Die beschädigten F50-Katamarane der Teams DS Automobiles und Black Foils, die bei der ITM NZ SailGP in Auckland kollidierten, werden derzeit in West Auckland wieder zusammengebaut. Die Reparatur erfolgt unter Hochdruck, um die Boote für die nächste Runde in Sydney Ende Februar einsatzbereit zu machen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Rümpfe der DS Automobiles und Black Foils F50s werden nach einer Kollision wieder instand gesetzt.
- Teile beider Boote werden kombiniert, um eine neue, funktionstüchtige Plattform zu schaffen.
- Die Reparaturen finden in der Southern Spars-Anlage in Avondale, West Auckland, statt.
- Ein Rennen gegen die Zeit, um die Boote für das nächste SailGP-Event in Sydney am 28. Februar vorzubereiten.
- Das französische F50 hat seine Wurzeln im America's Cup-Gewinner von 2017, der ursprünglich von Southern Spars gebaut wurde.
Zusammenführung zweier beschädigter Giganten
Nach der spektakulären Kollision bei der ITM NZ SailGP in Auckland haben die Teams DS Automobiles und Black Foils ihre beschädigten F50-Katamarane zur Reparatur in die Southern Spars-Anlage in Avondale, West Auckland, gebracht. Die Kollision ereignete sich am Samstagnachmittag während des Sprintrennens 3 und zwang beide Teams, die Regatta trotz ihrer Führung in der Gesamtwertung abzubrechen.
Frühe Untersuchungen zeigten, dass trotz des ernsten Erscheinungsbildes des Unfalls viele Teile beider F50-Boote intakt blieben. Dies ermöglichte die Entscheidung, eine neue, funktionsfähige Plattform aus den verwertbaren Komponenten beider Schiffe zu konstruieren.
Faktencheck
- Die Kollision ereignete sich in Rennen 3 der ITM NZ SailGP.
- Beide Teams führten die Gesamtwertung vor dem Unfall an.
- Die Reparaturen finden in der Southern Spars-Anlage statt, einem bekannten Hersteller von Masten und Rigging.
Das Puzzle der Wiederherstellung
Die Ingenieure und Techniker stehen vor einer komplexen Aufgabe. Nach einer detaillierten Schadensinspektion wurde der Steuerbordrumpf des französischen F50 zusammen mit beiden Querträgern mit dem Backbordrumpf des Black Foils F50 verbunden. Diese ungewöhnliche Kombination ist ein Zeugnis für die modulare Bauweise der F50-Katamarane und die Expertise der beteiligten Teams.
Interessanterweise hat das französische F50 eine besondere Geschichte. Es stammt vom AC50 von Emirates Team NZ ab, dem Gewinner des America's Cup 2017 in Bermuda. Dieses Boot wurde ebenfalls von Southern Spars gebaut und später an die SailGP-Liga verkauft, wo es zu einem F50 umgebaut wurde, wobei unter anderem die Zyklorenpositionen entfernt wurden.
"Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um das fertige F50 für die nächste SailGP-Runde am 28. Februar in Sydney startklar zu machen."
Herausforderungen und Zeitdruck
Die Fertigstellung des Katamarans für das Sydney-Event ist eine große Herausforderung. Mehrere Faktoren beeinflussen den Zeitplan. Eine kritische Frage ist, ob einer der Rümpfe während der Kollision Wassereintritt erlitten hat. Dies würde bedeuten, dass die gesamten elektrischen Systeme ausgetauscht werden müssten, was den Reparaturprozess erheblich verlängern würde.
Glücklicherweise scheinen die T-Foils und ihre Gehäuse sowie die T-Foil-Ruder vom direkten Aufprall verschont geblieben zu sein, da sie nicht direkt in den Aufprall involviert waren. Dies spart wertvolle Zeit und Ressourcen.
Hintergrund: Die F50-Katamarane
Die F50-Katamarane sind Hochleistungs-Segelboote, die speziell für die SailGP-Serie entwickelt wurden. Sie sind Einheitsboote, was bedeutet, dass alle Teams identische Boote verwenden, um den Wettbewerb auf die Fähigkeiten der Segler zu konzentrieren. Ihre Konstruktion ist komplex und beinhaltet fortschrittliche Materialien und Technologien, die für extreme Geschwindigkeiten ausgelegt sind.
Flügel und Struktur: Intensive Arbeiten
Die äußere Verkleidung des F50 wurde vollständig entfernt, um den Zugang zu den inneren Strukturen zu ermöglichen. Es wird erwartet, dass dies auch beim Flügelsegel der Fall sein wird. Obwohl das Flügelsegel des DS Automobiles F50 beim Abschleppen intakt aussah, könnte es beim Aufprall mit dem Flügelsegel des Black Foils F50 kollidiert sein, welches Minuten nach dem Unfall umkippte.
Das verwendete Flügelsegel war die 18-Meter-Version. Bei allen F50-Booten bleiben die oberen und unteren Abschnitte des Flügelsegels konstant, während die Rigghöhe durch das Hinzufügen neuer Mittelabschnitte angepasst wird. Der untere Abschnitt des Flügelsegels enthält besonders viele komplexe Systeme, die sorgfältig geprüft werden müssen.
- Rumpfreparatur: Steuerbordrumpf von DS Automobiles wird mit Backbordrumpf von Black Foils kombiniert.
- Flügelsegel: 18-Meter-Version wird geprüft, mögliche Schäden am Hauptmast des Black Foils Flügelsegels.
- Elektronik: Risiko des Wassereintritts könnte kompletten Austausch der elektrischen Systeme erfordern.
Das Flügelsegel des Black Foils erlitt Schäden am Hauptmast und den angehängten Elementen. Ein gemischtes Team aus Mitarbeitern von SailGP Technologies und Southern Spars arbeitet offenbar gemeinsam an den Reparaturen, erkennbar an ihren orangefarbenen T-Shirts.
Ausblick auf Sydney
Die nächste Runde der SailGP-Saison findet am 28. Februar in Sydney statt. Ob die reparierten F50-Boote bis dahin wieder vollständig einsatzbereit sein werden, hängt von der Geschwindigkeit und dem Erfolg dieser komplexen Reparaturarbeiten ab. Die Segelgemeinschaft blickt gespannt auf die Updates und hofft, beide Teams bald wieder auf dem Wasser zu sehen.
Eine Medienveranstaltung am Donnerstagmorgen in Auckland soll weitere Informationen zur Situation des Black Foils-Teams liefern. Die Präzision und das Engagement der Techniker sind entscheidend, um diese High-Tech-Boote rechtzeitig für den nächsten Wettbewerb wieder in Topform zu bringen.




