Ein beunruhigender Vorfall ereignete sich kürzlich in der San Francisco Bay Area: Ein Sicherheitsfahrer eines Tesla Robotaxis schlief während einer Fahrt wiederholt am Steuer ein. Der Passagier dokumentierte das Geschehen und meldete es dem Fahrdienst, erhielt jedoch bisher keine Antwort. Dieser Vorfall wirft wichtige Fragen zur Rolle menschlicher Überwachung in autonomen Fahrzeugen auf und unterstreicht gleichzeitig das Potenzial fortschrittlicher Fahrassistenzsysteme, auch in kritischen Momenten die Sicherheit zu gewährleisten.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Sicherheitsfahrer eines Tesla Robotaxis schlief während einer Fahrt in der Bay Area ein.
- Der Vorfall wurde von einem Passagier gefilmt und Tesla gemeldet, blieb aber unbeantwortet.
- Das Fahrzeug wachte den Fahrer durch Sicherheitswarnungen auf.
- Der Vorfall unterstreicht das Potenzial autonomer Systeme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
- Tesla Robotaxis in Austin, Texas, fahren bereits ohne Sicherheitsmonitor auf vielen Strecken.
Ein unerwartetes Erlebnis im Robotaxi
Ein Passagier, der in der San Francisco Bay Area einen Tesla Robotaxi-Dienst nutzte, erlebte eine Fahrt, die er als beunruhigend beschrieb. Während der Fahrt schlief der anwesende Sicherheitsfahrer offenbar mehrmals ein. Die Person im Auto hielt den Vorfall mit der Kamera fest.
Der Passagier, der bereits positive Erfahrungen mit dem Tesla-Fahrdienst gemacht hatte, berichtete, dass der Fahrer mindestens dreimal während der Fahrt eingenickt sei. Jedes Mal sei das Fahrzeug durch seine eigenen Sicherheitswarnungen – akustische Signale, die zur Aufmerksamkeit auffordern – in der Lage gewesen, den Fahrer wieder zu wecken.
Faktencheck: Müdigkeit am Steuer
- Im Jahr 2023 gab es in den USA 40.901 Todesfälle durch Verkehrsunfälle.
- Im Jahr 2017 waren schätzungsweise 91.000 polizeilich gemeldete Unfälle auf müde Fahrer zurückzuführen.
- Diese Unfälle führten zu schätzungsweise 50.000 Verletzten und 800 Todesfällen.
Meldung an Tesla bleibt unbeantwortet
Nach der Fahrt meldete der Passagier den Vorfall über die App des Robotaxi-Dienstes an den Support und bot an, die Videoaufnahmen zur Verfügung zu stellen. Trotz der Schwere der Situation und der angebotenen Beweismittel erhielt der Passagier nach über einer Woche keine Rückmeldung von Tesla. Dies wirft Fragen bezüglich der Reaktionsfähigkeit des Unternehmens auf solche Sicherheitsbedenken auf.
Der Passagier äußerte seine Besorgnis, dass dies ein ernstes Problem auch für andere Fahrgäste darstellen könnte. Die Tatsache, dass das Fahrzeug selbst den schlafenden Fahrer aufwecken musste, zeigt die Notwendigkeit zuverlässiger autonomer Systeme, die menschliche Fehler kompensieren können.
Die Rolle des Sicherheitsmonitors in autonomen Fahrzeugen
In Regionen wie der Bay Area sind aufgrund lokaler Vorschriften noch sogenannte Sicherheitsmonitore in Tesla Robotaxis vorgeschrieben. Diese Personen sitzen am Steuer und sollen im Notfall eingreifen. Der jüngste Vorfall stellt die Effektivität dieser menschlichen Überwachung in Frage, insbesondere wenn der Monitor selbst nicht aufmerksam ist.
Interessanterweise unterscheidet sich die Situation in anderen Städten. In Austin, Texas, beispielsweise, operieren Tesla Robotaxis bereits ohne einen Sicherheitsmonitor im Fahrersitz, es sei denn, die Route führt über Autobahnen. Tesla plant, die Sicherheitsmonitore in Austin bis Ende des Jahres vollständig zu entfernen. Dies deutet auf ein wachsendes Vertrauen in die Autonomie der Fahrzeuge hin.
„Ich habe den Dienst schon ein paar Mal genutzt und es war immer großartig. Ich habe mich tatsächlich sicherer gefühlt als in einer normalen Mitfahrgelegenheit. Dieses Mal war es anders. Der Sicherheitsfahrer ist während der Fahrt mindestens dreimal eingeschlafen.“
Überlegenheit autonomer Systeme?
Der Vorfall, bei dem das Fahrzeug den schlafenden Fahrer selbst aufweckte, wird von einigen Beobachtern als Argument für die Überlegenheit autonomer Fahrsysteme gesehen. Die Technologie des „Full Self-Driving“ (FSD) von Tesla, die in den Robotaxis zum Einsatz kommt, scheint in der Lage zu sein, kritische Situationen zu erkennen und zu entschärfen, selbst wenn der menschliche Überwacher ausfällt.
Nutzer der Robotaxi-Dienste loben oft die Sanftheit und Sauberkeit der Fahrten im Vergleich zu traditionellen Fahrdiensten. Einige berichten, dass die FSD-Software mittlerweile besser fährt als manche menschliche Fahrer, was zu einem insgesamt komfortableren und sichereren Fahrerlebnis führt.
Hintergrund: Tesla Robotaxi und FSD
Tesla bietet seinen Robotaxi-Dienst derzeit in ausgewählten Gebieten wie Austin und der San Francisco Bay Area an. Diese Fahrzeuge nutzen die „Full Self-Driving“-Software (FSD), eine fortschrittliche Fahrassistenztechnologie, die das Fahrzeug autonom steuern kann. Das Ziel ist es, in Zukunft vollständig fahrerlose Dienste anzubieten.
Das Potenzial für sicherere Straßen
Angesichts der hohen Zahlen von Unfällen, die durch menschliches Versagen, wie etwa Müdigkeit am Steuer, verursacht werden, könnten autonome Fahrsysteme einen signifikanten Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Wenn Fahrzeuge in der Lage sind, selbstständig auf Gefahren zu reagieren und die Kontrolle zu behalten, selbst wenn der menschliche Fahrer abgelenkt oder eingeschlafen ist, könnte dies die Zahl der Verletzten und Todesfälle auf den Straßen drastisch senken.
Die Beobachtungen aus dem Tesla Robotaxi-Dienst zeigen, dass die Entwicklung hin zu mehr Autonomie im Straßenverkehr nicht nur Komfort, sondern auch ein erhebliches Sicherheitsplus verspricht. Es bleibt abzuwarten, wie Tesla auf den gemeldeten Vorfall reagiert und welche weiteren Schritte unternommen werden, um die Sicherheit seiner autonomen Fahrdienste zu gewährleisten.




