Tesla hat kürzlich eine neue Fahrfunktion namens 'Mad Max Modus' für sein 'Full Self-Driving' (FSD)-System eingeführt. Diese Funktion, die ein besonders dynamisches Fahrverhalten verspricht, hat umgehend die Aufmerksamkeit der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) auf sich gezogen und eine Untersuchung ausgelöst.
Wichtige Punkte
- Tesla führte den 'Mad Max Modus' als Teil neuer FSD-Fahrfunktionen ein.
- Die NHTSA hat eine Untersuchung bezüglich des Modus gestartet.
- Der Modus ermöglicht ein aggressiveres Fahren, ähnlich einem Sportwagen.
- Die NHTSA betont die volle Verantwortung des Fahrers.
- FSD-Technologie von Tesla ist seit ihrer Einführung umstritten.
NHTSA fordert Informationen an
Die NHTSA hat sich an Tesla gewandt, um detaillierte Informationen zum 'Mad Max Modus' zu erhalten. Die Behörde bestätigte, dass sie in Kontakt mit dem Hersteller steht, um weitere Auskünfte zu sammeln. Dies ist Teil einer umfassenderen Prüfung der FSD-Systeme von Tesla.
Die Behörde unterstrich in ihrer Stellungnahme die ständige Verantwortung des Menschen hinter dem Lenkrad. Fahrer seien vollumfänglich für das Steuern des Fahrzeugs und die Einhaltung aller Verkehrsregeln verantwortlich, auch wenn FSD-Systeme aktiviert sind.
Faktencheck
Die NHTSA untersucht bereits 2,9 Millionen Tesla-Fahrzeuge, die mit dem FSD-System ausgestattet sind. Diese Untersuchung wurde aufgrund von Berichten über Verkehrsverstöße eingeleitet.
Was der 'Mad Max Modus' verspricht
Tesla selbst beschreibt den 'Mad Max Modus' in sozialen Medien als eine Funktion, die das Fahrzeug mit unglaublicher Geschwindigkeit durch den Verkehr schlängelt, während es gleichzeitig äußerst sanft bleibt. Der Modus soll das Auto wie einen Sportwagen fahren lassen und ist angeblich ideal für Fahrer, die es eilig haben.
Diese Beschreibung deutet auf ein deutlich aggressiveres Fahrverhalten hin, als es von herkömmlichen Assistenzsystemen erwartet wird. Die Namensgebung selbst, die an den bekannten Film 'Mad Max' erinnert, verstärkt diesen Eindruck eines rücksichtslosen Fahrstils.
Kontroversen um Teslas FSD-Technologie
Die 'Full Self-Driving'-Technologie von Tesla steht seit ihrer Einführung immer wieder im Mittelpunkt von Diskussionen. Kritiker äußern Bedenken, dass die Marketingbezeichnung 'Full Self-Driving' irreführend sein könnte, da die Technologie technisch nicht dem Level 5 des autonomen Fahrens entspricht, bei dem keine menschliche Interaktion mehr erforderlich wäre.
Hintergrund: Autonomie-Level
Die Gesellschaft der Automobilingenieure (SAE International) hat sechs Level des autonomen Fahrens definiert. Teslas FSD-System wird derzeit technisch als Level 2 Autonomie eingestuft. Das bedeutet, dass der Fahrer jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen.
"NHTSA ist in Kontakt mit dem Hersteller, um zusätzliche Informationen zu sammeln", erklärte die Behörde.
Neudefinition des FSD-Begriffs
Aufgrund der anhaltenden Kontroversen und der Forderungen nach Klarheit sah sich Tesla gezwungen, die Definition von FSD zu präzisieren. In einem Bericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wurde FSD als "ein fortschrittliches Fahrsystem, unabhängig vom verwendeten Marketingnamen, das in der Lage ist, Transportaufgaben zu erledigen, die unter bestimmten Fahrbedingungen autonome oder ähnliche Funktionen bieten" beschrieben. Diese breitere Definition soll den Vorwurf entkräften, dass Kunden in die Irre geführt werden.
Praxistests mit gemischten Ergebnissen
Die tatsächliche Leistung der FSD-Technologie im Alltag liefert ein geteiltes Bild. Während einige Tests positive Ergebnisse zeigten, gab es auch Berichte über Schwächen. Ein bekannter Fall war ein Test, bei dem ein Tesla-Besitzer Fußgänger simulierte und das System nicht wie erwartet reagierte. Im Gegensatz dazu schnitt Teslas FSD in einem chinesischen Test besser ab als einige Konkurrenzsysteme.
Die Einführung des 'Mad Max Modus' fügt den Debatten um Sicherheit und die Grenzen der autonomen Fahrtechnologie eine neue Dimension hinzu. Die Ergebnisse der NHTSA-Untersuchung werden mit Spannung erwartet und könnten weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung und Vermarktung von Teslas FSD-System haben.
- Die Diskussion um FSD betrifft nicht nur Tesla, sondern die gesamte Automobilindustrie.
- Regulierungsbehörden weltweit beobachten die Entwicklung genau.
- Die Balance zwischen Innovation und Sicherheit bleibt eine zentrale Herausforderung.
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese neue Funktion und die damit verbundenen Ermittlungen auf das Vertrauen der Verbraucher und die zukünftige Entwicklung der autonomen Fahrtechnologie haben werden.




