Der bekannte Tech-YouTuber Marques Brownlee, besser bekannt als MKBHD, berichtet, dass Tesla die gesamte Kommunikation mit ihm eingestellt hat. Dies geschah, nachdem er seinen Cybertruck verkauft hatte. Brownlee äußert sich überrascht über die Reaktion des Unternehmens, das ihm nun auch keine Fahrzeuge mehr für Testberichte zur Verfügung stellen will.
Wichtige Punkte
- Marques Brownlee (MKBHD) verkaufte seinen Tesla Cybertruck.
- Tesla stellte daraufhin die Kommunikation mit ihm ein.
- Elon Musk entfolgte MKBHD auf X (ehemals Twitter).
- Tesla verweigert nun die Bereitstellung von Fahrzeugen für Testberichte.
- Die Community kritisiert Teslas Verhalten als überreagiert.
Hintergrund des Vorfalls
Marques Brownlee, einer der einflussreichsten Technologie-Influencer weltweit, erläuterte die Situation in einem kürzlich erschienenen Video auf dem YouTube-Kanal von George Saliba, einem bekannten Automobil-Content-Creator und Autohausbesitzer in den USA. Brownlee war zu Salibas Autohaus gekommen, um sich einen Tesla Model Y für einen Testbericht auszuleihen, da Tesla ihm selbst kein Fahrzeug mehr zur Verfügung stellt.
Brownlee erklärte, dass Teslas Entscheidung nicht auf eine negative Bewertung zurückzuführen sei. Vielmehr sei der Verkauf seines Cybertrucks der Auslöser gewesen. Er hatte den Cybertruck und einen Rivian R1T vorab bestellt, bevor er beide Fahrzeuge persönlich gesehen hatte. Nachdem er beide Fahrzeuge besaß, entschied er sich, den Cybertruck zu verkaufen und den Rivian zu behalten, da er nicht beide behalten wollte.
Faktencheck
- MKBHD hatte frühzeitig Zugang zum Cybertruck als einer von nur drei Medienvertretern.
- Seine Videos erreichen regelmäßig Millionen von Zuschauern.
- Der Verkauf wurde ursprünglich nur auf Instagram bekannt gegeben.
Die Reaktion von Tesla und Elon Musk
Brownlee wollte den Verkauf seines Cybertrucks ursprünglich nicht groß thematisieren und postete die Nachricht lediglich auf Instagram. Ein Nutzer repostete jedoch seinen Instagram-Beitrag auf X (ehemals Twitter), was eine Welle der Kontroverse auslöste. Viele Tesla-Fans reagierten empört und kritisierten Brownlee scharf.
"Tesla hat aufgehört, mit mir zu sprechen; es liegt nicht daran, dass ich eine negative Bewertung abgegeben habe, sondern einfach daran, dass ich meinen Cybertruck verkauft habe", sagte MKBHD.
Die Situation eskalierte weiter, als Tesla-CEO Elon Musk Brownlee auf X entfolgte. Dies führte zu noch mehr Spekulationen und negativen Reaktionen aus der Tesla-Community. Brownlee selbst gab an, dass er nach diesem Vorfall keinerlei Rückmeldungen mehr von Tesla erhalten habe, obwohl er zuvor als einer der bevorzugten Online-Creator des Unternehmens galt.
Hintergrundinformationen
Marques Brownlee, bekannt als MKBHD, ist ein amerikanischer YouTuber, der sich auf Technologievideos spezialisiert hat. Sein Kanal hat über 18 Millionen Abonnenten und seine Videos generieren regelmäßig hohe Aufrufzahlen. Er ist bekannt für seine detaillierten und objektiven Produktbewertungen, insbesondere im Bereich Smartphones und Elektrofahrzeuge.
Auswirkungen und Community-Reaktionen
Die Entscheidung von Tesla, die Kommunikation mit MKBHD einzustellen und ihm keine Fahrzeuge mehr für Tests zur Verfügung zu stellen, wird von vielen in der Online-Community als überzogene Reaktion betrachtet. Angesichts der Millionen von Aufrufen, die Brownlees Videos generieren, wäre dies eine wertvolle kostenlose Werbung für Tesla, besonders in Zeiten, in denen das Unternehmen Schwierigkeiten hat, ausreichende Verkaufszahlen zu erzielen.
In den Kommentaren zu den Videos äußerten viele Nutzer ihr Unverständnis über Teslas Vorgehen. Ein Kommentator schrieb: "Tech- und Autofirmen sind urkomisch. Sie erwarten Markentreue sogar von Leuten, deren einziger Job es ist, ehrliche Bewertungen abzugeben." Ein anderer Nutzer kritisierte: "Tesla muss die kleinliche Haltung/Kultur des Unternehmens aufgeben." Viele sehen das Verhalten Musks als unreif an.
Die Sichtweise der Fans und Kritiker
Einige Tesla-Enthusiasten sahen den Verkauf des Cybertrucks als Abwendung von der Marke. Sie argumentierten, dass Brownlee, der zuvor so nah an Tesla war, dem Unternehmen den Rücken gekehrt habe. Diese Ansicht führte zu einer starken Polarisierung innerhalb der Community.
Auf der anderen Seite stehen jene, die Brownlees Recht auf eine freie Meinungsäußerung und objektive Berichterstattung verteidigen. Sie betonen, dass ein Tech-Reviewer die Freiheit haben muss, Produkte verschiedener Hersteller zu vergleichen und zu entscheiden, welche er persönlich bevorzugt oder behält, ohne berufliche Konsequenzen befürchten zu müssen.
- Viele Nutzer empfinden Teslas Verhalten als unprofessionell.
- Die Entscheidung könnte sich negativ auf die öffentliche Wahrnehmung von Tesla auswirken.
- MKBHDs Einfluss als unabhängiger Tester ist beträchtlich.
Die Situation wirft Fragen über die Beziehung zwischen großen Unternehmen und unabhängigen Content-Erstellern auf. Es zeigt, wie sensibel Marken auf die Entscheidungen von Influencern reagieren können, selbst wenn diese Entscheidungen privater Natur sind.
Fazit und Ausblick
Der Vorfall um MKBHD und Tesla verdeutlicht die Herausforderungen im Umgang mit Meinungsführern in der digitalen Welt. Während Marken von der Reichweite und Glaubwürdigkeit von Influencern profitieren können, erwarten sie oft eine unbedingte Loyalität, die im Widerspruch zur unabhängigen Berichterstattung steht.
Es bleibt abzuwarten, ob Tesla seine Haltung gegenüber Marques Brownlee ändern wird. Derzeit scheint die Tür für eine Zusammenarbeit geschlossen zu sein, was für beide Seiten, aber insbesondere für Tesla, eine verpasste Gelegenheit darstellen könnte, von der immensen Reichweite und dem Vertrauen der MKBHD-Zuschauer zu profitieren.




