Tausende Fahrer des Elektroautos Volvo EX30 in Australien müssen ihre Fahrzeuge vorerst unter einer Ladekapazität von 70 Prozent halten. Eine kürzlich veröffentlichte Rückrufaktion des Bundesverkehrsministeriums warnt vor einem ernsthaften Brandrisiko, das durch eine Überhitzung der Batteriezellen bei hohen Ladeständen entstehen kann.
Wichtige Erkenntnisse
- Fast 3.000 Volvo EX30 in Australien vom Rückruf betroffen.
- Die Fahrzeuge dürfen bis zur Behebung des Fehlers nicht über 70% geladen werden.
- Eine Überhitzung der Batteriezellen bei hohen Ladeständen kann Brände verursachen.
- Volvo arbeitet an einer Lösung und wird betroffene Kunden kontaktieren.
Rückruf betrifft fast 3.000 Fahrzeuge
Das australische Bundesverkehrsministerium hat eine offizielle Rückrufmitteilung für den Volvo EX30 herausgegeben. Diese betrifft 2.815 Fahrzeuge, die im Jahr 2024 in Australien verkauft wurden. Der Rückruf wurde aufgrund eines identifizierten Fehlers in der Hochvoltbatterie der kleinen SUVs eingeleitet.
Die Mitteilung erklärt, dass ein Fertigungsfehler dazu führen kann, dass die in den Hochvoltbatterien verbauten Zellmodule bei hohen Ladeständen überhitzen. Dies birgt ein erhebliches Brandrisiko.
Faktencheck
- Anzahl der Fahrzeuge: 2.815 Volvo EX30 in Australien betroffen.
- Risiko: Überhitzung der Batteriezellen, potenzielles Brandrisiko.
- Verkauf: Betrifft Modelle, die 2024 in Australien verkauft wurden.
Ladelimit von 70 Prozent empfohlen
Bis eine dauerhafte Lösung durch den Hersteller bereitgestellt wird, sollten die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge eine Vorsichtsmaßnahme treffen. Die Rückrufmitteilung empfiehlt dringend, den Batterieladestand unter 70 Prozent zu halten.
Fahrer können das maximale Ladelevel ihrer Fahrzeugbatterie über die Menüs auf dem Borddisplay einstellen. Dies ermöglicht es ihnen, das Risiko zu minimieren, während Volvo an einer Reparatur arbeitet.
"Bis eine Abhilfe verfügbar ist, sollten die Besitzer den Batterieladestand unter 70% halten", heißt es in der Rückrufmitteilung des australischen Bundesverkehrsministeriums.
Volvo arbeitet an einer Lösung
Volvo hat bereits Ende Dezember und Anfang Januar damit begonnen, Fahrer in anderen Ländern über den Batteriedefekt zu informieren. Auch in Südafrika wurde eine entsprechende Rückrufmitteilung veröffentlicht.
Das Unternehmen arbeitet intensiv an der Entwicklung einer dauerhaften Lösung. Sobald diese verfügbar ist, werden die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge von Volvo kontaktiert. Sie sollen dann einen Termin vereinbaren, um die Reparatur kostenlos durchführen zu lassen.
Hintergrundinformationen
Volvo gehört zu den meistverkauften Elektrofahrzeugmarken in Australien. Der EX30 belegte im Jahr 2025 den 14. Platz unter den meistverkauften Elektroautos, basierend auf Zahlen der Federal Chamber of Automotive Industries. Dies unterstreicht die Bedeutung der schnellen Lösung dieses Problems für die Marke und ihre Kunden.
Sicherheit hat oberste Priorität
In einer Stellungnahme in Großbritannien betonte Volvo, dass das Batterieproblem nicht alle EX30-Modelle betrifft. Das Unternehmen wies auch darauf hin, dass bisher keine ernsthaften Verletzungen im Zusammenhang mit dem Fehler gemeldet wurden.
Trotz der geringen Anzahl gemeldeter Vorfälle – etwa 0,02 Prozent der potenziell betroffenen Fahrzeuge – nimmt Volvo das Thema sehr ernst. Die Sicherheit der Kunden steht für den schwedischen Automobilhersteller an erster Stelle. Dies zeigt sich in der proaktiven Kommunikation und dem angekündigten Rückruf.
Globale Auswirkungen und Reaktion
Die Rückrufaktion in Australien ist Teil einer breiteren globalen Initiative von Volvo. Das Unternehmen reagiert damit auf die festgestellten Mängel in den Hochvoltbatterien. Es ist entscheidend, dass alle betroffenen Fahrzeuge weltweit identifiziert und die notwendigen Korrekturen vorgenommen werden.
Die Möglichkeit, das maximale Ladelevel direkt im Fahrzeugmenü einzustellen, bietet den Fahrern eine sofortige und praktikable Maßnahme, um die Sicherheit zu gewährleisten, bis eine dauerhafte technische Lösung implementiert ist.
Was betroffene Fahrer jetzt tun sollten
Besitzer eines Volvo EX30, der im Jahr 2024 in Australien gekauft wurde, sollten umgehend prüfen, ob ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist. Die offizielle Rückrufmitteilung des Bundesverkehrsministeriums liefert alle notwendigen Informationen.
Es ist wichtig, das Ladelimit auf unter 70 Prozent einzustellen und auf weitere Anweisungen von Volvo zu warten. Das Unternehmen wird sich aktiv mit den betroffenen Fahrern in Verbindung setzen, sobald die Reparaturmaßnahme verfügbar ist.
- Überprüfen Sie, ob Ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist.
- Stellen Sie das maximale Ladelevel in Ihrem Fahrzeugmenü auf unter 70% ein.
- Warten Sie auf die Benachrichtigung von Volvo bezüglich der kostenlosen Reparatur.
Die Situation zeigt einmal mehr die Bedeutung strenger Qualitätskontrollen und schneller Reaktionen der Hersteller bei Sicherheitsbedenken im Bereich der Elektromobilität. Volvo betont sein Engagement für die Sicherheit und arbeitet daran, das Vertrauen seiner Kunden zu erhalten.




