Die Nationale Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA) hat einen umfangreichen Rückruf für Millionen von Fahrzeugen mit defekten Takata-Airbags angeordnet. Laut NHTSA-Beamten können diese Airbags bei langfristiger Exposition gegenüber hoher Hitze und Feuchtigkeit explodieren, wenn sie ausgelöst werden. Solche Explosionen haben bereits zu Verletzungen und Todesfällen geführt.
Wichtige Punkte
- Millionen Fahrzeuge mit Takata-Airbags sind vom Rückruf betroffen.
- Hohe Hitze und Feuchtigkeit können Airbags zur Explosion bringen.
- Explosionen führten zu Verletzungen und Todesfällen.
- Fahrer sollen betroffene Fahrzeuge nicht nutzen, bis sie repariert sind.
- Ersatzteile sind verfügbar, Reparaturen sind kostenlos.
Gefährliche Defekte und ihre Auswirkungen
Die NHTSA warnt eindringlich vor den Risiken, die von den defekten Takata-Airbags ausgehen. Tests haben gezeigt, dass die Airbag-Gasgeneratoren in den betroffenen Fahrzeugen ein erheblich höheres Risiko für Rupturen bei der Auslösung aufweisen als andere bereits zurückgerufene Takata-Airbags. Diese Rupturen können scharfe Metallsplitter durch das Fahrzeug schleudern, was zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen kann.
Die Sicherheitsbehörde betont, dass die Langzeitexposition gegenüber extremen Wetterbedingungen, insbesondere hoher Hitze und Feuchtigkeit, die chemische Zusammensetzung im Airbag-Inflator destabilisieren kann. Dies führt zu einer unkontrollierten und zu starken Explosion beim Auslösen des Airbags.
Fakten zum Rückruf
- Betroffen sind Millionen Fahrzeuge verschiedener Marken und Modelle.
- Das Problem betrifft Airbag-Gasgeneratoren von Takata.
- Ursache ist die Zersetzung des Treibmittels durch Hitze und Feuchtigkeit.
- Die Reparatur ist für Fahrzeughalter kostenlos.
Betroffene Fahrzeugmodelle und Hersteller
Der aktuelle Rückruf umfasst eine breite Palette von Fahrzeugen verschiedener Marken und Modelljahre. Die NHTSA fordert alle Fahrzeughalter auf, umgehend zu überprüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Es ist entscheidend, diese Fahrzeuge nicht zu fahren, bis die Reparatur durchgeführt wurde.
Zu den betroffenen Herstellern und Modellen gehören unter anderem:
- Acura: 2002-2003 Acura 3.2 TL, 2003 Acura 3.2CL
- BMW: Bestimmte 2000-2006 BMW 3er (E46) inkl. M3, bestimmte 2000-2003 BMW 5er (E39) inkl. M5, bestimmte 2000-2004 BMW X5 (E53)
- Chrysler: 2007–2009 Chrysler Aspen, 2005-2015 Chrysler 300
- Dodge: 2005–2011 Dodge Dakota, 2005-2010 Dodge Magnum, 2005-2015 Dodge Charger, 2005-2014 Dodge Challenger, 2004–2009 Dodge Durango, 2003–2010 Dodge Ram, 2003 Dodge Ram 1500
- Ford: Bestimmte 2004-2011 Ford Ranger, 2005-2006 GT, 2005-2014 Mustang, 2006-2012 Fusion, 2006-2012 Lincoln MKZ/Zephyr, 2006-2012 Mercury Milan, 2007-2010 Edge, 2007-2010 Lincoln MKX
- Honda: 2001-2002 Honda Accord, 2001-2002 Honda Civic, 2002 Honda CR-V, 2002 Honda Odyssey, 2003 Honda Pilot
- Infiniti: Bestimmte 2002-2003 Infiniti QX4
- Jeep: 2007–2016 Jeep Wrangler
- Mazda: Bestimmte 2004-2009 Mazda B-Series, 2003-2013 Mazda6, 2006-2007 MazdaSpeed6, 2004-2011 RX-8, 2004-2006 MPV, 2007-2012 CX-7, 2007-2015 CX-9
- Mitsubishi: 2006–2009 Mitsubishi Raider
- Nissan: Bestimmte 2002-2006 Nissan Sentra, bestimmte 2002-2004 Nissan Pathfinder
- Pontiac: Bestimmte 2003-2004 Pontiac Vibe
- Toyota: Bestimmte 2004-2005 Toyota RAV4, bestimmte 2003-2004 Corolla, inkl. Matrix
Diese Liste ist umfangreich und zeigt die weitreichenden Auswirkungen des Problems auf die Automobilindustrie. Fahrzeugbesitzer sollten die Dringlichkeit dieser Situation ernst nehmen.
Hintergrund: Die Takata-Airbag-Krise
Die Takata-Airbag-Krise ist eine der größten Rückrufaktionen in der Automobilgeschichte. Sie begann vor vielen Jahren und betrifft weltweit Millionen von Fahrzeugen verschiedener Hersteller. Das Hauptproblem ist der Airbag-Gasgenerator, der unter bestimmten Bedingungen explodieren kann, anstatt sich kontrolliert zu entfalten. Dies hat weltweit zu einer großen Zahl von Verletzungen und Todesfällen geführt. Die NHTSA arbeitet seit Jahren eng mit den Herstellern zusammen, um alle betroffenen Fahrzeuge zu identifizieren und die notwendigen Reparaturen zu gewährleisten.
Was Fahrzeughalter jetzt tun müssen
Die NHTSA fordert alle betroffenen Fahrzeughalter dringend auf, sofort Maßnahmen zu ergreifen. Der erste Schritt ist die Überprüfung des Fahrzeugs anhand der Fahrgestellnummer (VIN). Dies kann über die offizielle Recalls Lookup-Website der NHTSA erfolgen.
„Konsumenten, die eines der oben genannten Fahrzeuge besitzen, sollten ihre Fahrgestellnummer (VIN) im Recalls Lookup eingeben, um zu bestätigen, dass das Fahrzeug einen ungelösten Rückruf hat und eine Reparatur benötigt. Wenn dies der Fall ist, sollten Konsumenten sofort ihren Händler anrufen, um eine kostenlose Reparatur zu vereinbaren.“
Diese Überprüfung ist einfach und kann online durchgeführt werden. Wenn ein Rückruf für Ihr Fahrzeug vorliegt, sollten Sie umgehend einen Termin bei einem autorisierten Händler vereinbaren. Die gute Nachricht ist, dass Ersatzteile für diese Fahrzeuge verfügbar sind. Die Reparatur ist für die Fahrzeughalter kostenlos.
Die Rolle der Fahrgestellnummer (VIN)
Die Fahrgestellnummer (VIN) ist ein einzigartiger Code für jedes Fahrzeug und der Schlüssel zur Identifizierung, ob ein spezifisches Fahrzeug von einem Rückruf betroffen ist. Sie finden die VIN in der Regel an der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite, im Türrahmen auf der Fahrerseite oder in den Fahrzeugpapieren.
Es ist von größter Bedeutung, dass Fahrzeughalter die Informationen der NHTSA ernst nehmen. Das Fahren eines Fahrzeugs mit einem defekten Airbag birgt ein unmittelbares Sicherheitsrisiko. Die proaktive Kontaktaufnahme mit dem Händler und die schnelle Durchführung der Reparatur können Leben retten und schwere Verletzungen verhindern. Die Automobilhersteller sind verpflichtet, die Reparaturen zügig und ohne Kosten für den Kunden durchzuführen.
Sicherheitsmaßnahmen und Prävention
Neben der sofortigen Reparatur betroffener Fahrzeuge sind auch präventive Maßnahmen wichtig. Fahrzeughalter sollten sich bewusst sein, dass extrem hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit die Alterung von Airbag-Komponenten beschleunigen können. Obwohl dies ein Herstellerfehler ist, ist es immer ratsam, das Fahrzeug so oft wie möglich im Schatten oder in einer Garage zu parken, um die Exposition gegenüber extremen Bedingungen zu minimieren.
Die NHTSA wird die Situation weiterhin genau überwachen und bei Bedarf weitere Informationen oder Anweisungen veröffentlichen. Die Sicherheit der Autofahrer hat oberste Priorität.




