Tesla beschleunigt seine Bemühungen, die Fähigkeiten seines vollständig autonomen Fahrsystems (FSD) hervorzuheben. Dies geschieht nur wenige Tage vor einer wichtigen Frist, die Elon Musk selbst gesetzt hat: das Entfernen von Sicherheitsmonitoren aus den Model Y Robotaxis in Austin, Texas. Die jüngsten Aktivitäten auf Social Media und persönliche Tests des CEOs unterstreichen die Dringlichkeit.
Wichtige Erkenntnisse
- Tesla verstärkt die Kommunikation über sein autonomes Fahrsystem (FSD) vor einer wichtigen Frist.
- Elon Musk und Tesla-Mitarbeiter veröffentlichen Videos von fahrerlosen Fahrten ohne Sicherheitsmonitor.
- Die Frist für die Entfernung von Sicherheitsmonitoren in Austin läuft Ende des Jahres ab.
- Analysten sehen die Robotaxi-Entwicklung als entscheidenden Faktor für den Tesla-Aktienkurs.
- Prognosen für die weltweiten Fahrzeugauslieferungen im vierten Quartal 2025 deuten auf einen Rückgang hin.
Musks Frist für fahrerlose Robotaxis rückt näher
Elon Musk, CEO von Tesla, hat eine ambitionierte Frist gesetzt: Bis Ende 2025 sollen die Sicherheitsmonitore aus den Robotaxi-Flotten in Austin, Texas, entfernt werden. Diese Frist rückt nun mit großen Schritten näher. Aktuell bleiben nur noch wenige Tage, um dieses Versprechen einzuhalten.
Die Aktivität rund um Teslas autonomes Fahren hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen. Dies deutet darauf hin, dass die Tests intensiviert werden, um die Technologie rechtzeitig für den Start des fahrerlosen Dienstes vorzubereiten.
„Ein Tesla ohne Sicherheitsmonitor im Auto und ich auf dem Beifahrersitz fuhr mich am Sonntag perfekt durch ganz Austin“, schrieb Elon Musk am 24. Dezember auf X.
Diese persönliche Bestätigung von Musk selbst unterstreicht das Vertrauen des Unternehmens in die aktuelle Version der FSD-Software. Kurz darauf veröffentlichte Ashok Elluswamy, Teslas KI-Leiter, ein Video auf X, das ebenfalls eine Fahrt ohne Sicherheitsmonitor in Austin zeigte. Zahlreiche Tesla-Mitarbeiter teilten seither ähnliche Videos von fahrerlosen Model Y Robotaxis.
Faktencheck: Teslas FSD-Entwicklung
- Dezember 14: Musk bestätigt laufende Tests ohne Insassen.
- Dezember 24: Musk berichtet über eine erfolgreiche fahrerlose Fahrt in Austin.
- Ende 2025: Musks selbst gesetzte Frist für die Entfernung von Sicherheitsmonitoren.
Marketingoffensive und Analystenmeinungen
Parallel zu den verstärkten Tests hat Tesla eine neue Runde bezahlter Werbeanzeigen auf der Social-Media-Plattform X gestartet. Diese Kampagne hebt die Fähigkeiten des „Full Self-Driving Supervised“ hervor, einer Version der Software, die noch einen Fahrer zur Überwachung erfordert. Die Anzeigen zeigen ein Fahrzeug, das wie ein „bester Chauffeur“ fährt.
Analysten beobachten die Entwicklungen genau. Die Entfernung der Sicherheitsmonitore aus den Robotaxis in Austin wird weithin als der nächste große Katalysator für den Tesla-Aktienkurs angesehen. Investoren und Marktbeobachter messen dieser Entwicklung eine hohe Bedeutung bei.
Lieferzahlen für das vierte Quartal 2025 erwartet
Unabhängig von den Fortschritten beim autonomen Fahren wird Tesla voraussichtlich um den 2. Januar seine weltweiten Fahrzeugauslieferungen für das vierte Quartal bekannt geben. Diese Zahlen geben einen vollständigen Überblick über die Verkaufsleistung im Jahr 2025.
Hintergrund: Marktprognosen
Der Analystenkonsens prognostiziert für 2025 einen Rückgang der weltweiten Fahrzeugauslieferungen um 7,7 % im Vergleich zu 2024 auf 1,65 Millionen Einheiten. Speziell für das vierte Quartal erwarten Analysten 449.000 Auslieferungen, was einem Rückgang von 9,5 % gegenüber dem vierten Quartal 2024 entspräche. Diese Schätzungen wurden seit Anfang 2025 um über 19 % nach unten korrigiert.
Canaccord senkte kürzlich seine Prognose für das vierte Quartal von 470.000 auf 427.000 Auslieferungen. UBS-Analyst Joseph Spak reduzierte seine Schätzung von 429.000 auf 415.000 Einheiten. Diese Revisionen spiegeln den Verkaufsdruck wider, dem Tesla derzeit in Europa, China und den USA begegnet.
Herausforderungen auf dem EV-Markt
Der US-Markt für Elektrofahrzeuge (EV) hat seit Ende September einen Rückschlag erlitten, als die Bundessteuergutschriften von 7.500 US-Dollar für Elektrofahrzeuge endeten. Die gesamten EV-Verkäufe in den USA fielen im November um mehr als 41 %. Trotzdem konnte Tesla seinen Marktanteil von 43,1 % auf 56,7 % steigern.
Diese Entwicklung zeigt, dass Tesla trotz eines insgesamt schrumpfenden Marktes seine Position stärken konnte, was auf die Markenloyalität und die Attraktivität seiner Modelle hindeutet.
Aktienentwicklung im Fokus
Die Tesla-Aktie notierte am Freitag bei 478,50, nachdem sie am Mittwoch leicht auf 485,40 gefallen war. Sie bewegt sich seitwärts, nachdem sie am Montag ein neues Hoch von 498,83 erreicht hatte. Die Aktie liegt derzeit über einem Kaufpunkt von 474,07, basierend auf einer Cup-Formation.
Die Relative-Stärke-Linie, die die Performance der Aktie im Vergleich zum S&P 500 misst, befindet sich auf dem höchsten Stand seit Januar. Obwohl die Tesla-Aktie den breiteren Markt über weite Teile des Jahres hinter sich gelassen hat, ist sie seit ihrem Tiefststand von 382,78 am 14. November um etwa 27 % gestiegen.
Im gesamten Aktienmarkt 2025 liegt die Tesla-Aktie nun 20 % im Plus und gehört damit zu den Top 200 der S&P 500-Werte mit den größten Gewinnen in diesem Jahr. Die Aktie weist ein Composite Rating von 75 von möglichen 99 Punkten auf, ein Relative Strength Rating von 88 und ein EPS Rating von 46.
Ausblick auf 2026: Ein entscheidendes Jahr
Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnet 2026 als ein „entscheidendes Jahr“ für die Tesla-Aktie. Die vollständige Implementierung und Skalierung der Robotaxi-Dienste könnte ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung des Unternehmens sein.
Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob Tesla Musks selbst gesetzte Frist einhalten kann und welche Auswirkungen dies auf die Marktwahrnehmung und den Aktienkurs haben wird. Die Welt blickt gespannt auf die Entwicklungen in Austin und die weiteren Schritte des EV-Giganten.




