Autofahrer in den USA dürfen sich in dieser Weihnachtszeit über deutlich gesunkene Benzinpreise freuen. Laut Berichten des Automobilclubs AAA liegt der nationale Durchschnittspreis für unverbleites Benzin seit dem 2. Dezember unter der Marke von 3 US-Dollar pro Gallone. Dies markiert den günstigsten Dezember für Kraftstoffpreise seit dem Jahr 2020.
Wichtige Erkenntnisse
- Nationale Benzinpreise fielen im Dezember unter 3 US-Dollar pro Gallone.
- Dezember ist der günstigste Monat des Jahres für Kraftstoffpreise.
- Oklahoma verzeichnet die niedrigsten Preise, Hawaii die höchsten.
- Preise liegen 18 Cent unter dem Vorjahreswert.
Nationale Durchschnittspreise auf Jahrestief
Der nationale Durchschnittspreis für unverbleites Benzin ist im Dezember stetig gesunken. Am Montag erreichte er mit etwa 2,85 US-Dollar pro Gallone seinen niedrigsten Stand. Am Dienstag stieg dieser Wert leicht auf 2,86 US-Dollar an, bleibt jedoch auf einem Niveau, das für Verbraucher vor den Weihnachtsfeiertagen eine willkommene Entlastung darstellt.
Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Benzinpreise landesweit über 18 Cent niedriger. Auch im Vergleich zum Vormonat sind die Preise um 21 Cent gefallen. Diese Entwicklung macht den aktuellen Dezember zum günstigsten seit 2020, dem Jahr, in dem die COVID-19-Pandemie die Weltwirtschaft stark beeinflusste.
Fakten zu den Benzinpreisen
- Niedrigster Preis im Dezember: ca. 2,85 US-Dollar pro Gallone.
- Vergleich zum Vorjahr: über 18 Cent günstiger.
- Vergleich zum Vormonat: 21 Cent günstiger.
- Günstigster Dezember seit 2020.
Regionale Unterschiede und ihre Ursachen
Die Benzinpreise variieren stark zwischen den einzelnen Bundesstaaten. Gründe hierfür sind vielfältig. Sie reichen von der Nähe zu Raffinerien bis hin zu lokalen Kraftstoffvorschriften und Steuern. Diese Faktoren führen zu erheblichen Preisunterschieden im ganzen Land.
Hawaii verzeichnete am Dienstag mit etwa 4,44 US-Dollar pro Gallone den höchsten Durchschnittspreis. Kalifornien folgte mit 4,30 US-Dollar und Washington mit 3,92 US-Dollar. Diese Staaten haben traditionell höhere Kraftstoffkosten aufgrund ihrer geografischen Lage und strengen Umweltauflagen.
"Die regionalen Unterschiede bei den Benzinpreisen spiegeln oft die lokalen Marktbedingungen und regulatorischen Anforderungen wider. Verbraucher in bestimmten Staaten zahlen aufgrund dieser Faktoren deutlich mehr", erklärt ein Branchenexperte.
Am anderen Ende des Spektrums liegt Oklahoma mit dem niedrigsten Durchschnittspreis von etwa 2,30 US-Dollar pro Gallone. Arkansas und Iowa folgten mit knapp 2,42 US-Dollar pro Gallone. Diese Staaten profitieren oft von einer besseren Anbindung an Raffinerien und weniger strengen Kraftstoffstandards.
Die teuersten und günstigsten Staaten
- Teuerste Staaten:
- Hawaii: ca. 4,44 US-Dollar
- Kalifornien: ca. 4,30 US-Dollar
- Washington: ca. 3,92 US-Dollar
- Günstigste Staaten:
- Oklahoma: ca. 2,30 US-Dollar
- Arkansas: ca. 2,42 US-Dollar
- Iowa: ca. 2,42 US-Dollar
Faktoren für die Preissenkung
Die aktuellen Preisrückgänge sind auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund ist das stabile Angebot an Rohöl. West Texas Intermediate (WTI), eine wichtige Rohölsorte, blieb den größten Teil des Dezembers unter der Marke von 60 US-Dollar pro Barrel. Dies hält die Produktionskosten für Benzin niedrig.
Die Reiseorganisation AAA betont, dass die derzeit günstigeren Preise bei einem starken Angebot eintreffen. Eine robuste Versorgung auf dem Markt verhindert Preissprünge. Dies ist eine gute Nachricht für Millionen von Reisenden, die über die Feiertage unterwegs sein werden.
Hintergrund: Rohölpreise
Rohöl ist der Hauptbestandteil von Benzin. Schwankungen im Rohölpreis wirken sich direkt auf die Preise an den Tankstellen aus. Ein stabiler und relativ niedriger Rohölpreis, wie im Dezember beobachtet, führt zu günstigeren Benzinpreisen für Verbraucher.
Verbraucherstimmung und Wirtschaftslage
Die Entlastung an den Tankstellen kommt Verbrauchern zugute, die in anderen Bereichen ihres Budgets höhere Preise spüren. Sorgen über die Kosten für Güter wie Lebensmittel und Weihnachtsgeschenke nehmen aufgrund der anhaltenden Inflation zu. Auch die Auswirkungen von Zöllen auf ausländische Importe sind spürbar.
Regierungsdaten zeigten zwar, dass die Verbraucherpreise im November leicht abgekühlt sind und um 2,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Dennoch liegt die jährliche Inflation weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel der Federal Reserve. Experten warnten jedoch, dass die Zahlen vom letzten Monat aufgrund von Verzögerungen und möglichen Verzerrungen durch eine 43-tägige Schließung der Regierung anfällig sein könnten.
Die meisten Amerikaner äußern weiterhin Wut und Frustration über die hohen Lebenshaltungskosten und einen unsicheren Arbeitsmarkt. Der Consumer Confidence Index des Conference Board fiel im Dezember auf den niedrigsten Stand seit April. Die gesunkenen Benzinpreise bieten hier eine kleine, aber spürbare Erleichterung.
Wirtschaftliche Kennzahlen
- Inflation im November: +2,7% gegenüber dem Vorjahr.
- Inflationsziel der Federal Reserve: 2%.
- Verbrauchervertrauen im Dezember: auf niedrigstem Stand seit April.
Insgesamt ist die Entwicklung der Benzinpreise eine positive Nachricht für viele Haushalte in den USA. Sie ermöglicht es den Menschen, während der Feiertage mehr Geld für andere Ausgaben zur Verfügung zu haben oder einfach ihre Reisekosten zu senken.




