Elon Musk hat Grokipedia ins Leben gerufen, eine Online-Enzyklopädie, die er als direkten Konkurrenten zu Wikipedia positionieren möchte. Die neue Plattform, die auf Crowdsourcing setzt, ist nun in einer frühen Version zugänglich. Musk kündigte an, dass die zukünftige Version 1.0 deutlich leistungsfähiger sein wird.
Wichtige Erkenntnisse
- Elon Musk hat Grokipedia.com als neue Online-Enzyklopädie gestartet.
- Die Plattform soll eine Crowdsourcing-Alternative zu Wikipedia darstellen.
- Musk kritisiert Wikipedia seit längerem wegen angeblicher ideologischer Voreingenommenheit.
- Grokipedia läuft in einer frühen Version und enthält bereits fast 900.000 Artikel.
- Die genaue Erstellung der Artikel und die Rolle der KI sind noch unklar.
Grokipedia: Ein neues Projekt für die Wahrheit
Elon Musk stellte Grokipedia.com Version 0.1 vor. Er erklärte, dass die Plattform die „Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ zum Ziel hat. Diese Aussage unterstreicht Musks Anspruch, eine unvoreingenommene Informationsquelle zu schaffen.
Die Seite präsentiert sich derzeit minimalistisch. Ein zentrales Suchfeld ermöglicht es Nutzern, nach verschiedenen Themen zu suchen. Aktuell listet Grokipedia 885.279 Artikel. Im Vergleich dazu verfügt die englische Wikipedia über mehr als 7 Millionen Artikel.
Faktencheck
- Grokipedia: 885.279 Artikel
- Wikipedia (Englisch): Über 7 Millionen Artikel
Musks Kritik an Wikipedia
Musk hat in der Vergangenheit wiederholt Kritik an Wikipedia geäußert. Er bezeichnete die Plattform als „propagandaverseucht“ und forderte Menschen auf, keine Spenden mehr an die Seite zu leisten. Diese öffentliche Kritik mündete im September in der Ankündigung, dass sein KI-Unternehmen xAI an Grokipedia arbeitet.
Die neue Enzyklopädie ist ein direkter Ausdruck von Musks Wunsch nach einer Alternative. Er strebt eine Plattform an, die seiner Ansicht nach objektiver und wahrheitsgetreuer ist als bestehende Angebote.
„Grokipedia.com Version 0.1 ist jetzt live. Version 1.0 wird 10X besser sein.“
Wie Grokipedia funktioniert
Die genaue Funktionsweise der Artikelgenerierung bei Grokipedia ist noch nicht vollständig transparent. Berichte deuten darauf hin, dass die Seite vom selben xAI-Modell angetrieben wird, das auch Musks Grok-Chatbot unterstützt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass einige Artikel von Wikipedia übernommen oder angepasst wurden.
Benutzer können wie bei Wikipedia Artikel zu verschiedenen Themen finden. Beispiele hierfür sind Einträge über Taylor Swift, die Baseball World Series oder den Buckingham Palace. Die Rolle der Gemeinschaft und die Bearbeitungsprozesse unterscheiden sich aber offenbar von denen Wikipedias, wo Freiwillige die Inhalte erstellen und pflegen.
Ideologische Voreingenommenheit als Hauptkritikpunkt
Grokipedias eigener Eintrag über Wikipedia enthält eine deutliche Kritik. Dort wird Wikipedia vorgeworfen, „systemische ideologische Voreingenommenheiten“ zu haben. Insbesondere wird eine „linksgerichtete Tendenz in der Berichterstattung über politische Persönlichkeiten und Themen“ bemängelt.
Diese Anschuldigung spiegelt Musks wiederholte Kritik wider. Er sieht in Wikipedia eine Plattform, die bestimmte politische Ansichten bevorzugt und andere unterdrückt. Mit Grokipedia will er dem entgegenwirken.
Hintergrundinformationen
Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von Aufgaben an eine große, unbestimmte Gruppe von Menschen, meist über das Internet. Dies kann von der Datenerfassung bis zur Inhaltserstellung reichen. Wikipedia ist ein bekanntes Beispiel für eine Crowdsourcing-Plattform, bei der Freiwillige die Artikel schreiben und bearbeiten.
Die Zukunft von Online-Enzyklopädien
Der Start von Grokipedia markiert einen neuen Schritt im Wettbewerb um die Informationshoheit im Internet. Musk verspricht eine deutlich verbesserte Version 1.0. Es bleibt abzuwarten, wie sich Grokipedia im Vergleich zu etablierten Plattformen wie Wikipedia entwickeln wird.
Die Integration von künstlicher Intelligenz könnte neue Möglichkeiten für die Inhaltserstellung bieten. Gleichzeitig wirft dies Fragen nach der Verifizierung und Neutralität der Informationen auf. Der Anspruch, „die ganze Wahrheit“ zu liefern, ist eine hohe Messlatte.
- KI-Integration: Potenzieller Einsatz von xAI-Modellen zur Artikelgenerierung.
- Crowdsourcing-Ansatz: Nutzerbeteiligung bei der Inhaltserstellung.
- Wettbewerb: Direkte Konkurrenz zu Wikipedia.




