Toyota, Japans führender Automobilhersteller, hat Kenta Kon, den bisherigen Finanzvorstand und Führungskraft, zum neuen Präsidenten ernannt. Diese wichtige Personalentscheidung, die am Freitag, den 6. Februar 2026, in Tokio bekannt gegeben wurde, markiert einen Generationenwechsel an der Spitze des Unternehmens. Kon wird Koji Sato im April ablösen, wobei die Aktionärszustimmung im Juni erwartet wird.
Wichtige Erkenntnisse
- Kenta Kon wird im April neuer Präsident von Toyota.
- Er ersetzt Koji Sato, der drei Jahre im Amt war.
- Die Ernennung signalisiert eine Entschlossenheit zu Wandel und Effizienz.
- Toyota verzeichnete einen Quartalsgewinnrückgang von 43%, aber Umsatzsteigerungen.
- Handelszölle und Materialkosten belasten die Branche.
Führungswechsel bei Toyota: Eine "Gangschaltung"
Der scheidende Präsident Koji Sato beschrieb die Personalveränderungen als Teil einer "Gangschaltung" für Toyota. Er betonte die Notwendigkeit, sich mit aller Kraft dem Wandel zu stellen. Kenta Kon bringt umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen mit, darunter auch dem autonomen Fahren. Toyota sieht in ihm einen Experten, der die Unternehmenserträge verbessern kann.
Kon gilt als enger Vertrauter von Aufsichtsratschef Akio Toyoda, dem Enkel des Firmengründers. Diese Nähe könnte strategische Vorteile für die zukünftige Ausrichtung des Konzerns bedeuten.
Faktencheck
- 43% Rückgang: Der Quartalsgewinn von Toyota sank von Oktober bis Dezember um 43% auf 1,25 Billionen Yen (ca. 8 Milliarden US-Dollar).
- Umsatzwachstum: Trotz des Gewinnrückgangs stieg der Umsatz um fast 7% auf 38 Billionen Yen (ca. 242 Milliarden US-Dollar).
- Globale Verkäufe: Die weltweiten Fahrzeugverkäufe stiegen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 7,3 Millionen Einheiten.
Herausforderungen in der Automobilindustrie
Alle japanischen Automobilhersteller stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Steigende Materialkosten und die Auswirkungen der US-Zölle belasten die Profitabilität erheblich. Toyota schätzt, dass Zölle im vergangenen Jahr den operativen Gewinn um 1,45 Billionen Yen (rund 9,2 Milliarden US-Dollar) schmälerten.
Diese externen Faktoren, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen, beeinflussen die finanzielle Performance stark. Trotz dieser Schwierigkeiten betonen Toyota-Verantwortliche, dass die jüngsten Finanzergebnisse zeigen, dass der Automobilhersteller weiterhin gut aufgestellt ist.
"Dies drückt unsere Entschlossenheit aus, mit aller Kraft auf den Wandel zuzugehen."
Finanzielle Entwicklung im Detail
Für das Quartal von Oktober bis Dezember belief sich der Konzernprofit von Toyota auf 1,25 Billionen Yen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 2,19 Billionen Yen. Der Gewinn für den Zeitraum Januar bis Dezember sank um 26% auf 3,03 Billionen Yen (ca. 19 Milliarden US-Dollar) gegenüber 4,1 Billionen Yen im Vorjahr.
Gleichzeitig stiegen die weltweiten Fahrzeugverkäufe in den neun Monaten auf 7,3 Millionen Fahrzeuge, verglichen mit etwa 7 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr. Besonders in Japan, Nordamerika und Europa verzeichnete Toyota Zuwächse.
Hintergrund: Die Rolle von Koji Sato
Koji Sato war drei Jahre lang Präsident von Toyota. Er wird weiterhin eine wichtige Rolle in der Branche spielen, unter anderem als Vorsitzender der JAMA (Japan Automobile Manufacturers Association). Zudem bekleidet er eine Führungsposition bei Keidanren, dem japanischen Wirtschaftsverband, der die japanischen Unternehmen insgesamt beaufsichtigt.
Sato erklärte, diese Verantwortlichkeiten seien so entscheidend und der Wandel in der Branche so dringend, dass er seine Aufgaben besser erfüllen könne, wenn er von seiner Rolle als Präsident bei Toyota zurücktrete.
Zukunftsausblick und neue Strategien
Kenta Kon äußerte sich zu den internen Abläufen bei Toyota. Er betonte, dass die Mitarbeiter zwar verantwortungsbewusst seien, aber schneller agieren müssten. Oft zögerten sie, Änderungen an Systemen vorzunehmen, die sie mit viel Aufwand aufgebaut haben. Diese Mentalität müsse sich ändern, um flexibler auf Marktbedingungen reagieren zu können.
Toyota hat seine Gewinnprognose für das Gesamtgeschäftsjahr auf 3,57 Billionen Yen (ca. 22,8 Milliarden US-Dollar) angehoben, was immer noch einem Rückgang von 25% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Aktien von Toyota stiegen nach den Ankündigungen am Freitag in Tokio um 2%.
Das Unternehmen erklärte in einer Stellungnahme: "Damit Toyota seine Transformation zu einem Mobilitätsunternehmen fortsetzen kann, ist es notwendig, nicht nur die brancheninterne Zusammenarbeit zu stärken, sondern auch Partnerschaften über die Branche hinaus auszubauen." Dies deutet auf eine verstärkte Offenheit für neue Kooperationen und Technologien hin.
Der 2026 Corolla Hybrid
Ein Beispiel für Toyotas Engagement im Bereich der Mobilität ist der 2026 Corolla Limousine. Das Modell ist auch als Hybrid erhältlich und erreicht eine geschätzte EPA-Reichweite von bis zu 50 mpg (Meilen pro Gallone). Solche Modelle unterstreichen Toyotas Fokus auf effiziente und umweltfreundliche Fahrzeuge, um den Anforderungen des modernen Marktes gerecht zu werden.




