Volkswagen hat kürzlich einen getarnten Prototyp des 2027er Atlas SUV auf einem zugefrorenen See in Quebec, Kanada, vorgestellt. Erste Fahreindrücke zeigen, dass der große SUV trotz seiner Größe überraschend agil auf glatter Oberfläche ist, wenn man sich an die Bedingungen anpasst. Das Fahrzeug, das auf der MQB Evo-Plattform basiert, soll später in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Wichtige Erkenntnisse
- Der 2027er VW Atlas wird auf der MQB Evo-Plattform basieren.
- Er erhält einen 2,0-Liter-Turbovierzylinder als Motor.
- Das Design wird kantiger und aggressiver als beim Vorgänger.
- Die offizielle Vorstellung ist für die New York Auto Show im April geplant.
- Trotz Tarnung war die Fahrdynamik auf Eis überraschend handhabbar.
Erste Fahreindrücke auf eisiger Piste
Die Testfahrt des neuen Volkswagen Atlas fand unter extremen Bedingungen statt: auf einem zugefrorenen See. Die Fahrzeuge waren in bunte Tarnfolien gehüllt, die das finale Design noch verbergen sollten. Trotz der Tarnung waren jedoch bereits schärfere Linien und eine aggressivere, kantigere Optik im Vergleich zum aktuellen Modell erkennbar. Der Radstand bleibt unverändert, was auf ein ähnliches Raumangebot hindeutet.
Das Fahren auf Eis stellte eine besondere Herausforderung dar. Der Atlas, ausgestattet mit Winterreifen, zeigte sich zunächst als ein großes, schwerfälliges Fahrzeug. Das Beschleunigen und Bremsen auf gerader Strecke war unkompliziert. Sobald jedoch Kurven mit höherer Geschwindigkeit angefahren wurden, zeigte sich das volle Ausmaß der Trägheit eines großen SUVs auf Eis. Es erforderte eine gewisse Eingewöhnung, um das Fahrzeug kontrolliert zu bewegen.
Fakten zum Neuen Atlas
- Plattform: MQB Evo (wie aktueller Tiguan)
- Motor: 2,0-Liter-Turbovierzylinder
- Design: Kantiger, aggressiver, boxiger
- Radstand: Unverändert gegenüber dem Vorgänger
- Markteinführung: Später in diesem Jahr
Herausforderungen und Anpassung auf Eis
Die erste Übung auf dem Eis bestand darin, den Atlas in einem Kreis rutschen zu lassen. Dies war anfangs schwierig, da die Masse des Fahrzeugs und die geringe Traktion auf Eis die Kontrolle erschwerten. Die Erkenntnis, dass das Allradsystem des Atlas tendenziell mehr Kraft auf die Vorderräder leitet, war entscheidend. Sobald diese Dynamik verstanden war, wurde das Manövrieren deutlich einfacher. Es ging darum, die Balance zwischen Lenkeingaben und Gaspedal zu finden, um das Fahrzeug kontrolliert quer gleiten zu lassen.
Nach dem Kreis folgten weitere Übungen, darunter eine Acht und das Driften um Pylonen. Diese Aufgaben wurden mit zunehmender Fahrpraxis immer einfacher. Die größte Herausforderung stellte jedoch eine Runde auf einer Eisrennstrecke dar. Die Streckenbedingungen variierten stark: Einige Kurven waren spiegelglatt, während andere mit verdichtetem Schnee bedeckt waren. Diese wechselnden Bedingungen, kombiniert mit einsetzendem Schneefall, machten eine saubere Runde zu einer echten Aufgabe.
„Die Fahreindrücke auf dem Eis zeigten, dass der Atlas trotz seiner Größe ein überraschend zugängliches Fahrverhalten bietet, sobald man die spezifischen Bedingungen verstanden hat.“
Das neue Design und die Plattform
Der neue 2027er Volkswagen Atlas wird die MQB Evo-Plattform nutzen, die auch im aktuellen Tiguan zum Einsatz kommt. Diese Plattform ermöglicht eine Modernisierung der Fahrzeugarchitektur und könnte zu verbesserten Fahreigenschaften und Effizienz beitragen. Der Motor wird ein 2,0-Liter-Turbovierzylinder sein, der eine solide Leistung für den großen SUV bieten dürfte.
Hintergrund der MQB Evo-Plattform
Die MQB Evo-Plattform ist eine Weiterentwicklung von Volkswagens Modularer Querbaukasten-Architektur. Sie ermöglicht es dem Hersteller, verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Größen und Karosserieformen auf einer gemeinsamen technischen Basis zu produzieren. Dies führt zu Kosteneinsparungen in der Entwicklung und Produktion und erlaubt gleichzeitig eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung neuer Fahrzeuge. Die Evo-Version bringt oft Verbesserungen in Bezug auf Fahrwerk, Elektronik und Antriebsstrang mit sich.
Das äußere Design des neuen Atlas wird kantiger und aggressiver erscheinen, was ihm ein robusteres und moderneres Aussehen verleiht. Trotz der starken Tarnung waren diese neuen Designmerkmale bereits erkennbar. Die Designer scheinen sich von der eher runden Form des Vorgängers abzuwenden und stattdessen schärfere Winkel und eine boxigere Silhouette zu bevorzugen, die dem SUV eine prägnantere Präsenz verleiht.
Ausblick auf die offizielle Enthüllung
Der Innenraum des neuen Atlas blieb während der Testfahrt noch unter Verschluss. Die Fenster waren ebenfalls getarnt, und es war nicht gestattet, Fotos vom Interieur zu machen. Dies deutet darauf hin, dass Volkswagen die Details des Innenraums und der Technologie bis zur offiziellen Präsentation geheim halten möchte.
Die vollständige Enthüllung des 2027er Volkswagen Atlas wird auf der New York Auto Show im April erwartet. Dort wird Volkswagen alle Details zum Design, zum Innenraum, zu den Ausstattungsmerkmalen und den technischen Spezifikationen bekannt geben. Verbraucher, die an einem neuen Atlas interessiert sind, können das Fahrzeug voraussichtlich noch in diesem Jahr erwerben, sobald es bei den Händlern verfügbar ist.
Was Kunden erwarten können
- Ein modernisiertes Außendesign mit schärferen Linien.
- Ein voraussichtlich komplett überarbeitetes Interieur mit neuen Technologien.
- Verbesserte Fahrwerksabstimmung durch die MQB Evo-Plattform.
- Der bewährte 2,0-Liter-Turbovierzylinder-Motor.
- Eine stärkere Präsenz im Segment der großen SUVs.
Die Testfahrt auf Eis war ein erster Vorgeschmack auf die Fähigkeiten des neuen Atlas. Sie zeigte, dass Volkswagen an einem Fahrzeug arbeitet, das nicht nur optisch überarbeitet wird, sondern auch in puncto Fahrdynamik und Technologie Verbesserungen mit sich bringen soll. Die finale Beurteilung steht noch aus, doch die ersten Eindrücke sind vielversprechend für den kommenden SUV.




