicht mehr kostenlos auf neue Fahrzeuge übertragen werden.
Tesla stellt das FSD-Programm auf ein reines Abonnementmodell um, das Mitte Februar verfügbar sein soll. Dies ist Teil einer Strategie, die Nutzung von FSD zu erhöhen. Musks Vergütungspaket ist eng an den Erfolg von FSD gebunden, mit Zielen von 10 Millionen aktiven FSD-Abonnements und der Lieferung von 20 Millionen Fahrzeugen.
- Aktuelle FSD-Nutzungsrate: Rund 12 Prozent (Stand Q3 2025).
- Neues Modell: Ausschließlich Abonnement ab Mitte Februar.
- Deadline für kostenlose Übertragung: 31. März 2026.
Darüber hinaus untersucht Musks The Boring Company ein Tunnelprojekt, das die Tesla Gigafactory Nevada mit Reno verbinden könnte. Diese Machbarkeitsstudie, finanziert durch die Economic Development Authority of Western Nevada (EDAWN) mit 50.000 US-Dollar, soll Alternativen zur Entlastung des Verkehrs auf der Interstate 80 schaffen.
Der Verkehr und die Unfallzahlen auf der I-80 haben sich in den letzten Jahren drastisch erhöht. Zwischen Januar und Juli 2025 verdoppelte sich das Verkehrsaufkommen in Spitzenzeiten. Täglich pendeln etwa 22.000 Mitarbeiter zum Industriepark, davon fast 8.000 zu Tesla und über 4.000 zu Panasonic. Ein Tunnel könnte hier eine wichtige Entlastung und Sicherheitsverbesserung bringen.




