Harley-Davidson hat für das vierte Quartal einen Verlust von 279 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Dies steht im Gegensatz zu einem Gewinn von 117 Millionen US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2024. Der Gesamtgewinn für das Jahr 2025 sank um 26 Prozent auf 339 Millionen US-Dollar.
Wichtige Erkenntnisse
- Harley-Davidson verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Verlust von 279 Millionen US-Dollar.
- Der Jahresgewinn 2025 sank um 26 % auf 339 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 2024.
- Die nordamerikanischen Verkäufe stiegen im vierten Quartal um 5 %, während die weltweiten Lieferungen um 4 % zurückgingen.
- Die Elektro-Motorradsparte LiveWire meldete einen Absatzanstieg von 9 % im vierten Quartal.
- CEO Artie Starrs bezeichnet 2026 als Übergangsjahr zur Stabilisierung des Geschäfts.
Herausforderungen im Geschäftsjahr 2025
Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen einen deutlichen Rückgang im Gewinn. Das Unternehmen mit Sitz in Milwaukee meldete einen Gewinn von 339 Millionen US-Dollar. Dies ist ein Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024.
Besonders auffällig ist der Quartalsverlust. Im vierten Quartal 2025 belief sich dieser auf 279 Millionen US-Dollar. Im Vergleich dazu stand im vierten Quartal 2024 noch ein Gewinn von 117 Millionen US-Dollar zu Buche.
Faktencheck
- Quartalsverlust (Q4 2025): 279 Millionen US-Dollar
- Jahresgewinn (2025): 339 Millionen US-Dollar (-26% gegenüber 2024)
- Nordamerika-Verkäufe (Q4 2025): +5% (15.847 Einheiten)
- Weltweite Lieferungen (2025): -4%
Strategische Anpassungen und positive Signale
Artie Starrs, Präsident und CEO von Harley-Davidson, äußerte sich zu den Ergebnissen. Er betonte, dass das Unternehmen gezielte Maßnahmen ergreife, um das Geschäft zu stabilisieren. Dazu gehöre auch die Wiederherstellung des Vertrauens der Händler.
„Wir ergreifen gezielte Maßnahmen, um das Geschäft zu stabilisieren, das Vertrauen der Händler wiederherzustellen und die Großhandelsaktivitäten an die Einzelhandelsnachfrage anzupassen“, sagte Artie Starrs am 10. Februar nach der Veröffentlichung des Ergebnisberichts des Unternehmens.
Im vierten Quartal wurde entschieden, die Großhandelslieferungen zu reduzieren. Zudem wurden gezielte Werbeaktionen durchgeführt. Ziel war es, die Lagerbestände auszugleichen. Diese Maßnahmen zeigen erste Erfolge.
Nordamerika-Markt zeigt Stärke
Trotz des globalen Rückgangs der Lieferungen gab es positive Nachrichten aus Nordamerika. Die Einzelhandelsumsätze stiegen dort im vierten Quartal um 5 Prozent. Dies beschleunigte sich im Dezember.
Insgesamt wurden in Nordamerika 15.847 Einheiten verkauft. Dies deutet auf eine positive Reaktion der Fahrer hin. Auch die Rentabilität der Händler scheint sich zu verbessern.
Hintergrund der Maßnahmen
Harley-Davidson kämpft seit einiger Zeit mit sich ändernden Marktbedingungen und einem Wandel in der Kundenbasis. Die Reduzierung der Großhandelslieferungen und gezielte Promotionen sind Versuche, die Balance zwischen Angebot und Nachfrage wiederherzustellen und die Händler zu stärken.
Blick auf die Elektro-Motorradsparte LiveWire
Die Elektro-Motorradsparte LiveWire zeigte im vierten Quartal ein Wachstum. Der Absatz stieg um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkaufte LiveWire 653 EV-Motorräder im Jahr 2025. Im Jahr 2024 waren es 612 EV-Motorräder.
Für das Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz von LiveWire jedoch um 3 Prozent. Dennoch ist das Wachstum im vierten Quartal ein positives Zeichen für die Zukunftsstrategie des Unternehmens im Bereich Elektromobilität.
- LiveWire Absatzanstieg im Q4: 9%
- Gesamtverkaufte EV-Motorräder 2025: 653
- Gesamtverkaufte EV-Motorräder 2024: 612
Herausforderungen und Ausblick für 2026
Artie Starrs bezeichnet das Jahr 2026 als „Übergangsjahr“ für Harley-Davidson. Das Unternehmen will die Verkaufszahlen verbessern. Gleichzeitig wird mit einem Druck auf die Margen gerechnet.
Die Produktion wird vorübergehend unter den Großhandelszahlen liegen. Dies führt zu einer operativen Entlastung. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Rentabilität sowohl der Händler als auch des Unternehmens zu sichern.
„Ich kann Ihnen sagen, dass wir kurzfristig mit einem Druck auf die Margen rechnen, da die Produktion unter dem Großhandel liegt, was zu einer operativen Entlastung führt“, erklärte Starrs.
Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass dieser Weg Harley-Davidson wieder auf den richtigen Kurs bringen wird. Es geht darum, das Geschäft neu auszurichten und eine stabilere Zukunft für 2026 zu schaffen.
Die Gesundheit der Händler ist dabei von entscheidender Bedeutung. Starrs betonte, dass der Zustand der Händler derzeit uneinheitlich sei. Einige Händler stünden vor Herausforderungen. Eine stabile Händlerbasis ist jedoch ein kritisches Fundament für langfristiges Wachstum und Ertragskraft.
Die Konzentration liegt nun darauf, die Lagerbestände weiter auszugleichen und die Händler zu unterstützen. Dies soll die langfristige Ertragskraft des Geschäfts wieder aufbauen.




