Die bekannten Hosts des Podcasts „The War on Cars“, Doug Gordon und Sarah Goodyear, präsentieren diese Woche ihr neues Buch „Life After Cars“. Sie diskutieren die weitreichenden negativen Auswirkungen der Auto-Dominanz auf unser Leben und zeigen Wege zu autofreieren Städten auf. Ihr Auftritt in Portland, Oregon, stieß auf großes Interesse.
Wichtige Erkenntnisse
- Doug Gordon und Sarah Goodyear diskutieren die negativen Folgen der Auto-Dominanz.
- Ihr neues Buch „Life After Cars“ erforscht Alternativen zu einer autofixierten Gesellschaft.
- Die Autoren argumentieren, dass die „Liebesbeziehung zum Automobil“ ein Mythos ist.
- Ihre Arbeit hat die öffentliche Debatte über autofreie Städte beeinflusst.
Die Ursprünge der Bewegung
Doug Gordon und Sarah Goodyear sind keine Neulinge in der Debatte um urbane Mobilität. Ihre Karrieren sind eng mit dem Engagement für lebenswertere Städte verbunden. Aaron Naparstek, der dritte Co-Autor ihres Buches, gründete einst Streetsblog, eine Plattform für nachhaltige Stadtentwicklung. Sarah Goodyear war zudem Gründungsherausgeberin des Livable Streets Blog Network. Doug Gordon engagierte sich seit 2013 intensiv in der Verkehrspolitik und betrieb den Brooklyn Spoke Blog.
Diese Persönlichkeiten haben über Jahre hinweg die Diskussion über die Rolle des Autos in der Gesellschaft geprägt. Ihre Arbeit ist eine konsequente Weiterentwicklung ihrer früheren Projekte und Überzeugungen.
Hintergrund: The War on Cars
Der Podcast „The War on Cars“ startete im Jahr 2018 und hat seitdem eine beachtliche Hörerschaft aufgebaut. Er behandelt kritisch die Dominanz des Autos in Städten und die damit verbundenen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme. Der Podcast hat maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für Alternativen wie Radfahren und öffentlichen Nahverkehr zu schärfen. Seine Gäste reichen von Wissenschaftlern über Politiker bis hin zu Kulturschaffenden.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt
„Life After Cars“ ist mehr als nur eine kritische Auseinandersetzung mit dem Automobil. Es ist ein Plädoyer für eine Neugestaltung unserer Lebensräume. Die Autoren beleuchten, wie stark unsere Städte und unser Alltag durch die Dominanz des Autos geformt wurden – oft mit negativen Konsequenzen für die Umwelt, die Gesundheit und die Gemeinschaft.
Sie argumentieren, dass viele der vermeintlichen Vorteile des Autofahrens auf einer geschickten PR-Strategie beruhen. Die Vorstellung einer „Liebesbeziehung der Amerikaner zum Automobil“ sei demnach nicht mehr als Propaganda. Dieses Narrativ sollte Produkte verkaufen und Kapitalisten überzeugen.
„Das gesamte Konzept, dass die Amerikaner eine 'Liebesbeziehung zum Automobil' pflegen, ist nichts weiter als Propaganda, um Produkte zu verkaufen und Kapitalisten zu überzeugen.“
Interessanter Fakt
Im Buch „Life After Cars“ erfahren Leser, dass selbst der fiktive Held Superman einst Autofahrer und ihre Fahrzeuge für bekämpfungswürdig hielt. Dies zeigt, wie tief die Auseinandersetzung mit dem Auto in der amerikanischen Kultur verwurzelt ist.
Verschiebung des Overton-Fensters
Der Podcast „The War on Cars“ und nun auch das Buch „Life After Cars“ haben das sogenannte Overton-Fenster verschoben. Dieses Konzept beschreibt den Bereich von Ideen, die in der öffentlichen Debatte als akzeptabel gelten. Ideen, die einst als radikal galten, wie autofreie oder autoarme Städte, werden zunehmend als realisierbare und wünschenswerte Zukunftsszenarien diskutiert.
Die Arbeit von Gordon und Goodyear trägt dazu bei, dass eine kritische Haltung gegenüber der Auto-Dominanz nicht mehr nur Nischenthema ist, sondern Eingang in den Mainstream findet. Sie liefern fundierte Argumente und untermauern diese mit Fakten.
Konkrete Vorschläge für die Zukunft
Das Buch bietet nicht nur eine Analyse der Probleme, sondern auch konkrete Ansätze und Visionen für eine Zukunft mit weniger Autos. Dies reicht von der Umgestaltung städtischer Infrastruktur über die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zu einem kulturellen Wandel in der Wahrnehmung von Mobilität.
Es geht darum, die Vorteile eines Lebens mit weniger Autos aufzuzeigen: sauberere Luft, sicherere Straßen, lebendigere Gemeinschaften und eine höhere Lebensqualität. Die Autoren betonen, dass diese Veränderungen nicht nur möglich, sondern notwendig sind.
Veranstaltungen und öffentliche Resonanz
Die Autoren waren kürzlich bei einer „Bike Happy Hour“ in Portland zu Gast. Die Veranstaltung fand in der Migration Brewing auf der North Williams Avenue statt. Dort hatten Interessierte die Möglichkeit, direkt mit Doug Gordon und Sarah Goodyear ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Der Andrang war groß, was das wachsende Interesse an diesen Themen unterstreicht.
Zusätzlich dazu gab es eine Buchpräsentation bei Powell’s Books, einer bekannten Buchhandlung, die ebenfalls viele Besucher anzog. Diese Veranstaltungen zeigen, wie relevant und dringend die Diskussion über unsere Beziehung zum Automobil in der Gesellschaft ist.
- Diskussionen mit den Autoren bieten Einblicke in ihre Forschung.
- Die Veranstaltungen fördern den Austausch über städtische Mobilität.
- Das öffentliche Interesse an autofreien Konzepten wächst stetig.
Die Botschaft der Autoren ist klar: Es ist an der Zeit, unsere Abhängigkeit vom Auto zu überdenken und mutige Schritte in Richtung einer nachhaltigeren und menschenfreundlicheren Mobilität zu unternehmen. Ihr Buch „Life After Cars“ liefert dafür wichtige Impulse und Argumente.




