Tesla erweitert seine Testflotte für den Cybercab in Austin, Texas, und der Bay Area in Kalifornien. Aktuell sind sieben dieser autonomen Fahrzeuge im Einsatz, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion. Die ersten Einheiten wurden Ende letzten Jahres gesichtet, und nun verstärkt Tesla die Tests mit Blick auf eine mögliche Einführung in diesem Jahr.
Wichtigste Erkenntnisse
- Sieben Cybercab-Testfahrzeuge sind in Austin und der Bay Area im Einsatz.
- Die ersten Produktionstests haben in Gigafactory Texas begonnen.
- Langfristiges Ziel ist ein fahrerloses Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale.
- Uber plant ein autonomes Robotaxi-Programm mit dem Lucid Gravity SUV.
- Tesla China verzeichnete im Dezember den zweitbesten Verkaufsmonat aller Zeiten.
Erweiterung der Cybercab-Testflotte
Die Cybercab-Flotte von Tesla wächst stetig. Insgesamt sind derzeit sieben Cybercab-Einheiten im Testbetrieb, drei davon wurden kürzlich in Texas gesichtet. Die Tests in der Bay Area begannen am 3. Januar mit zwei weiteren Fahrzeugen. Jedes Fahrzeug ist mit einem eigenen Kennzeichen versehen, das in den letzten Wochen beobachtet wurde. Das erste Modell tauchte am 18. Dezember in Austin auf.
Diese Expansion ist Teil von Teslas Strategie, das Fahrzeug vor der eigentlichen Produktion auf öffentlichen Straßen zu erproben. CEO Elon Musk bestätigte letzte Woche, dass die Testproduktion des Cybercab in der Gigafactory Texas bereits angelaufen ist. Dies deutet auf einen zügigen Fortschritt in der Entwicklung hin.
Faktencheck: Teslas Robotaxi-Flotte
Die gesamte Robotaxi-Flotte von Tesla umfasst derzeit 139 Fahrzeuge in Austin und der Bay Area. Die Mehrheit dieser Einheiten sind Model Y Fahrzeuge. Der Cybercab stellt die jüngste Ergänzung dar und markiert einen wichtigen Schritt in Richtung vollautonomes Fahren.
Das Ziel: Level 5 Autonomie
Es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis Tesla den Cybercab für die breite Öffentlichkeit zugänglich macht. Tesla plant, das Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale zu bauen. Dies erfordert, dass das Unternehmen Level 5 der Autonomie erreicht, bevor Kunden den Dienst nutzen können. Erst dann können Fahrgäste ein Fahrzeug bestellen und sich fahrerlos an ihr Ziel bringen lassen.
Die Entwicklung des Cybercab läuft parallel zu anderen autonomen Projekten im Unternehmen. Tesla konzentriert sich auf die Perfektionierung der Software und Hardware, um ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Der Weg zu einem vollständig autonomen Transportdienst ist komplex und erfordert umfassende Tests unter verschiedenen Bedingungen.
„Die Testproduktion in Gigafactory Texas ist ein wichtiger Meilenstein für den Cybercab. Wir arbeiten intensiv daran, die notwendige Autonomiestufe für den öffentlichen Einsatz zu erreichen.“
Wettbewerb im Robotaxi-Markt: Lucid und Uber
Der Markt für autonome Fahrdienste entwickelt sich dynamisch. Lucid und Uber haben sich mit Nuro zusammengetan, um ein eigenes autonomes Robotaxi-Programm zu starten. Dieses Projekt wird auf der CES 2026 vorgestellt und nutzt den Lucid Gravity SUV. Die Unternehmen kündigten die Partnerschaft bereits 2025 an, mit dem Ziel, eine Ride-Sharing-Plattform mit über 20.000 Lucid-Fahrzeugen, ausgestattet mit Nuro Driver-Technologie, einzuführen. Die Fahrzeuge gehören Uber und werden von Uber betrieben.
Tests in der San Francisco Bay Area haben bereits begonnen. Nuro leitet diese Tests mit Robotaxi-Engineering-Prototypen, die von autonomen Fahrzeugoperatoren überwacht werden. Die Engineering-Testflotte umfasst derzeit über 100 Robotaxis. Der Lucid Gravity wurde aufgrund seines Komforts und seiner Reputation ausgewählt.
Hintergrund: Lucid Gravity SUV
Der Lucid Gravity SUV wurde von Car and Driver zu den 10 besten Fahrzeugen des Jahres 2026 gezählt. Seine Größe bietet den Fahrgästen viel Platz für sich und ihr Gepäck, was ihn ideal für einen Robotaxi-Dienst macht. Uber gestaltet das Fahrerlebnis im Fahrzeug komplett neu, mit interaktiven Bildschirmen für Unterhaltung und Klimasteuerung sowie Echtzeit-Visualisierungen der Fahrzeugumgebung.
Tesla Chinas starker Jahresabschluss
Während die Robotaxi-Entwicklung voranschreitet, zeigte Tesla China im Dezember beeindruckende Verkaufszahlen. Das Unternehmen verkaufte im Großhandel 97.171 Fahrzeuge, wie Daten der China Passenger Car Association (CPCA) zeigen. Dies ist das zweithöchste monatliche Ergebnis in der Geschichte von Tesla China, nur übertroffen von den 100.291 Einheiten im November 2022.
Die Dezember-Ergebnisse stellen einen Anstieg von 3,63 % gegenüber dem Vorjahresmonat und einen Sprung von 12,08 % gegenüber den 86.700 Einheiten im November dar. Dies markiert den zweiten Monat in Folge mit einem Wachstum im Jahresvergleich und signalisiert eine erneute Dynamik in China. Der starke Jahresendspurt wurde teilweise durch vorgezogene Auslieferungen beeinflusst, damit Käufer von günstigeren Kaufsteuerregelungen vor Jahresende profitieren konnten.
- Dezember 2025: 97.171 Einheiten (zweithöchstes Ergebnis)
- November 2022: 100.291 Einheiten (Rekord)
- Jahreswachstum im Dezember: +3,63 %
- Monatliches Wachstum (Nov. zu Dez.): +12,08 %
Gigafactory Shanghai und Jahreszahlen 2025
Trotz des starken Dezember-Ergebnisses sanken die Großhandelsverkäufe von Tesla China im Gesamtjahr 2025. Die Gesamtzahl belief sich auf 851.732 Einheiten, ein Rückgang von 7,08 % im Vergleich zum Vorjahr. Verschiedene Faktoren könnten dazu beigetragen haben, darunter der intensive Wettbewerb auf dem chinesischen Markt und die Umstellung der Gigafactory Shanghai auf das neue Model Y zu Beginn des Jahres.
Die Gigafactory Shanghai spielt weiterhin eine zentrale Rolle in Teslas globalen Operationen. Sie produziert das Model 3 Sedan und Model Y Crossover sowohl für chinesische Kunden als auch für Exportmärkte. Die Effizienz der Fabrik hat sie zur größten Tesla-Fabrik nach Volumen und zum primären Exportzentrum für Fahrzeuge gemacht. Ihre Bedeutung für die weltweite Lieferkette von Tesla bleibt unbestreitbar.
Verbesserter „Giga Train“-Service in Deutschland
In Deutschland erweitert Tesla seinen kostenlosen Shuttle-Service für Mitarbeiter, den sogenannten „Giga Train“. Dieser verkehrt nun sechsmal täglich vom Berliner Ostbahnhof zur Gigafactory Berlin-Brandenburg. Zuvor gab es nur eine tägliche Fahrt. Der Service hat positive Rückmeldungen von Mitarbeitern erhalten, die eine deutliche Reduzierung ihrer Reisezeit bemerken.
Der „Giga Train“ fährt direkt zum Werksgelände, ohne Zwischenstopps, was die Pendelzeit für viele Mitarbeiter fast halbiert. Der Dienst wird von der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) betrieben und ist für alle Nutzer, einschließlich Nicht-Tesla-Mitarbeiter, kostenlos. Tesla Deutschland finanziert den Service seit September 2023 vollständig.
Ein Mitarbeiter der Gigafactory Berlin kommentierte: „Es erleichtert die Anreise definitiv. Früher brauchten wir zwei Stunden für die Hin- und Rückfahrt von Berlin, jetzt geht es deutlich schneller.“ Der optimierte Fahrplan deckt die Schichtzeiten der Model Y Fabrik ab und gewährleistet eine planbare Reisezeit von 35 Minuten, selbst bei Bauarbeiten an anderen Stationen.




