US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass sich seine Beziehung zu Elon Musk nach Monaten der Spannungen verbessert hat. Trump äußerte sich auf Air Force One gegenüber Reportern und beschrieb die aktuelle Beziehung als „gut“. Dies folgt auf ein Treffen der beiden Männer im September bei der Gedenkfeier für den konservativen Aktivisten Charlie Kirk.
Wichtige Erkenntnisse
- Donald Trump und Elon Musk haben ihre Beziehung verbessert.
- Die beiden sprachen „immer wieder ein wenig“ seit einem Treffen im September.
- Trump bezeichnete frühere Meinungsverschiedenheiten als „dummen Moment“ Musks.
- Musk hat seine öffentliche Kritik an Trump reduziert, kritisiert aber weiterhin andere Regierungsbeamte.
- Die Annäherung könnte politische und wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Ein Wandel nach öffentlichem Streit
Die jüngsten Äußerungen von Präsident Trump markieren eine deutliche Veränderung in der Beziehung zu Elon Musk. Erst Anfang dieses Jahres gab es öffentliche Auseinandersetzungen. Musk hatte sich gegen Trumps „Big Beautiful Bill“ ausgesprochen und war von seiner Beraterrolle im Zusammenhang mit der DOGE-Initiative zurückgetreten.
Trump selbst bezeichnete diese Phase als eine Art Ausrutscher. „Er hatte eine schlechte Phase, eine schlechte Zeit. Er hatte einen schlechten Moment“, sagte Trump. „Es war ein dummer Moment in seinem Leben, sehr dumm. Ich bin sicher, er würde Ihnen das sagen. Aber ich mag Elon, und ich vermute, das werde ich immer.“ Diese Worte deuten auf eine Versöhnung hin, die zuvor unwahrscheinlich schien.
Faktencheck
- Treffen: Trump und Musk trafen sich im September bei Charlie Kirks Gedenkfeier.
- Trumps Einschätzung: Er bezeichnete Musks frühere Handlungen als „dummen Moment“.
- Musks Rückzug: Er zog sich von einer Beraterrolle bezüglich der DOGE-Initiative zurück.
Musks Position und anhaltende Kritik
Elon Musk hat sich in den letzten Monaten in Bezug auf Trump öffentlich zurückhaltender gezeigt. Die Diskussion über eine dritte politische Partei, die er einst ins Spiel brachte, ist verstummt, nachdem Trumps Megagesetz verabschiedet wurde. Trotz der Annäherung an den ehemaligen Präsidenten spart Musk jedoch nicht mit Kritik an anderen Mitgliedern der Trump-Regierung.
Erst letzte Woche geriet er mit Verkehrsminister Sean Duffy wegen der Führung der NASA aneinander. Duffy hatte einen Vertrag von SpaceX zur Überprüfung freigegeben. Musk äußerte seinen Unmut auf X und erklärte: „Sean Dummy versucht, die NASA zu töten.“ Er versprach, dass SpaceX mit Starship Menschen vor jedem anderen Unternehmen zurück zum Mond bringen würde.
„Ich mag Elon, ich habe ihn immer gemocht.“
Donald Trump über Elon Musk
Hintergrund der Spannungen
Die frühere Fehde zwischen Trump und Musk war öffentlich sichtbar. Musk hatte Trump beschuldigt, auf Epsteins Liste zu stehen. Im Gegenzug drohte Trump damit, Tesla und SpaceX Subventionen zu entziehen. Diese Spannungen scheinen nun einer pragmatischeren Haltung gewichen zu sein, die von beiden Seiten signalisiert wird.
Die Versöhnung könnte für beide Persönlichkeiten von Vorteil sein. Trump könnte von Musks Einfluss in der Tech-Branche profitieren, während Musk möglicherweise eine stabilere politische Landschaft für seine Unternehmen anstrebt. Die genauen Auswirkungen dieser Annäherung bleiben abzuwarten.
Hintergrundinformationen
Charlie Kirk war ein prominenter konservativer Aktivist. Sein Tod führte zu einer Gedenkfeier, bei der viele einflussreiche Persönlichkeiten anwesend waren. Dieses Ereignis bot Trump und Musk die Gelegenheit, direkt miteinander in Kontakt zu treten und ihre Differenzen beizulegen.
Die DOGE-Initiative bezieht sich auf Projekte, die mit der Kryptowährung Dogecoin in Verbindung stehen. Elon Musk ist ein bekannter Befürworter von Dogecoin und hat in der Vergangenheit dessen Potenzial hervorgehoben.
Auswirkungen auf Tech und Politik
Die verbesserte Beziehung zwischen zwei so einflussreichen Persönlichkeiten wie Donald Trump und Elon Musk kann weitreichende Folgen haben. Im Technologiebereich könnte dies bedeuten, dass Musks Unternehmen wie Tesla und SpaceX in Zukunft auf mehr politische Unterstützung hoffen dürfen, insbesondere wenn Trump wieder eine wichtige Rolle in der Politik spielt.
Für die politische Landschaft bedeutet dies, dass eine der prominentesten Meinungsverschiedenheiten der letzten Jahre beigelegt scheint. Es zeigt auch, wie persönliche Beziehungen die öffentliche Wahrnehmung und politische Allianzen beeinflussen können. Es ist wichtig zu beobachten, ob diese neue „gute“ Beziehung auch zu konkreten Kooperationen oder zumindest zu einer Reduzierung der öffentlichen Reibereien führen wird.
Musks anhaltende Kritik an bestimmten Regierungsbeamten zeigt jedoch, dass seine Haltung nicht pauschal ist. Er scheint bereit zu sein, individuelle Entscheidungen und Leistungen zu bewerten, unabhängig von der allgemeinen politischen Ausrichtung. Dies unterstreicht seine Rolle als unabhängiger Akteur, der auch weiterhin seine Meinung äußern wird, wenn er dies für notwendig hält.
Zukünftige Entwicklungen
Die Zukunft dieser Beziehung wird entscheidend sein für die Dynamik zwischen Wirtschaft und Politik in den USA. Beobachter werden genau verfolgen, wie sich die Interaktionen zwischen Trump und Musk weiterentwickeln und welche Auswirkungen dies auf die Bereiche Raumfahrt, Elektromobilität und künstliche Intelligenz haben wird, in denen Musk eine führende Rolle spielt.
Es bleibt abzuwarten, ob die nun beschriebene „gute“ Beziehung von Dauer ist oder ob neue Konfliktpunkte entstehen werden. Beide Männer sind für ihre starken Meinungen und ihren direkten Kommunikationsstil bekannt. Dies könnte jederzeit zu neuen Spannungen führen, auch wenn die aktuelle Phase von einer gewissen Harmonie geprägt ist.
Die Annäherung ist ein klares Signal dafür, dass selbst nach intensiven öffentlichen Auseinandersetzungen eine Versöhnung möglich ist. Dies könnte auch für andere Akteure in der Politik und Wirtschaft als Beispiel dienen.



