Tesla hat kürzlich zwei neue Markenzeichen für den lang erwarteten Roadster angemeldet. Eine dieser Anmeldungen zeigt eine aktualisierte Silhouette des Elektro-Sportwagens. Diese Schritte könnten auf eine bevorstehende Aktualisierung des Projekts hindeuten, das seit seiner Ankündigung im Jahr 2017 immer wieder verschoben wurde.
Wichtige Erkenntnisse
- Tesla hat neue Markenzeichen für den Roadster eingereicht.
- Eine Anmeldung zeigt eine überarbeitete Fahrzeugsilhouette.
- Die Produktion des Roadsters wurde mehrfach verschoben, zuletzt auf 2027 oder 2028.
- Elon Musk sprach von einem "SpaceX-Paket" mit Kaltluftstrahlern.
- Die neuen Markenzeichen sichern Teslas Rechte für zukünftige kommerzielle Nutzung.
Neue Markenzeichen und eine frische Silhouette
Die Anmeldungen wurden am 3. Februar beim US-Patent- und Markenamt eingereicht. Sie geben Einblick in die geplante Markenstrategie für den Roadster. Dieser Sportwagen wurde von CEO Elon Musk bereits 2017 vorgestellt, doch seine Markteinführung verzögerte sich kontinuierlich.
Die erste Anmeldung betrifft einen stilisierten "ROADSTER"-Schriftzug. Dieser ist in einer gestreckten, kantigen Schriftart gehalten. Die segmentierten Buchstaben verleihen ihm ein futuristisches, leistungsstarkes Aussehen. Es wirkt, als wolle Tesla damit die Dynamik des Fahrzeugs unterstreichen.
Wissenswertes zu den Anmeldungen
- Datum der Einreichung: 3. Februar
- Anzahl der Anmeldungen: Zwei
- Status: "Intent to Use" (Absicht zur Nutzung)
- Zweck: Sicherung der Markenrechte vor kommerzieller Nutzung
Noch interessanter ist die zweite Anmeldung. Sie zeigt eine schlanke Fahrzeugsilhouette, die aus drei fließenden, gekrümmten Linien besteht. Diese Linien formen das Profil des Roadsters. Die Anmeldung beschreibt das Design als ein "Dreiecksdesign, das aus drei fließenden, gekrümmten Linien besteht". Dies deutet auf ein überarbeitetes Design hin, das sich vom ursprünglichen Prototyp unterscheiden könnte.
Eine Chronik der Verzögerungen
Der Roadster hat eine lange Geschichte von Produktionsverzögerungen. Nach seiner Enthüllung im November 2017 versprach Elon Musk die Produktion für das Jahr 2020. Dieser Zeitplan konnte nicht eingehalten werden. Die Termine wurden mehrfach verschoben.
Zuerst wurde die Produktion auf 2022 verschoben, dann auf 2023 und schließlich auf 2024. Im vergangenen Jahr bekräftigte Musk eine Produktion im Jahr 2025. Doch bereits im Oktober 2024 deutete er an, dass das Design noch nicht finalisiert sei. Im November 2025 wurde die Roadster-Demo offiziell auf den 1. April 2026 verschoben. Die Produktion wird nun für 2027 oder 2028 erwartet.
„Die Demo am 1. April gibt mir eine gewisse Entschuldigung, falls die Dinge nicht wie geplant laufen“, scherzte Elon Musk über das Datum der Präsentation.
Diese wiederholten Verschiebungen haben bei vielen Beobachtern zu Skepsis geführt. Die neuen Markenzeichen könnten jedoch ein Zeichen dafür sein, dass Tesla das Projekt nun ernsthaft vorantreibt.
Ambitionierte Versprechen und das "SpaceX-Paket"
Elon Musk hat für den Roadster immer wieder sehr ambitionierte Versprechen gemacht. Er behauptete, der Roadster werde dank eines "SpaceX-Pakets" mit Kaltluftstrahlern "fliegen" können. Diese Technologie soll es dem Fahrzeug ermöglichen, über dem Boden zu schweben. Musk ging sogar so weit zu sagen, der Roadster werde "nicht wirklich ein Auto sein".
Hintergrund zum "SpaceX-Paket"
Das "SpaceX-Paket" soll den Roadster mit kleinen Kaltluftstrahlern ausstatten. Diese sollen für zusätzlichen Schub und möglicherweise sogar für ein kurzes Abheben vom Boden sorgen. Die Idee ist, die Grenzen dessen zu verschieben, was ein Straßenfahrzeug leisten kann.
In einem Interview im Januar betonte Musk die extreme Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs. Er riet potenziellen Käufern, die Sicherheit als oberstes Ziel haben, vom Kauf abzusehen. Musk beschrieb den Roadster als "das Beste der letzten von Menschen gefahrenen Autos". Diese Aussagen unterstreichen Teslas Ziel, ein Fahrzeug zu schaffen, das alle bisherigen Vorstellungen eines Sportwagens übertrifft.
Die Bedeutung der Markenzeichen
Die neuen Markenzeichen wurden auf Basis einer "Intent to Use"-Erklärung eingereicht. Das bedeutet, Tesla hat diese Logos noch nicht kommerziell genutzt, plant dies aber. Josh Gerben, ein Experte für Markenrecht, erklärte in einem Blogbeitrag, dass dieser Ansatz Tesla erlaubt, "ein landesweites Prioritätsdatum zu sichern". Dies verhindert, dass Dritte versuchen, dieselben oder verwechslungsähnliche Marken zu registrieren, nachdem die Logos öffentlich bekannt gegeben wurden.
Diese strategische Maßnahme ist wichtig für den Schutz von Teslas geistigem Eigentum. Angesichts der langen Entwicklungszeit des Roadsters und der hohen Erwartungen ist es entscheidend, die Markenrechte frühzeitig zu sichern. Es zeigt, dass Tesla trotz der Verzögerungen weiterhin an der Vision des Roadsters festhält und die Markteinführung vorbereitet.
Ausblick auf die Zukunft des Roadsters
Die neuen Markenzeichen und die angedeutete Silhouette geben einen kleinen Einblick in die Zukunft des Tesla Roadsters. Ob die Produktionsziele für 2027 oder 2028 eingehalten werden, bleibt abzuwarten. Die Geschichte des Roadsters ist geprägt von großen Versprechen und langen Wartezeiten.
Die überarbeitete Silhouette wirkt schlanker und am Dach etwas kantiger als der zuvor gezeigte Prototyp. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Designänderungen bis zur finalen Produktion immer noch möglich sind. Das ursprüngliche Design ist fast ein Jahrzehnt alt, sodass eine Modernisierung zu erwarten war.
Die Automobilwelt blickt gespannt auf Tesla und den Roadster. Wird er die hohen Erwartungen erfüllen und die versprochenen revolutionären Funktionen bieten? Die Markenzeichen sind ein kleines Puzzleteil in dieser langen Geschichte. Sie zeigen, dass das Projekt im Hintergrund weiterentwickelt wird.




