Tesla hat von der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Diese erlaubt dem Unternehmen, die Ultra-Wideband (UWB)-Technologie für das kabellose Laden seines kommenden Cybercab-Fahrzeugs zu nutzen. Diese Entscheidung ebnet den Weg für eine innovative Lademethode, die das Aufladen von Elektrofahrzeugen deutlich vereinfachen könnte.
Wichtige Erkenntnisse
- Die FCC erteilte Tesla eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von UWB-Technologie.
- Diese Technologie ermöglicht kabelloses Laden für den zukünftigen Cybercab.
- UWB hilft bei der präzisen Positionierung des Fahrzeugs auf der Ladeplatte.
- Die FCC begründete die Genehmigung mit geringer Sendeleistung und kurzer Betriebsdauer des Systems.
- Der Cybercab soll noch in diesem Jahr in Produktion gehen und 30.000 US-Dollar kosten.
FCC-Ausnahmegenehmigung für Tesla
Die Federal Communications Commission hat Tesla eine wichtige Genehmigung erteilt. Diese Ausnahmeregelung betrifft die Nutzung der Ultra-Wideband (UWB)-Technologie für kabelloses Laden. Konkret geht es um die Abschnitte 15.519(a) und 15.519(a)(2) der FCC-Richtlinien für UWB-Geräte.
Normalerweise schreiben diese Abschnitte vor, dass UWB-Geräte handgehalten sein müssen. Außerdem verbieten sie Antennen an der Außenseite von Gebäuden oder an fest installierter Infrastruktur im Freien. Teslas System würde diese Vorgaben unter normalen Umständen verletzen.
Die FCC begründete ihre Entscheidung damit, dass Teslas Technologie nur für kurze Zeiträume und mit geringer Leistung betrieben wird. Es wird erwartet, dass das System keine Störungen bei anderen Geräten verursacht. Dies war ein entscheidender Faktor für die Genehmigung.
Fakten zum UWB-System
- Geringe Leistung: Das System arbeitet mit minimaler Sendeleistung.
- Kurze Betriebsdauer: Die UWB-Funktion ist nur für kurze Momente aktiv.
- Keine Störungen: Die FCC erwartet keine Beeinträchtigung anderer Funksysteme.
Funktionsweise des kabellosen Ladens
Teslas kabelloses Ladesystem basiert auf Induktion. Es verwendet eine am Boden montierte Ladeplatte. Diese Platte enthält eine elektromagnetische Spule. Das Fahrzeug, das ebenfalls eine elektromagnetische Spule besitzt, wird über diese Platte gefahren.
Sobald das Fahrzeug korrekt positioniert ist, beginnt der Ladevorgang. Die Ladeplatte erzeugt ein wechselndes elektromagnetisches Feld. Dieses Feld überträgt Energie drahtlos an die Spule im Fahrzeug. Das Prinzip ähnelt dem eines kabellosen Ladegeräts für Smartphones.
Die Herausforderung beim kabellosen Laden von Elektrofahrzeugen liegt oft in der präzisen Ausrichtung der Spulen. Hier kommt die UWB-Technologie ins Spiel. Die UWB-Funkmodule helfen dem Fahrzeug, seine Position genau zu bestimmen und sich optimal auf der Ladeplatte zu platzieren.
„Wir kommen zu dem Schluss, dass Tesla ausreichend nachgewiesen hat, dass sein Produkt den Zweck der Regel nicht untergraben wird, da es keine Art von Weitbereichskommunikationssystem schaffen wird.“
Diese Aussage aus dem FCC-Schreiben unterstreicht, dass Teslas System trotz seiner festen Installation keine breite Funkkommunikation aufbaut. Es dient lediglich der lokalen Positionsbestimmung und Energieübertragung.
Hintergrund: Ultra-Wideband (UWB)
UWB ist eine Funktechnologie, die für die Übertragung von Daten über kurze Distanzen bei sehr geringer Leistung verwendet wird. Ihre Stärke liegt in der hohen Präzision bei der Positionsbestimmung. Dies macht sie ideal für Anwendungen, die eine genaue Lokalisierung erfordern, wie etwa beim kabellosen Laden oder in der Indoor-Navigation.
Der Tesla Cybercab: Ein Blick in die Zukunft
Die Nachricht über die FCC-Genehmigung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt für Tesla. Das Unternehmen hat kürzlich eine produktionsreife Version seines Cybercab vorgestellt. CEO Elon Musk bestätigte, dass der Cybercab für Kunden zu einem Preis von 30.000 US-Dollar erhältlich sein wird.
Tesla plant, die Produktion des Fahrzeugs im April dieses Jahres hochzufahren. Der Cybercab ist als Robotaxi konzipiert und soll das autonome Fahren weiter vorantreiben. Die Integration des kabellosen Ladens könnte die Benutzerfreundlichkeit und Effizienz dieser autonomen Flotte erheblich steigern.
Neben dem Cybercab hat Tesla auch Fortschritte bei seinem Full Self-Driving (FSD)-System gemeldet. Das überwachte FSD-System hat bereits über 8,2 Milliarden Meilen zurückgelegt. Davon wurden über 3 Milliarden Meilen unter innerstädtischen Fahrbedingungen absolviert.
Herausforderungen des autonomen Fahrens
Trotz der beeindruckenden Meilenleistungen des FSD-Systems gibt es weiterhin Diskussionen über dessen Fähigkeiten. Berichte aus Austin erwähnten im Januar fünf zusätzliche Unfälle mit Tesla Robotaxis. Ein Tesla-Besitzer veröffentlichte zudem Videos, die zeigen, wie das FSD-System ein Fahrzeug auf eine Bootsrampe an einem See steuerte und fast ins Wasser fuhr.
Diese Vorfälle verdeutlichen, dass die Entwicklung autonomer Fahrsysteme weiterhin komplex ist und höchste Sicherheitsstandards erfordert. Die Kombination aus fortschrittlicher Hardware wie UWB und ausgefeilter Software ist entscheidend für die Zuverlässigkeit zukünftiger Mobilitätslösungen.
Die Integration des kabellosen Ladens in den Cybercab stellt einen wichtigen Schritt dar. Sie zeigt Teslas Engagement für Innovationen im Bereich der Elektromobilität und des autonomen Fahrens. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologien im Alltag bewähren werden.




