Ford hat überraschend bekannt gegeben, dass der vordere Kofferraum, bekannt als Frunk, für den Mustang Mach-E des Modelljahres 2026 nicht mehr serienmäßig enthalten sein wird. Kunden müssen nun einen Aufpreis von 495 US-Dollar zahlen, um diese zusätzliche Staufläche zu erhalten. Diese Änderung ist Teil einer breiteren Strategie des Unternehmens, die Preise für Elektrofahrzeuge anzupassen und die Ausstattung flexibler zu gestalten.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Frunk im 2026 Ford Mustang Mach-E ist jetzt eine kostenpflichtige Option für 495 US-Dollar.
- Ford begründet die Änderung mit der geringeren Nutzung des Frunks durch Kunden.
- Der Mach-E GT 2026 startet rund 1.000 US-Dollar günstiger als das Vorgängermodell.
- Eine neue California Edition mit einzigartigem Design wurde eingeführt.
- Fords Power Promise Programm bietet weiterhin Vorteile für EV-Käufer.
Der Frunk wird zur optionalen Ausstattung
Elektrofahrzeuge bieten oft zusätzlichen Stauraum unter der vorderen Haube, da kein großer Verbrennungsmotor Platz beansprucht. Diese Vorderräume, umgangssprachlich Frunks genannt, waren beim Ford Mustang Mach-E bisher ein Standardmerkmal. Für das Modelljahr 2026 ändert sich dies jedoch grundlegend.
Ford hat den Frunk in die Liste der „Exterior Options“ verschoben. Dort findet er sich neben anderen Zubehörteilen wie geformten Spritzschutzblechen (340 US-Dollar) und Stoßfängerschutz (165 US-Dollar) wieder. Diese Neupositionierung macht ihn zu einer bewussten Entscheidung für den Käufer.
Wussten Sie schon?
Der Begriff "Frunk" ist eine Kombination aus den englischen Wörtern "front" (vorne) und "trunk" (Kofferraum) und beschreibt den vorderen Stauraum in Elektrofahrzeugen.
Warum Ford die Strategie ändert
Teddy Ankeny, der neue Markenmanager für den Mustang Mach-E bei Ford, äußerte sich im Dezember zu dieser Entscheidung. Er erklärte, dass die Maßnahme dazu dienen soll, den Kunden zu helfen, die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge zu senken. Ford stellte fest, dass die Fahrer den Frunk nicht so häufig nutzten wie erwartet. Dies führte zu der Entscheidung, ihn zu einer optionalen Funktion zu machen.
"Wir haben festgestellt, dass die Nutzung des Frunks nicht unseren Erwartungen entsprach. Indem wir ihn optional machen, können wir den Kunden die Wahl lassen und gleichzeitig die Einstiegspreise flexibler gestalten", so Ankeny.
Diese Anpassung ermöglicht es Käufern, die den Frunk nicht benötigen, 495 US-Dollar zu sparen. Gleichzeitig können diejenigen, die den zusätzlichen Stauraum wünschen, ihn weiterhin hinzufügen.
Preisanpassungen und neue Varianten
Interessanterweise gehen die Änderungen am Mustang Mach-E 2026 über den Frunk hinaus. Ford hat auch die Preise für einige Varianten angepasst. Der 2026 Mustang Mach-E GT ist beispielsweise etwa 1.000 US-Dollar günstiger als das Vorgängermodell und startet bei 53.395 US-Dollar.
Das Basismodell, der Mach-E Select RWD, behält seinen Preis von 37.795 US-Dollar bei. Dies entspricht dem Preis des Modelljahres 2025. Diese Preisstabilität beim Einstiegsmodell könnte eine Strategie sein, um neue Kunden für den Einstieg in die Elektromobilität zu gewinnen.
Einführung der California Edition
Eine weitere Neuerung im Modelljahr 2026 ist die Einführung der California Edition. Dieses Modell startet bei 55.890 US-Dollar und zeichnet sich durch eine einzigartige Lackierung in "Rave Blue" aus, die es vom zweitürigen Mustang abhebt. Die California Edition basiert auf dem Mach-E GT und bietet beeindruckende Leistungsdaten.
Hintergrund: Mustang Mach-E GT California Edition
- Leistung: 480 PS
- Drehmoment: 700 lb-ft
- Reichweite (EPA-geschätzt): 280 Meilen (ca. 450 km)
- Einzigartiges Design in Rave Blue
Diese spezielle Edition zielt darauf ab, Kunden anzusprechen, die eine Kombination aus Leistung und exklusivem Design suchen. Sie erweitert die Modellpalette und bietet mehr Auswahlmöglichkeiten im Premiumsegment.
Fords Engagement für Elektrofahrzeuge
Trotz der Preisanpassungen beim Frunk unterstreicht Ford sein Engagement für die Elektromobilität. Das Unternehmen hat sein "Power Promise"-Programm bis März verlängert. Dieses Programm bietet Käufern von Elektrofahrzeugen eine Reihe von Vorteilen.
- Kostenlose Level 2 Heimladestation mit Standardinstallation
- 24/7 Live-Support für Elektrofahrzeuge
- Pannenhilfe
- 8 Jahre oder 100.000 Meilen Batteriegarantie
Für Kunden, die bereits eine Heimladestation besitzen, bietet Ford eine Alternative an: einen Bargeldbonus von 2.000 US-Dollar. Diese Anreize sollen den Übergang zur Elektromobilität erleichtern und die Attraktivität der Ford-Elektrofahrzeuge steigern.
Modellübersicht und Reichweiten
Die Modellpalette des 2026 Ford Mustang Mach-E bietet verschiedene Optionen in Bezug auf Antrieb, Ausstattung und Reichweite. Hier ein Überblick (ohne 2.045 US-Dollar Zielgebühr):
- Mustang Mach-E Select RWD Standard Range: 37.795 US-Dollar, 260 Meilen (ca. 418 km)
- Mustang Mach-E Select AWD Standard Range: 40.795 US-Dollar, 240 Meilen (ca. 386 km)
- Mustang Mach-E Select AWD Extended Range: 46.075 US-Dollar, 300 Meilen (ca. 483 km)
- Mustang Mach-E Premium RWD Standard Range: 40.595 US-Dollar, 260 Meilen (ca. 418 km)
- Mustang Mach-E Premium AWD Standard Range: 43.595 US-Dollar, 240 Meilen (ca. 386 km)
- Mustang Mach-E Premium RWD Extended Range: 45.345 US-Dollar, 320 Meilen (ca. 515 km)
- Mustang Mach-E Premium AWD Extended Range: 48.345 US-Dollar, 300 Meilen (ca. 483 km)
- Mustang Mach-E GT: 53.395 US-Dollar, 280 Meilen (ca. 450 km)
- Mustang Mach-E GT California Edition: 55.890 US-Dollar, 280 Meilen (ca. 450 km)
- Mustang Mach-E Rally: 57.690 US-Dollar, 255 Meilen (ca. 410 km)
Diese Vielfalt ermöglicht es Kunden, ein Modell zu wählen, das ihren spezifischen Bedürfnissen und ihrem Budget entspricht. Ford versucht, durch diese Anpassungen und neuen Angebote wettbewerbsfähig zu bleiben und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weiter zu fördern.
Die Zukunft des Mustang Mach-E
Die Entscheidung, den Frunk optional zu machen, zeigt, dass Automobilhersteller kontinuierlich ihre Produktangebote optimieren. Sie reagieren dabei auf Kundenfeedback und Markttrends. Ford versucht, ein Gleichgewicht zwischen Kostenkontrolle und Kundenwünschen zu finden.
Ob diese Strategie aufgeht, wird sich in den Verkaufszahlen des Modelljahres 2026 zeigen. Die Branche beobachtet genau, wie solche Entscheidungen die Verbraucherakzeptanz von Elektrofahrzeugen beeinflussen. Ford bleibt jedoch ein wichtiger Akteur im Bereich der Elektromobilität, mit kontinuierlichen Innovationen und Anreizen für Käufer.




