Mehrere Tesla Cybertruck-Besitzer äußern sich besorgt über einen erheblichen Batterieverbrauch ihrer Fahrzeuge, selbst wenn diese geparkt und ausgeschaltet sind. Ein Besitzer berichtete, dass sein Cybertruck innerhalb von 48 Stunden 30 Meilen Reichweite verloren hat, während er auf einer Reise war.
Wichtige Erkenntnisse
- Cybertrucks verlieren im Stand deutlich an Batterieladung.
- Ein Besitzer verlor 30 Meilen Reichweite in 48 Stunden.
- Der 'Low Power Mode' soll den Verbrauch reduzieren, zeigt aber gemischte Ergebnisse.
- Bestimmte Funktionen wie der Wächtermodus werden im 'Low Power Mode' deaktiviert.
- Kaltes Wetter kann den Energieverbrauch zusätzlich erhöhen.
Unerwarteter Reichweitenverlust im Parkzustand
Die Berichte über den ungewöhnlich hohen Batterieverbrauch im geparkten Zustand stammen von verschiedenen Cybertruck-Besitzern. Diese äußern ihre Frustration in Online-Foren. Das Problem betrifft scheinbar Fahrzeuge, die über längere Zeiträume abgestellt sind, beispielsweise während einer Reise.
Ein Beispiel kommt von Paul, einem Cybertruck-Besitzer aus Michigan. Er parkte seinen Truck für eine zweiwöchige Reise und stellte fest, dass die Batterie alarmierend schnell entladen wird. Innerhalb von nur 48 Stunden verlor sein Fahrzeug 30 Meilen Reichweite. Paul befürchtet nun, bei seiner Rückkehr eine vollständig entladene Batterie vorzufinden, wenn sich dieser Trend fortsetzt.
„Ich bin auf einer Reise und habe meinen Truck auf einem Parkplatz abgestellt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Meilen pro Tag verlieren würde, aber nach 48 Stunden bin ich 30 Meilen weniger. Ich werde insgesamt zwei Wochen weg sein. Wenn das so weitergeht, werde ich keine Ladung mehr haben.“
Fakten zum Batterieverlust
- Ein Cybertruck verlor 30 Meilen Reichweite in 48 Stunden im geparkten Zustand.
- Dies entspricht einem durchschnittlichen Verlust von 15 Meilen pro Tag.
- Bei einer angenommenen Gesamtreichweite von 340 Meilen (ca. 547 km) ist dies ein signifikanter Anteil.
Der 'Low Power Mode' als mögliche Lösung
Tesla hat im August einen sogenannten „Low Power Mode“ eingeführt, um genau diesem Problem entgegenzuwirken. Dieser Modus soll den Energieverbrauch des Fahrzeugs im Stand reduzieren. Besitzer können den Modus manuell aktivieren oder eine automatische Aktivierung bei einem Batteriestand zwischen 10% und 20% einstellen.
Im 'Low Power Mode' werden verschiedene energieintensive Funktionen deaktiviert. Dazu gehören der Wächtermodus (Sentry Mode), die Funktion „Zubehörstrom eingeschaltet lassen“ (Keep Accessory Power On), der erweiterte Smart Summon und die Klimaanlagenfunktion „Klima eingeschaltet lassen und Kabinenüberhitzungsschutz“ (Keep Climate On and Camp Cabin Overheat Protection Preconditioning). Durch das Abschalten dieser Systeme soll die Batterie geschont werden.
Hintergrund zum 'Low Power Mode'
Der 'Low Power Mode' wurde von Tesla entwickelt, um den sogenannten Phantomverbrauch zu minimieren. Dieser Verbrauch entsteht durch Hintergrundprozesse und aktive Systeme, selbst wenn das Fahrzeug scheinbar ausgeschaltet ist. Ziel ist es, die Reichweite des Fahrzeugs über längere Standzeiten hinweg zu bewahren.
Herausforderungen trotz 'Low Power Mode'
Trotz der Einführung des 'Low Power Mode' berichten einige Cybertruck-Besitzer weiterhin von unerwartet hohem Batterieverlust. Ein Besitzer aus Arizona fuhr zum Flughafen und parkte seinen Truck mit 54% Ladung. Drei Tage später war der Batteriestand auf 38% gesunken, obwohl der Wächtermodus deaktiviert und der 'Low Power Mode' am zweiten Tag aktiviert wurde.
Dieser Fall zeigt einen Verlust von 16 Prozentpunkten in nur drei Tagen. Der Besitzer bemerkte, dass der Batterieverlust im 'Low Power Mode' immer noch spürbar war. Er vermutet, dass die kühlen Nachttemperaturen am Flughafen Las Vegas, die bis auf etwa 4°C fallen können, möglicherweise eine Rolle spielen, schließt dies jedoch nicht als alleinige Ursache aus.
- Startladung: 54%
- Ladung nach 3 Tagen: 38%
- Gesamtverlust: 16%
- Durchschnittlicher Verlust pro Tag: ca. 5,3%
Teslas Erklärungen zum Batterieverbrauch
Tesla selbst weist darauf hin, dass auch im 'Low Power Mode' ein gewisser Energieverbrauch bestehen bleibt. Das Fahrzeug schaltet sich nicht vollständig ab. Standby-Funktionen, Bildschirmaktivitäten und die Interaktionen mit der mobilen App verbrauchen weiterhin Energie.
Besonders bei kaltem Wetter kann die verfügbare Energie schneller abnehmen. Dies liegt daran, dass Batterien bei niedrigen Temperaturen an Effizienz verlieren und das Fahrzeug möglicherweise zusätzliche Energie für die Batteriekonditionierung benötigt. Dies könnte die Beobachtungen des Besitzers aus Arizona erklären, dessen Fahrzeug in einer kalten Umgebung geparkt war.
Das Phänomen des Batterieverlusts im Stand ist bei Elektrofahrzeugen nicht unbekannt, da viele Systeme im Hintergrund aktiv bleiben. Der Cybertruck scheint jedoch aufgrund seiner Größe und der möglicherweise komplexeren Systemarchitektur einen erhöhten Verbrauch aufzuweisen.
Wichtige Hinweise von Tesla
- Fahrzeuge verbrauchen auch im 'Low Power Mode' Energie für Standby-Funktionen.
- Bildschirmaktivität und App-Interaktionen tragen zum Verbrauch bei.
- Kaltes Wetter kann den Energieverlust beschleunigen.
Ausblick für Cybertruck-Besitzer
Die gemeldeten Probleme werfen Fragen zur Effizienz des Batteriemanagements des Cybertrucks im geparkten Zustand auf. Während der 'Low Power Mode' eine Teillösung darstellt, suchen Besitzer nach weiteren Wegen, den Phantomverbrauch zu minimieren. Langfristig könnte Tesla Software-Updates bereitstellen, die das Energieprofil weiter optimieren.
Für Besitzer, die ihren Cybertruck über längere Zeiträume abstellen müssen, ist es ratsam, den 'Low Power Mode' zu aktivieren und den Batteriestand regelmäßig über die mobile App zu überwachen. Die Diskussionen in den Online-Foren zeigen, dass die Community aktiv nach Lösungen und Erklärungen sucht, um die Alltagstauglichkeit des Cybertrucks zu verbessern.




