Die vielfach ausgezeichnete Musikerin Billie Eilish hat Elon Musk, den CEO von Tesla, öffentlich für seinen Reichtum kritisiert. Ihre Äußerungen folgen auf eine Aktionärsentscheidung, die Musk zum ersten Billionär der Welt machen könnte. Eilish bezeichnete Musk in einem Social-Media-Post als „erbärmlich“ und „Feigling“ und forderte ihn auf, sein Vermögen für wohltätige Zwecke einzusetzen.
Wichtige Punkte
- Billie Eilish kritisiert Elon Musk für seinen Reichtum nach einer Aktionärsentscheidung.
- Musk könnte der erste Billionär der Welt werden, wenn Tesla seine Ziele erreicht.
- Eilish fordert, dass Musk einen Großteil seines Vermögens für globale Probleme wie Hunger und Impfungen spendet.
- Die Musk Foundation hat in den letzten drei Jahren über 450 Millionen US-Dollar gespendet, aber auch Kritik wegen Nichterfüllung von Spendenquoten erhalten.
Eilish fordert philanthropisches Engagement
Billie Eilish teilte am 13. November auf Instagram einen Beitrag der Initiative „My Voice, My Choice“. Dieser Beitrag skizziert detailliert, wie Elon Musk sein Vermögen nutzen könnte. Die Vorschläge umfassen jährliche Spenden in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung des Welthungers. Weitere 10 Milliarden US-Dollar jährlich könnten für die Impfung von 140 Millionen Neugeborenen über die nächsten 100 Jahre verwendet werden. Zudem wird eine Summe von 53,2 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau des Gazastreifens vorgeschlagen.
Nachdem sie diese Vorschläge geteilt hatte, fügte Eilish in ihrer Instagram-Story eine persönliche Bemerkung hinzu. Sie richtete sich direkt an Musk und nutzte dabei die Worte „erbärmlich“ und „Feigling“, begleitet von drei weiteren Kraftausdrücken. Diese deutliche Sprache unterstreicht die Ernsthaftigkeit ihrer Kritik.
Faktencheck: Musks Vermögen
- Elon Musk ist derzeit nicht Billionär.
- Aktionäre stimmten am 6. November einem Deal zu, der ihn zum Billionär machen könnte.
- Tesla müsste dafür in den nächsten zehn Jahren bestimmte finanzielle und operative Ziele erreichen.
- Das Unternehmen müsste einen Marktwert von 8,5 Billionen US-Dollar erreichen.
- Musk würde dann ein Viertel der Aktien besitzen.
Der Weg zum Billionärsstatus
Elon Musk ist noch kein Billionär. Doch diese Möglichkeit rückt näher, nachdem die Tesla-Aktionäre am 6. November einem Vergütungspaket zugestimmt haben. Dieses Paket könnte Musk Aktien im Wert von Billionen US-Dollar einbringen. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen seine finanziellen und operativen Ziele in den nächsten zehn Jahren erreicht.
Sollte Tesla erfolgreich sein, würde der Marktwert des Unternehmens 8,5 Billionen US-Dollar erreichen. Musk würde dann ein Viertel der Aktien besitzen. Zu den ehrgeizigen Zielen gehören die Erhöhung der bezahlten Abonnements für die Software für autonomes Fahren auf 10 Millionen und der Verkauf von einer Million menschenähnlicher Roboter.
„Was wir jetzt beginnen, ist nicht nur ein neues Kapitel der Zukunft von Tesla, sondern ein ganz neues Buch“, sagte Musk den Aktionären.
Musk, der bereits der reichste Mensch der Welt ist, betonte seine volle Konzentration auf diese Verhandlungen. Er machte deutlich, dass er seine anderen Unternehmen wie SpaceX und Neuralink priorisieren würde, falls das Geschäft scheitern sollte. Dies zeigt die Bedeutung, die er diesem potenziellen Billionärsdeal beimisst.
Musks philanthropische Bemühungen
Trotz der Kritik von Eilish hat Elon Musk in der Vergangenheit Geld für wohltätige Zwecke gespendet. Bereits 2012 unterzeichnete er das „Giving Pledge“ von Bill Gates. Dies ist eine Selbstverpflichtung, bei der die reichsten Menschen der Welt zustimmen, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.
Hintergrund: Die Musk Foundation
Im Jahr 2001 gründeten Elon und sein Bruder Kimbal Musk die private Wohltätigkeitsorganisation Musk Foundation. Diese Stiftung hat in den letzten drei Jahren insgesamt über 450 Millionen US-Dollar gespendet.
Die Organisation stand jedoch auch in der Kritik. Die New York Times berichtete, dass die Stiftung in den Steuerjahren 2023 und den beiden Vorjahren die erforderliche 5-Prozent-Schwelle für Spenden nicht erreichte. Das Unternehmen verfehlte den erforderlichen Betrag um 421 Millionen US-Dollar, um eine Strafe des Internal Revenue Service (IRS) zu vermeiden.
Musk hat in der Vergangenheit Skepsis gegenüber der Wohltätigkeit geäußert. Er argumentierte, dass seine gewinnorientierten Unternehmen einen größeren Einfluss auf die Welt hätten. Im vergangenen Jahr erklärte er der New York Times, er habe „mehr für die Umwelt getan als jeder einzelne Mensch auf der Erde“.
Die Diskussion um Musks Vermögen und dessen Verwendung bleibt ein zentrales Thema. Während seine Unternehmen innovative Technologien vorantreiben, fordern Persönlichkeiten wie Billie Eilish eine stärkere soziale Verantwortung und den Einsatz seines Reichtums zur Lösung globaler Probleme.
Globale Auswirkungen von extremem Reichtum
Die Debatte um Elon Musks potenziellen Billionärsstatus und Billie Eilishs Kritik beleuchtet eine größere Diskussion über die Verteilung von Reichtum und die Rolle von Milliardären in der Gesellschaft. Viele sehen in extremem Reichtum eine Verpflichtung zu mehr Philanthropie. Andere betonen den Wert von Innovationen, die durch Unternehmertum entstehen.
Die von Eilish zitierten Zahlen, wie 40 Milliarden US-Dollar jährlich für den Welthunger oder 53,2 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau in Gaza, verdeutlichen das immense Potenzial von Vermögen dieser Größenordnung. Sie zeigen auch die Kluft zwischen den Möglichkeiten einzelner Personen und den tatsächlichen globalen Herausforderungen.
Diese Diskussion wird voraussichtlich weitergehen, während sich die Weltwirtschaft entwickelt und die Technologie voranschreitet. Die Frage, wie die reichsten Menschen der Welt ihren Einfluss und ihr Vermögen nutzen, bleibt von großem öffentlichen Interesse.




