Ein Vater von vier Kindern hat seinen Tesla Cybertruck von einem Spezialisten umbauen lassen, um einen sechsten Sitz zu integrieren. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem Tesla die ursprünglich angekündigte Sechs-Sitzer-Option für den Cybertruck eingestellt hatte. Der Umbau ist eine kreative Lösung für Familien, die mehr Platz im Fahrzeug benötigen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Tesla stellte die Produktion der sechsitzigen Cybertruck-Version ein.
- Ein Vater beauftragte einen Spezialisten mit dem Einbau eines sechsten Sitzes.
- Der zusätzliche Sitz befindet sich zwischen den beiden Vordersitzen.
- Sicherheitsbedenken bezüglich des fehlenden Airbags bleiben bestehen.
- Alternativen für Großfamilien im E-Auto-Markt sind verfügbar.
Der Wunsch nach mehr Platz im Cybertruck
Bei der offiziellen Vorstellung des Tesla Cybertruck im November 2019 in Los Angeles präsentierte Elon Musk eine Version mit einer vorderen durchgehenden Sitzbank. Dies hätte eine Sechs-Sitzer-Konfiguration ermöglicht. Doch diese Option wurde stillschweigend verworfen, noch bevor das Fahrzeug in Serie ging.
Tesla entschied sich stattdessen für eine Fünf-Sitzer-Konfiguration. Als Gründe wurden Sicherheitsbedenken genannt, insbesondere die Schwierigkeit, einen dritten Airbag vorne zu installieren. Auch die große Mittelkonsole, die von Ingenieuren und Designern verbaut wurde, ließ keinen Platz für einen zusätzlichen Sitz.
Faktencheck
- Ursprüngliche Ankündigung: Tesla präsentierte 2019 eine sechsitzige Cybertruck-Version.
- Produktionsrealität: Nur die fünfsitzige Variante wurde umgesetzt.
- Begründung für die Änderung: Sicherheitsbedenken und fehlender Platz für einen dritten Airbag vorne.
Kreative Lösungen von Cybertruck-Besitzern
Tesla bietet nicht viele Anpassungsmöglichkeiten für seine Fahrzeuge an. Dies hat jedoch dazu geführt, dass Besitzer ihre Cybertrucks auf einzigartige Weise individualisieren. Man sieht die Elektrofahrzeuge mit den unterschiedlichsten Folierungen, von einfarbigen Designs bis hin zu sehr kreativen Mustern.
Auch Karosserie-Kits, die die Fahrzeuge breiter und aggressiver wirken lassen, sind verbreitet. Wir haben bereits verlängerte Cybertrucks gesehen, die optisch ungewöhnlich wirken. Einige Besitzer haben ihre Fahrzeuge auch mit speziellen Fahrwerken ausgestattet, um sie höher zu legen oder tiefer zu legen, fast bis auf die Straße.
Hintergrundinformationen
Die Tesla Model X ist derzeit das einzige sechssitzige Elektrofahrzeug von Tesla, das in den USA verkauft wird. Eine siebensitzige Model Y-Version mit längerem Radstand wird exklusiv in China für den chinesischen Markt gebaut. Ein Import nach Europa oder in die USA wäre aufgrund der hohen Einfuhrzölle wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Der Sechs-Sitzer-Umbau im Detail
Der umgebaute Cybertruck des Vaters von vier Kindern verfügt nun über einen sechsten Sitz, der zwischen den beiden vorderen Werkssitzen installiert wurde. Um Platz zu schaffen, wurde die Mittelkonsole entfernt. Der neue Sitz ist mit passendem Polster bezogen und fügt sich optisch nahtlos in das Interieur ein.
Der Besitzer, Roger Davis, teilte Fotos seines umgebauten Fahrzeugs in den sozialen Medien. Besonders auffällig ist die spiegelnde Folierung, die den gesamten Cybertruck bedeckt und ihn zu einem echten Hingucker macht.
„Es ist ein Hingucker, nicht nur wegen des zusätzlichen Sitzes, sondern auch wegen der spiegelnden Folierung, die die gesamte Karosserie des Modells bedeckt.“
Sicherheitsbedenken beim Umbau
Ein wichtiger Aspekt des Umbaus ist die Sicherheit. Während der neue Sitz über einen Sicherheitsgurt verfügt, fehlt ein Airbag vor diesem Sitz. Der Sitz ist direkt vor dem zentralen Display positioniert, das die meisten Funktionen des Fahrzeugs steuert. Dies könnte die Position im Falle eines Aufpralls noch gefährlicher machen.
Es bleibt zu hoffen, dass der neue Vordersitz ordnungsgemäß verankert ist und die Verbindung im Falle eines Unfalls nicht bricht. Die Sicherheit von Nachrüstungen ist immer ein kritisches Thema, das sorgfältig geprüft werden muss.
Alternativen für Familien mit vier Kindern
Der Markt für Elektrofahrzeuge bietet Familien mit mehreren Kindern einige Optionen. Obwohl Ford seine dreireihige Elektro-SUV-Linie eingestellt hat, gibt es weiterhin attraktive Modelle:
- Rivian R1S: Kann mit sieben Sitzen konfiguriert werden. Der Startpreis liegt bei etwa 78.790 US-Dollar.
- Kia EV9: Startet bei etwa 54.900 US-Dollar und gilt als eine der erschwinglichsten Optionen.
- Volvo EX90: Der siebensitzige SUV beginnt bei etwa 79.995 US-Dollar.
- Cadillac Escalade IQL: Bietet ebenfalls sieben Sitze, ist aber mit einem Preis von rund 127.405 US-Dollar deutlich teurer.
Auch außerhalb des SUV-Segments gibt es Möglichkeiten:
- Volkswagen ID. Buzz: Der MPV ist als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer erhältlich. Die siebensitzige Version kostet etwa 65.000 US-Dollar.
- Hyundai Staria Electric MPV: Bietet ebenfalls Platz für bis zu sieben Personen, wird aber derzeit nicht in den USA verkauft.
Diese Auswahl zeigt, dass Familien, die ein Elektrofahrzeug mit mehr als fünf Sitzen benötigen, auf eine Reihe von Optionen zurückgreifen können, auch wenn der Cybertruck in seiner Standardkonfiguration diese Anforderung nicht erfüllt.




