Aprilia bringt mit der neuen RS 457 GP eine Sonderedition seines beliebten Sportmotorrads auf den Markt. Das auf der EICMA vorgestellte Modell ehrt das zehnjährige Engagement der Marke in der MotoGP und kombiniert die bewährte Technik der RS 457 mit dem aggressiven Design der Werksrennmaschine RS-GP.
Das Wichtigste in Kürze
- Neues Design: Die RS 457 GP erhält eine exklusive Lackierung, die dem MotoGP-Rennmotorrad nachempfunden ist.
- Technische Upgrades: Ein Quickshifter gehört nun zur Serienausstattung, und die Bremsbeläge wurden für eine bessere Leistung optimiert.
- Motor bleibt unverändert: Der 457-ccm-Parallel-Twin-Motor mit 47 PS (35 kW) treibt das Motorrad weiterhin an.
- Marktpositionierung: Das Modell richtet sich an Fahrer, die ein alltagstaugliches Sportmotorrad mit authentischer Rennsport-Optik suchen.
Ein Rennmotorrad für den Alltag
Aprilia hat auf der internationalen Motorradmesse EICMA eine neue Variante seiner RS 457 vorgestellt. Die sogenannte GP-Edition ist eine Hommage an die Erfolge und die zehnjährige Präsenz des Herstellers in der Königsklasse des Motorradrennsports, der MotoGP. Das Motorrad übernimmt die technische Basis des Standardmodells, hebt sich aber durch eine auffällige Lackierung und gezielte technische Verbesserungen ab.
Die Optik ist das zentrale Merkmal der GP-Edition. Die Verkleidung ist in Schwarz gehalten und mit markanten roten und silbernen Akzenten versehen, die direkt vom Design der RS-GP-Rennmaschine inspiriert sind, die derzeit von Jorge Martin und Marco Bezzecchi gefahren wird. Sponsorenähnliche Aufkleber vervollständigen den Eindruck, ein echtes Rennmotorrad vor sich zu haben.
Hintergrund: Aprilia in der MotoGP
Aprilia feiert mit diesem Modell ein Jahrzehnt in der MotoGP. In dieser Zeit hat sich das Team zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten entwickelt. Die Erfolge auf der Rennstrecke, wie die Siege von Marco Bezzecchi, dienen als Inspiration und technologische Grundlage für die Serienmodelle des Unternehmens.
Bewährte Technik mit gezielten Verbesserungen
Unter der neuen Verkleidung bleibt die bewährte Technik der RS 457 erhalten. Der flüssigkeitsgekühlte 457-ccm-Parallel-Twin-Motor leistet weiterhin 47 PS (35 kW) bei 9.400 U/min und liefert ein Drehmoment von 43,5 Newtonmetern bei 6.700 U/min. Diese Leistung macht das Motorrad sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Fahrer interessant, die ein agiles und leichtes Sportgerät suchen.
Eine wesentliche Neuerung der GP-Edition ist der serienmäßige Quickshifter. Dieses System ermöglicht das Schalten der Gänge ohne Betätigung der Kupplung, was besonders bei sportlicher Fahrweise auf der Rennstrecke oder kurvigen Straßen von Vorteil ist. Es unterstreicht den sportlichen Anspruch des Motorrads und bringt es technisch näher an seine Rennsport-Vorbilder.
Technische Daten im Überblick
- Motor: Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Parallel-Twin
- Hubraum: 457 ccm
- Leistung: 47 PS (35 kW) bei 9.400 U/min
- Drehmoment: 43,5 Nm bei 6.700 U/min
- Getriebe: 6-Gang mit serienmäßigem Quickshifter
- Gewicht: 175 kg fahrfertig
Fahrwerk und Bremsen auf Sport getrimmt
Das Fahrwerk der RS 457 basiert auf einem leichten und steifen Aluminium-Druckgussrahmen, dessen Konstruktion von den größeren Modellen RS 660 und RSV4 abgeleitet ist. Vorne arbeitet eine 41-Millimeter-Upside-Down-Gabel, während hinten ein in der Vorspannung einstellbares Monofederbein zum Einsatz kommt. Diese Abstimmung soll einen guten Kompromiss zwischen sportlicher Härte und Alltagstauglichkeit bieten.
Auch die Bremsanlage wurde für die GP-Edition optimiert. Sie verwendet jetzt Bremsbeläge mit einem höheren Reibwert, was zu einer besseren Bremsleistung und Standfestigkeit führen soll. An der Front verzögert eine einzelne 320-Millimeter-Scheibe mit einem Vierkolben-Bremssattel. Hinten ist eine 220-Millimeter-Scheibe verbaut. Ein Zweikanal-ABS ist Standard, wobei das ABS am Hinterrad für den Einsatz auf der Rennstrecke deaktiviert werden kann.
Moderne Ausstattung für volle Kontrolle
Die Aprilia RS 457 GP ist mit moderner Elektronik ausgestattet, die dem Fahrer die Kontrolle erleichtert. Über ein gut ablesbares TFT-Farbdisplay lassen sich alle wichtigen Informationen abrufen. Drei Fahrmodi ermöglichen es, das Ansprechverhalten des Motors und die Intensität der Traktionskontrolle an die jeweiligen Bedingungen oder persönlichen Vorlieben anzupassen.
Die komplette Beleuchtung ist in LED-Technik ausgeführt, was nicht nur für gute Sichtbarkeit sorgt, sondern auch das hochwertige Erscheinungsbild des Motorrads unterstreicht. Die Ergonomie ist sportlich ausgelegt, aber nicht so extrem, dass sie Fahrten im Alltag unkomfortabel machen würde.
Preis und Verfügbarkeit
Aprilia hat noch keine offiziellen Preise für den deutschen Markt bekannt gegeben. Es wird jedoch erwartet, dass die RS 457 GP preislich leicht über dem Standardmodell angesiedelt sein wird. Mit ihrer Kombination aus Rennsport-Optik und zugänglicher Leistung dürfte sie vor allem junge und junggebliebene Fahrer ansprechen, die von der MotoGP träumen.
Die Produktion der RS 457-Reihe findet im Werk der Piaggio-Gruppe in Baramati, Indien, statt. Dies ermöglicht eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung in einem globalen Markt. Mit der GP-Edition bietet Aprilia nun ein Paket an, das nicht nur durch seine Fahreigenschaften, sondern vor allem durch seine emotionale Verbindung zum Rennsport überzeugt.




