Autofahrer in New Jersey sehen sich seit dem 1. Januar 2026 mit höheren Kosten an der Zapfsäule konfrontiert. Der Bundesstaat hat seine Benzinsteuer um 4,2 Cent pro Gallone angehoben, was den Gesamtsteuersatz auf 49,1 Cent pro Gallone erhöht. Die Einnahmen sind für die Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte vorgesehen.
Wichtige Fakten
- Die Benzinsteuer in New Jersey stieg am 1. Januar 2026 um 4,2 Cent pro Gallone.
- Der neue Gesamtsteuersatz beträgt nun 49,1 Cent pro Gallone.
- Die zusätzlichen Einnahmen fließen in den Transportation Trust Fund des Staates.
- Die Mittel sollen für die Modernisierung und Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur verwendet werden.
Details der Steueranpassung
Die Entscheidung, die Benzinsteuer anzuheben, wurde getroffen, um die Finanzierung des Transportation Trust Fund (TTF) sicherzustellen. Dieser Fonds ist die primäre Quelle für die Bezahlung von Straßen-, Brücken- und öffentlichen Verkehrsprojekten im gesamten Garden State. Mit der Erhöhung gehört New Jersey nun zu den Bundesstaaten mit den höchsten Benzinsteuersätzen in den USA.
Für den durchschnittlichen Autofahrer bedeutet diese Änderung eine spürbare finanzielle Mehrbelastung über das Jahr hinweg. Bei einem Fahrzeug mit einem 15-Gallonen-Tank (ca. 57 Liter) steigen die Kosten pro Tankfüllung um etwa 63 Cent. Auch wenn dieser Betrag gering erscheint, summiert er sich bei Pendlern und Familien, die regelmäßig auf ihr Fahrzeug angewiesen sind.
Was ist der Transportation Trust Fund?
Der Transportation Trust Fund (TTF) ist ein zweckgebundener Fonds, der speziell für die Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturprojekten eingerichtet wurde. Er wird hauptsächlich durch Einnahmen aus der Benzinsteuer und anderen fahrzeugbezogenen Gebühren gespeist. Ziel des Fonds ist es, eine stabile und langfristige Finanzierungsquelle für die Instandhaltung und den Ausbau des Verkehrsnetzes zu gewährleisten, ohne auf allgemeine Steuermittel zurückgreifen zu müssen.
Zweck der Mehreinnahmen
Die zusätzlichen Mittel aus der Steuererhöhung sind für die Modernisierung der veralteten Infrastruktur von New Jersey bestimmt. Viele Straßen und Brücken im Bundesstaat sind in die Jahre gekommen und erfordern dringende Reparaturen oder einen kompletten Neubau. Die Investitionen sollen nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Effizienz des Verkehrsflusses verbessern.
Zu den geplanten Projekten gehören:
- Brückensanierungen: Instandsetzung und Ersatz von strukturell mangelhaften Brücken.
- Straßenreparaturen: Beseitigung von Schlaglöchern und Erneuerung des Fahrbahnbelags auf wichtigen Autobahnen und lokalen Straßen.
- Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs: Investitionen in Schienen- und Busnetze, um Pendlern bessere Alternativen zum Auto zu bieten.
- Verbesserung der Verkehrssicherheit: Maßnahmen wie neue Leitsysteme, bessere Beleuchtung und sicherere Kreuzungen.
Behörden betonen, dass diese Investitionen entscheidend sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft von New Jersey zu erhalten und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern. Eine gut funktionierende Infrastruktur ist die Grundlage für den Warentransport und den täglichen Pendlerverkehr.
New Jersey im nationalen Vergleich
Mit einem Steuersatz von 49,1 Cent pro Gallone reiht sich New Jersey in die Gruppe der US-Bundesstaaten mit den höchsten Kraftstoffabgaben ein. Staaten wie Kalifornien, Pennsylvania und Illinois haben traditionell ebenfalls hohe Sätze, die oft zur Finanzierung ihrer umfangreichen Verkehrsnetze in dicht besiedelten Gebieten dienen.
Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen
Die Anhebung der Benzinsteuer hat weitreichende Konsequenzen, die über die direkten Kosten für Autofahrer hinausgehen. Unternehmen, die auf eine Fahrzeugflotte angewiesen sind, wie Logistikfirmen, Lieferdienste und Handwerksbetriebe, sehen sich mit steigenden Betriebskosten konfrontiert. Diese zusätzlichen Ausgaben könnten letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden, was zu leicht erhöhten Preisen für Waren und Dienstleistungen führen kann.
Gleichzeitig argumentieren Befürworter der Maßnahme, dass die langfristigen Vorteile die kurzfristigen Kosten überwiegen. Sie weisen darauf hin, dass marode Straßen und Brücken zu höheren Fahrzeugreparaturkosten, längeren Fahrzeiten und einem erhöhten Unfallrisiko führen. Investitionen in die Infrastruktur können diese Probleme lindern und langfristig zu wirtschaftlichen Einsparungen führen.
Die Debatte über die Benzinsteuer spiegelt einen grundlegenden Konflikt wider: die Notwendigkeit, öffentliche Güter wie eine funktionierende Infrastruktur zu finanzieren, und der Wunsch, die finanzielle Belastung für Bürger und Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Die Entscheidung in New Jersey zeigt, dass der Staat den dringenden Bedarf an Infrastrukturinvestitionen als Priorität ansieht.




