Das TIME Magazine hat den Tesla Model S als eine der besten Erfindungen der 2000er-Jahre ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht die Rolle der Elektrolimousine als Wegbereiter für die moderne Elektromobilität. Bereits im Jahr 2012 würdigte das Magazin das Fahrzeug für sein Potenzial, die Automobilindustrie nachhaltig zu verändern.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Tesla Model S wurde vom TIME Magazine in die Liste der besten Erfindungen der 2000er-Jahre aufgenommen.
- Das Fahrzeug gilt als entscheidend für die Etablierung von Elektroautos im Massenmarkt.
- Trotz seiner historischen Bedeutung macht der Model S heute nur einen geringen Anteil an Teslas Gesamtverkäufen aus.
- Parallel dazu treibt Tesla die Entwicklung des autonomen Fahrens voran und erhält eine Testgenehmigung in Schweden.
Die historische Bedeutung des Model S
Als der Tesla Model S im Jahr 2012 auf den Markt kam, betrat er eine von Verbrennungsmotoren dominierte Welt. Ähnlich wie einst der Ford Model T den Übergang von Pferdekutschen zu Automobilen einleitete, markierte der Model S einen Wendepunkt für die Elektromobilität.
Obwohl es nicht das erste Elektrofahrzeug war, gelang es dem Model S, Elektroautos aus der Nische zu holen und sie als leistungsstarke und alltagstaugliche Alternative zu etablieren. Seine Kombination aus Reichweite, Leistung und Technologie setzte neue Maßstäbe.
Anerkennung bereits im Jahr 2012
Schon bei seiner Einführung erkannte das TIME Magazine das transformative Potenzial des Model S. Die Publikation beschrieb das Fahrzeug als eine viertürige Elektrolimousine mit dem Design eines Jaguars, einer Reichweite von 426 Kilometern pro Ladung und einer innovativen Steuerung über einen Touchscreen.
Wegbereiter für erschwinglichere Modelle
Der Erfolg des Model S und des späteren Model X war entscheidend für die Finanzierung der nächsten Fahrzeuggeneration von Tesla. Die Einnahmen aus dem Verkauf dieser Premium-Modelle ermöglichten die Entwicklung und Produktion des Model 3 und Model Y.
Diese Fahrzeuge wurden zu einem deutlich niedrigeren Preis angeboten und machten Elektromobilität für eine breitere Käuferschicht zugänglich. Der Model S fungierte somit als technologischer und finanzieller Wegbereiter für Teslas Wachstum.
Verkaufszahlen im Wandel
Im Jahr 2024 lieferte Tesla insgesamt 1,789 Millionen Fahrzeuge aus. Die Verkäufe der Model S, Model X und des Cybertrucks beliefen sich zusammen auf 85.133 Einheiten, was nur einen kleinen Bruchteil des Gesamtabsatzes ausmacht. Die Hauptlast des Verkaufs tragen heute die günstigeren Modelle 3 und Y.
Aktuelle Entwicklungen bei Tesla
Während der Model S seinen Platz in der Automobilgeschichte gesichert hat, konzentriert sich Tesla auf zukünftige Technologien, insbesondere auf das autonome Fahren und die Expansion in neue Märkte.
Fortschritte beim autonomen Fahren (FSD)
Tesla treibt die Entwicklung seiner „Full Self-Driving“ (FSD) Software kontinuierlich voran. Die neueste Version, v14.1, zeigt laut Nutzerberichten deutliche Verbesserungen. Ein Beispiel, das online für Diskussionen sorgte, war das Verhalten eines Fahrzeugs an einer Kreuzung.
Anstatt bei Rotlicht eine bereits begonnene Abbiegung abzuschließen, setzte das Fahrzeug sicherheitshalber zurück zur Haltelinie. Dieses vorsichtige Manöver unterstreicht den Fokus des Systems auf Sicherheit, auch wenn es von menschlichen Fahrgewohnheiten abweicht.
„Das System entschied sich, rückwärts zur ‚Hier bei Rot halten‘-Linie zu fahren, anstatt bei Rot weiterzufahren oder andere zu behindern.“ – Bericht eines Nutzers über FSD v14.1
Expansion nach Europa: Testgenehmigung in Schweden
Tesla hat eine wichtige Hürde für die Einführung von FSD in Europa genommen. Die schwedische Verkehrsbehörde erteilte dem Unternehmen die Genehmigung, Tests mit automatisierten Fahrzeugen durchzuführen. Dies ist ein bedeutender Schritt, da die regulatorischen Anforderungen in Europa als besonders streng gelten.
- Umfang der Genehmigung: Die Erlaubnis gilt zunächst für drei Fahrzeuge, die Tesla gehören.
- Testgebiet: Die Tests dürfen auf allen staatlichen Autobahnen und Schnellstraßen in Schweden stattfinden.
- Nächste Schritte: Es wird erwartet, dass zunächst Tesla-Mitarbeiter die Tests durchführen, bevor die Software für Kunden freigegeben wird.
Bisher ist FSD in sieben Ländern verfügbar, darunter die USA, Kanada und China. Die Genehmigung in Schweden könnte den Weg für eine breitere Einführung in weiteren europäischen Ländern ebnen.
Analysten bewerten Teslas Zukunftsaussichten
Die jüngsten Entwicklungen bei Tesla, darunter Rekordauslieferungen und Fortschritte bei der FSD-Software, haben zu positiven Reaktionen an der Wall Street geführt. Mehrere Analysehäuser haben ihre Kursziele für die Tesla-Aktie (TSLA) angehoben.
Optimistische Prognosen
TD Cowen erhöhte sein Kursziel von 374 US-Dollar auf 509 US-Dollar. Die Analysten begründeten dies mit den starken Auslieferungszahlen und der Stabilität im Management.
Auch die Investmentbank Stifel zeigte sich optimistisch und passte ihr Kursziel von 440 US-Dollar auf 483 US-Dollar an. Stifel bewertet allein die FSD-Software mit einem Wert von 213 US-Dollar pro Aktie und sieht großes Potenzial in den Bereichen Robotaxi und dem humanoiden Roboter Optimus.
Eine vorsichtige Stimme
Nicht alle Analysten teilen den uneingeschränkten Optimismus. Die Schweizer Großbank UBS behält ihre „Verkaufen“-Empfehlung bei, erhöhte aber ihr Kursziel von 215 US-Dollar auf 247 US-Dollar. UBS erkennt zwar das Potenzial in den Bereichen KI und Autonomie an, warnt aber vor Risiken im vierten Quartal, da die Nachfrage unsicher sei.
Trotz der unterschiedlichen Einschätzungen spiegelt die Anerkennung des Model S durch das TIME Magazine den tiefgreifenden Einfluss wider, den Tesla auf die gesamte Automobilbranche ausgeübt hat. Das Fahrzeug legte den Grundstein für eine Entwicklung, deren nächste Kapitel nun in den Bereichen autonomes Fahren und künstliche Intelligenz geschrieben werden.




