Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD hat einen Rückruf für 88.981 Plug-in-Hybridfahrzeuge angekündigt. Grund sind mögliche Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit den Antriebsbatterien. Betroffen sind bestimmte Modelle des Typs Qin PLUS DM-i, die zwischen Januar 2021 und September 2023 produziert wurden.
Wichtige Punkte
- BYD ruft fast 89.000 Plug-in-Hybride zurück.
- Betroffen sind Qin PLUS DM-i Modelle der Baujahre 2021 bis 2023.
- Ursache sind mögliche Probleme mit der Konsistenz der Batteriepakete.
- Fahrzeuge könnten im rein elektrischen Modus nicht fahren oder Leistungsabfall erleiden.
- Der Rückruf wurde nach einer Untersuchung der Marktregulierungsbehörde eingeleitet.
Umfangreicher Rückruf aufgrund von Batterieproblemen
Die chinesische Marktregulierungsbehörde hat den Rückruf am Freitag, den 28. November 2025, offiziell bekannt gegeben. Es handelt sich um eine beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen, die nun zur Überprüfung in die Werkstätten müssen. Der Hersteller BYD reagiert damit auf festgestellte Mängel, die die Funktionsweise der Fahrzeuge beeinträchtigen könnten.
Die betroffenen Modelle sind BYD Qin PLUS DM-i Fahrzeuge. Diese wurden in einem Zeitraum von fast drei Jahren hergestellt, beginnend im Januar 2021 und endend im September 2023. Der Rückruf betrifft damit eine breite Palette von Kunden, die in diesem Zeitraum ein solches Fahrzeug erworben haben.
Faktencheck: BYD Rückruf
- Anzahl Fahrzeuge: 88.981 Einheiten
- Modell: Qin PLUS DM-i (Plug-in-Hybrid)
- Produktionszeitraum: Januar 2021 bis September 2023
- Hauptproblem: Konsistenz der Antriebsbatteriepakete
- Mögliche Folgen: Begrenzte Leistungsabgabe, Ausfall des rein elektrischen Fahrmodus
Details zu den technischen Mängeln
Die Kernursache für den Rückruf liegt in der Konsistenz der Antriebsbatteriepakete. Während des Produktionsprozesses könnten hierbei Unregelmäßigkeiten aufgetreten sein. Diese Unregelmäßigkeiten führen dazu, dass die Leistungsabgabe der Batterien begrenzt sein kann. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Fahrleistung der Hybridfahrzeuge.
In einigen Fällen könnten die Fahrzeuge sogar vollständig daran gehindert werden, im rein elektrischen Modus zu fahren. Für Besitzer von Plug-in-Hybriden, die auf die elektrische Reichweite angewiesen sind, stellt dies eine erhebliche Einschränkung dar. Der Hybridantrieb wäre dann nur noch als reiner Verbrennungsmotor oder mit stark eingeschränkter elektrischer Unterstützung nutzbar.
„Die betroffenen Qin PLUS DM-i Modelle könnten aufgrund von Problemen mit der Konsistenz der Antriebsbatteriepakete während des Produktionsprozesses eine begrenzte Leistungsabgabe aufweisen. In extremen Fällen können sie nicht im rein elektrischen Modus fahren.“
Die Rolle der Marktregulierungsbehörde
Der Rückruf erfolgte nicht allein auf Initiative von BYD. Vielmehr basierte er auf einer Mängeluntersuchung, die von der chinesischen Marktregulierungsbehörde eingeleitet wurde. Dies unterstreicht die Bedeutung staatlicher Aufsicht im Bereich der Produktsicherheit, insbesondere in der schnell wachsenden Branche der Elektrofahrzeuge.
Solche Untersuchungen sind entscheidend, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten und das Vertrauen in neue Technologien zu stärken. Die Behörde hat proaktiv gehandelt, um potenzielle Risiken für die Fahrer der betroffenen Fahrzeuge zu identifizieren und zu beheben.
Hintergrund: BYD und der EV-Markt
BYD (Build Your Dreams) ist ein führender chinesischer Hersteller von Elektrofahrzeugen und Batterien. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt und sich zu einem wichtigen Akteur auf dem globalen EV-Markt entwickelt. Es produziert eine breite Palette von Fahrzeugen, darunter reine Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride und Nutzfahrzeuge.
Der Markt für Elektrofahrzeuge in China ist der größte der Welt und unterliegt strengen Vorschriften. Qualitätskontrollen und Rückrufe sind in dieser schnelllebigen Branche nicht ungewöhnlich, da neue Technologien und Produktionsprozesse ständig weiterentwickelt werden.
Auswirkungen auf Kunden und den Markt
Für die betroffenen Kunden bedeutet der Rückruf, dass sie ihr Fahrzeug zur Reparatur in eine BYD-Werkstatt bringen müssen. Es wird erwartet, dass BYD die notwendigen Maßnahmen ergreift, um die Probleme schnell und effizient zu beheben. Dies könnte den Austausch oder die Reparatur der fehlerhaften Batteriepakete umfassen.
Ein Rückruf dieser Größenordnung kann kurzfristig das Image eines Herstellers beeinträchtigen. Langfristig ist jedoch die transparente und schnelle Reaktion auf solche Probleme entscheidend, um das Vertrauen der Kunden zu erhalten. BYD hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass es in der Lage ist, schnell auf Qualitätsmängel zu reagieren.
Zukünftige Schritte und Branchenausblick
BYD wird nun detaillierte Anweisungen für die Halter der betroffenen Fahrzeuge veröffentlichen. Es ist wichtig, dass Kunden diese Informationen beachten und die erforderlichen Schritte unternehmen. Die Sicherheit der Fahrzeuge hat oberste Priorität.
Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Produktion von Elektrofahrzeugen, insbesondere bei komplexen Komponenten wie Antriebsbatterien. Die Branche arbeitet kontinuierlich daran, Produktionsprozesse zu optimieren und die Qualität und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge zu verbessern. Solche Rückrufe sind ein Teil dieses Verbesserungsprozesses.




