Die Benzinpreise in Oregon und Washington sind stark gestiegen. Ein Hauptgrund war die vorübergehende Schließung der Olympic Pipeline für Wartungsarbeiten. Dies führte zu spürbaren Preisanstiegen an den Tankstellen in beiden US-Bundesstaaten.
In Oregon erhöhte sich der Durchschnittspreis pro Gallone um 22 Cent auf 3,91 US-Dollar. Dies war der größte wöchentliche Anstieg in den gesamten Vereinigten Staaten. Auch in Washington stieg der Preis deutlich auf durchschnittlich 4,35 US-Dollar pro Gallone.
Wichtige Punkte
- Olympic Pipeline war wegen Wartung geschlossen.
- Benzinpreise in Oregon stiegen um 22 Cent pro Gallone.
- Washington verzeichnete ebenfalls deutliche Preisanstiege.
- Geopolitische Spannungen beeinflussen Rohölpreise.
- Umstellung auf Sommerbenzin ist teurer in der Produktion.
Auswirkungen der Pipeline-Schließung
Die Olympic Pipeline stellte ihren Betrieb am vergangenen Dienstag für Wartung und Reparaturen ein. Bereits am Donnerstag konnte sie den Betrieb wieder aufnehmen. Diese kurze Unterbrechung reichte aus, um die Großhandelspreise im pazifischen Nordwesten zu erhöhen.
Fahrer in der Region sahen sich mit zweistelligen Preisanstiegen konfrontiert. Die Pipeline ist ein wichtiges Transportmittel für Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff. Ihr 400 Meilen langes System verbindet Whatcom County mit Portland und hat wichtige Terminals in Seattle, SeaTac, Tacoma, Vancouver und Portland.
Faktencheck
- Der nationale Durchschnittspreis für Benzin stieg um 3 Cent auf 2,95 US-Dollar pro Gallone.
- Die Olympic Pipeline war im November bereits wegen eines Gaslecks außer Betrieb.
- Der höchste Preis in Oregon in diesem Jahr liegt bei 3,91 US-Dollar pro Gallone (aktuell).
- Der niedrigste Preis in Oregon in diesem Jahr war am 20. Januar bei 3,33 US-Dollar pro Gallone.
Zusätzliche Faktoren für Preissteigerungen
Neben der Pipeline-Schließung gibt es weitere Gründe für die steigenden Benzinpreise. Raffinerien in Kalifornien beginnen derzeit mit der Umstellung auf Sommerbenzin. Dieses ist in der Herstellung aufwendiger und damit teurer.
Gleichzeitig beeinflussen anhaltende geopolitische Spannungen die Rohölpreise. Besonders die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran spielen hier eine Rolle. Die Trump-Regierung ordnete an, dass alle nicht-essenziellen Diplomaten und ihre Familien die US-Botschaft im Libanon verlassen sollen. Solche Ereignisse können globale Ölmärkte direkt beeinflussen.
„Die Wiedereröffnung der Pipeline sollte die Situation etwas entspannen. Aber die normalen saisonalen Preisanstiege werden anhalten, da die Raffinerien in der Region vor der Umstellung auf Sommerbenzin gewartet werden“, erklärte Marie Dodds, Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit bei AAA Oregon/Idaho. „Die Unbekannte ist, wie die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Rohölpreise beeinflussen werden, die weiterhin hoch bleiben. Höhere Rohölpreise bedeuten höhere Preise an der Zapfsäule.“
Globale Ereignisse und ihre Auswirkungen
Die Preisentwicklung für Rohöl hängt stark von globalen Ereignissen ab. Die sich schnell verändernde politische Lage in Venezuela, die Spannungen zwischen den USA und Grönland sowie die Unruhen im Nahen Osten sind hier zu nennen. Auch der Konflikt zwischen Israel und Hamas sowie Russlands Krieg gegen die Ukraine tragen zur Unsicherheit bei.
Diese Faktoren führen zu einer erhöhten Volatilität an den globalen Ölmärkten. Die OPEC+ Länder planen im ersten Quartal 2026 keine Produktionserhöhungen. Dies liegt an der geringeren Nachfrage. Eine Entscheidung über mögliche Produktionssteigerungen im April wird am 1. März erwartet.
Hintergrundinformationen
Die Olympic Pipeline ist ein entscheidender Bestandteil der Energieinfrastruktur im pazifischen Nordwesten der USA. Sie versorgt Millionen von Verbrauchern und Unternehmen mit Kraftstoffen. Ihre regelmäßige Wartung ist notwendig, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten. Kurzfristige Ausfälle können jedoch weitreichende Auswirkungen auf die regionalen Kraftstoffmärkte haben.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Die Verbraucher in Oregon und Washington müssen sich weiterhin auf schwankende Benzinpreise einstellen. Die Wiederaufnahme des Betriebs der Olympic Pipeline könnte kurzfristig für eine leichte Entspannung sorgen. Doch die saisonale Umstellung auf Sommerbenzin wird die Preise tendenziell wieder ansteigen lassen.
Die Entwicklung der Rohölpreise bleibt ein entscheidender Faktor. Solange globale politische Unsicherheiten bestehen, ist mit erhöhten Preisen zu rechnen. Die Aufmerksamkeit der Verbraucher wird sich weiterhin auf die Entwicklungen im Nahen Osten und die Entscheidungen der großen Ölförderländer richten.




