Ein seltener 1969er Plymouth Road Runner, ausgestattet mit dem begehrten 440 Six-Barrel Motor und dem A12-Leistungspaket, wird im März 2026 bei der Glendale-Auktion versteigert. Dieses Fahrzeug ist nicht nur wegen seines Motors außergewöhnlich, sondern auch aufgrund seiner "Triple-Black"-Konfiguration und einer umfassenden Restaurierung, die es in einen makellosen Zustand versetzt hat.
Wichtige Fakten
- Der Plymouth Road Runner von 1969 ist mit einem seltenen 440 Six-Barrel V8-Motor ausgestattet.
- Es handelt sich um ein A12-Paketfahrzeug, das speziell für Drag-Rennen konzipiert wurde.
- Nur 1.412 Exemplare des A12-Pakets wurden 1969 verkauft, was den 440 Six-Barrel zum zweitseltensten Motor macht.
- Das Fahrzeug hat eine "Triple-Black"-Konfiguration und wurde auf Concours-Niveau restauriert.
- Der Wagen wird voraussichtlich einen hohen Preis erzielen, nachdem er 2019 für 121.000 US-Dollar verkauft wurde.
Ein Blick auf die Geschichte des Road Runners
Der Plymouth Road Runner kam 1968 als Einstiegs-Muscle-Car auf den Markt. Seine Beliebtheit wuchs schnell, da er eine kostengünstige Möglichkeit bot, hohe Leistung zu erleben. Standardmäßig war er mit einem 383-Kubikzoll (6,3-Liter) V8-Motor ausgestattet. Kunden konnten sich aber auch für den noch stärkeren 426-Kubikzoll (7,0-Liter) Hemi entscheiden.
Die Version von 1969 erhielt ein leichtes Facelift. Plymouth führte zudem zwei wichtige Neuerungen ein: eine Cabrio-Option und einen noch größeren 440-Kubikzoll (7,2-Liter) Motor. Dieser 440er war zuvor nur in einer Vierfachvergaser-Konfiguration erhältlich. Neu war jedoch die Version mit drei Doppelvergasern, bekannt als Six-Barrel.
Motorleistung im Detail
- Der 440 Six-Barrel V8 leistete 390 PS.
- Das waren 15 PS mehr als die Vierfachvergaser-Variante.
- Der Six-Barrel lag nur 35 PS unter dem legendären Hemi-Motor.
Das A12-Leistungspaket für Drag-Rennen
Der Six-Barrel-Motor war Teil eines speziellen Leistungspakets, das Plymouth Mitte des Jahres einführte. Dieses Paket, genannt A12, war klar für Drag-Rennfahrer gedacht. Es umfasste den 440 Six-Barrel V8, eine Dana 60 Hinterachse mit einem Übersetzungsverhältnis von 4.10:1 und eine mattschwarze, hochklappbare Motorhaube aus Glasfaser.
Obwohl der Road Runner 1969 mit über 80.000 verkauften Einheiten Rekordumsätze erzielte, war das A12-Paket alles andere als ein Verkaufsschlager. Nur 1.412 Kunden bestellten dieses spezielle Paket. Dies macht den 440 Six-Barrel zum zweitseltensten Motor des Jahres 1969. Zum Vergleich: Plymouth verkaufte im selben Jahr 787 Hemi-ausgestattete Fahrzeuge, darunter 10 Cabrios.
„Das A12-Paket war eine Homologationsoption für Rennfahrer, die maximale Leistung direkt ab Werk suchten.“
Das Triple-Black Hardtop: Eine Seltenheit
Das hier gezeigte schwarze Exemplar ist ein A12 Hardtop. Dies reduziert die Produktionszahl weiter auf nur 797 Einheiten, da die restlichen 615 A12-Fahrzeuge Coupé- oder Post-Modelle waren. Dieser Six-Barrel V8 ist mit einem dreistufigen TorqueFlite-Automatikgetriebe gekoppelt. Damit gehört der Road Runner zu den nur 375 Hardtops, die mit dieser spezifischen Antriebskombination bestellt wurden.
Noch seltener ist die sogenannte "Triple-Black"-Konfiguration dieses Wagens. Dies bedeutet, dass die Lackierung, das Interieur und das Vinyldach (falls vorhanden) alle schwarz sind. Genaue Zahlen für "Triple-Black"-Modelle sind schwer zu finden, doch sie sind äußerst begehrt und selten zu sehen, besonders in einem solch ausgezeichneten Zustand.
Was bedeutet "Triple-Black"?
"Triple-Black" bezeichnet ein Fahrzeug, bei dem die Außenfarbe, das Interieur und oft auch das Cabrioverdeck (oder in diesem Fall das Vinyldach) alle in Schwarz gehalten sind. Dies war in den 60er und 70er Jahren eine beliebte, aber oft selten bestellte Konfiguration für Muscle-Cars.
Makellose Restaurierung und Renngeschichte
Dieser Road Runner wurde auf Concours-Niveau restauriert und präsentiert sich in einem makellosen Zustand. Obwohl die komplett schwarze Optik auf den ersten Blick schlicht wirken mag, glänzt der Lack wie neu, und das Interieur ist tadellos sauber. Auch der Motor ist "numbers matching", was bedeutet, dass er der originale Motor ist, der mit dem Fahrzeug ausgeliefert wurde.
Die Anzeige erwähnt, dass der Mopar mit "Besitz- und Renngeschichte-Dokumenten" geliefert wird. Dies deutet darauf hin, dass dieser Road Runner einige Jahre auf der Drag-Rennstrecke verbracht hat. Er besitzt einen Chrysler Registry Report und wurde in verschiedenen Muscle-Car-Magazinen vorgestellt. Zudem gewann er den MCACN Concours Silver Award, was seine Qualität und Authentizität unterstreicht.
Der Wagen wurde ursprünglich bei Raynal Dodge verkauft, einem bekannten Lieferanten für Sonderbestellungen von Dodge-Managern. Er kommt mit seltenen Promo-Radkappen. Der Kilometerzähler zeigt 41.464 Meilen (66.730 km) an, eine Laufleistung, die angesichts der Rennvergangenheit des Wagens authentisch sein könnte.
Wertentwicklung und die bevorstehende Auktion
Die Preisentwicklung dieses speziellen Road Runners ist interessant. Im Jahr 2019 wurde er für 121.000 US-Dollar verkauft. Im Januar 2026 scheiterte ein Verkauf mit einem Höchstgebot von 120.000 US-Dollar. Es ist klar, dass der aktuelle Verkäufer bei der kommenden Glendale-Auktion am 21. März 2026 mehr als diesen Betrag erzielen möchte.
Angesichts seiner Seltenheit, des makellosen Zustands und der dokumentierten Geschichte wird dieser 1969er Plymouth Road Runner mit 440 Six-Barrel Motor sicherlich die Aufmerksamkeit von Sammlern und Enthusiasten auf sich ziehen. Solche Fahrzeuge sind nicht nur Investitionen, sondern auch wichtige Stücke der Automobilgeschichte.
- Verkaufspreis 2019: 121.000 US-Dollar
- Höchstgebot Januar 2026: 120.000 US-Dollar (nicht verkauft)
- Nächste Auktion: Glendale 2026, 21. März




