Die Stadt Philadelphia führt ein erweitertes Blitzerprogramm ein, um die Sicherheit von Schulkindern zu erhöhen. Mobile Kameras überwachen ab sofort die Geschwindigkeitsbegrenzungen in ausgewählten Schulzonen während der Bring- und Abholzeiten. Dieses Pilotprojekt soll Fahrer dazu anhalten, die auf 15 Meilen pro Stunde reduzierte Geschwindigkeit einzuhalten und so Unfälle zu vermeiden.
Wichtige Punkte
- Mobile Blitzer an fünf Schulen in Philadelphia aktiviert.
- Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 mph während Schulzeiten.
- 60-tägige Schonfrist mit Warnungen, danach 100 $ Strafe.
- Einnahmen fließen in die Verbesserung der Infrastruktur.
- Programm zielt auf Reduzierung von Unfällen mit Fußgängern ab.
Neues Pilotprojekt für mehr Sicherheit
Das Programm startete am Dienstag, den 17. Februar. Die Kameras sind ausschließlich während der Schulbeginn- und -endzeiten aktiv. In diesen Zeiträumen reduziert sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit in den Schulzonen auf 15 Meilen pro Stunde (etwa 24 km/h). Außerhalb dieser Zeiten gelten die normalen Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Rich Lazer, Geschäftsführer der Philadelphia Parking Authority, betonte die Wichtigkeit der Initiative:
„Wir wollen sicherstellen, dass unsere Kinder sicher sind. Das ist das Wichtigste, besonders wenn sie zur Schule gehen und von der Schule kommen.“Die Stadt hat fünf Schulen für den Start des Pilotprogramms ausgewählt. Diese Standorte verzeichneten in der Vergangenheit die höchste Anzahl an Unfällen und Vorfällen, bei denen Fußgänger beteiligt waren.
Faktencheck
- Startdatum: Dienstag, 17. Februar
- Geschwindigkeitslimit: 15 mph (ca. 24 km/h)
- Strafmaß: Ab 100 $ für Überschreitungen nach der Schonfrist
- Schonfrist: 60 Tage, nur Warnungen
- Ausgewählte Schulen: Stetson Middle School, KIPP North Academy, Widener Memorial School, High School of the Future, Sayre High School
60 Tage Schonfrist vor Bußgeldern
Fahrer erhalten zunächst eine 60-tägige Schonfrist. Während dieser Zeit werden bei Geschwindigkeitsüberschreitungen lediglich Verwarnungen per Post an die Fahrzeughalter verschickt. Es gibt jedoch keine Toleranzgrenze bei der Geschwindigkeit. Jede Überschreitung der 15 Meilen pro Stunde kann eine Verwarnung nach sich ziehen.
Nach dem Ende der Schonfrist am 20. April beginnt die Ausgabe von Bußgeldern. Ein Verstoß gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung wird mit einer Strafe von mindestens 100 US-Dollar geahndet. Die Höhe des Bußgeldes steigt, je nachdem, wie stark die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten wurde. Die Einnahmen aus diesem Programm sollen direkt in die Verbesserung der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten fließen.
Ziele des Programms und öffentliche Resonanz
Das ultimative Ziel des Programms ist es, die Anzahl der Verwarnungen und Bußgelder auf null zu reduzieren. Dies würde bedeuten, dass alle Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten und die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist. Lazer äußerte sich dazu:
„Wir wollen am Ende des Tages keine Bußgelder ausstellen. Das wäre ideal, oder? Denn das ist es, was wir wollen. Wir wollen, dass Kinder sicher zur Schule kommen können, Lehrer sicher zur Schule kommen können, Eltern.“
Hintergrund der Initiative
Die Entscheidung für dieses Pilotprogramm basiert auf der Notwendigkeit, die Sicherheit von Fußgängern in Schulnähe zu erhöhen. Insbesondere Kinder sind in diesen Zonen gefährdet. Die ausgewählten Schulen wurden aufgrund ihrer hohen Unfallraten und der Beteiligung von Fußgängern gezielt in das Programm aufgenommen. Die Installation der mobilen Kameras ist eine direkte Reaktion auf diese Statistiken.
Die Resonanz der Anwohner und Lehrkräfte in der Nähe der beteiligten Schulen ist überwiegend positiv. Julien Hill, ein Lehrer der siebten und achten Klasse, befürwortet die Initiative:
„Die Leute sollten definitiv langsamer fahren, besonders in einem Schulbereich. Ich denke, das ist eine gute Idee.“Mark Mitchell aus North Philadelphia, der in der Nähe der KIPP North Academy lebt, sieht die Notwendigkeit ebenfalls. Er berichtet von häufig zu schnellen Fahrern und wünscht sich eine Ausweitung des Programms:
„Ich denke, es sollte stadtweit, landesweit und ehrlich gesagt landesweit sein.“Mögliche Ausweitung und Zukunftsaussichten
Nach dem Ende der 60-tägigen Schonfrist und dem Beginn der Bußgeldvergabe am 20. April könnten die Kameras an andere Standorte verlegt werden. Dies würde es der Stadt ermöglichen, die Wirksamkeit des Programms an verschiedenen kritischen Punkten zu testen und gegebenenfalls anzupassen. Die Flexibilität der mobilen Kameras ist ein wesentlicher Bestandteil des Pilotansatzes.
Die gesammelten Daten und Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt werden entscheidend sein für die Entscheidung, ob das Blitzerprogramm an Schulen in Philadelphia dauerhaft oder sogar auf weitere Gebiete ausgeweitet wird. Die Sicherheit der Schwächsten im Straßenverkehr, insbesondere der Schulkinder, steht dabei im Vordergrund der Bemühungen der Stadtverwaltung.




