Tesla hat die Option, die Full Self-Driving (FSD)-Funktion einmalig zu kaufen, eingestellt. Seit dem Wochenende ist FSD in den USA nur noch über ein monatliches Abonnement verfügbar. Diese Änderung markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens bei seinen fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen.
Wichtige Erkenntnisse
- Tesla FSD ist in den USA nicht mehr als einmaliger Kauf verfügbar.
- Die Funktion wird nun ausschließlich über ein Abonnement für 99 US-Dollar pro Monat angeboten.
- CEO Elon Musk kündigte Preiserhöhungen für das Abo an, sobald die FSD-Fähigkeiten verbessert werden.
- Der Schritt spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider.
Einmaliger Kauf von FSD beendet
Bisher konnten Tesla-Besitzer die Full Self-Driving-Funktion mit einer einmaligen Zahlung erwerben. Diese Option ermöglichte die Nutzung über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. Am Wochenende hat Tesla diesen Einmalkauf in den USA entfernt. Der Preis für den Einmalkauf lag zuletzt bei 8.000 US-Dollar.
Die Entscheidung folgt auf eine Ankündigung von Tesla-CEO Elon Musk im Januar. Er hatte bereits im Vormonat bekannt gegeben, dass diese Änderung im Februar in Kraft treten würde. Für viele langjährige Kunden, die den Kauf getätigt hatten, bleibt die Funktion erhalten. Neukunden und diejenigen, die FSD bisher nicht erworben haben, sind von der Umstellung betroffen.
Faktencheck FSD-Preise
- 2016: Einführung von FSD, Preis ca. 5.000 US-Dollar.
- Peak: Der Preis stieg zeitweise auf 15.000 US-Dollar.
- 2024: Vor der Umstellung auf Abo betrug der Einmalkaufpreis 8.000 US-Dollar.
Das neue Abo-Modell
Die Full Self-Driving-Funktion ist nun exklusiv über ein Abonnement erhältlich. Der monatliche Preis dafür beträgt 99 US-Dollar. Diese Gebühr ermöglicht den Zugang zu den erweiterten Fahrerassistenzfunktionen, die FSD bietet. Das Abo-Modell wurde ursprünglich im Jahr 2021 für 199 US-Dollar pro Monat eingeführt, später jedoch auf den aktuellen Preis gesenkt.
Elon Musk deutete bereits an, dass die Abo-Preise in Zukunft steigen könnten. Er erklärte auf X, dass die Preise angepasst werden, sobald die Fähigkeiten des Systems weiter verbessert werden. Dies legt nahe, dass Tesla plant, FSD kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Wert des Abonnements entsprechend anzupassen.
„Die FSD-Abonnementpreise werden steigen, wenn sich die Fähigkeiten verbessern."
Strategische Neuausrichtung und Branchenentwicklung
Die Umstellung auf ein reines Abonnementmodell ist Teil einer breiteren Strategie bei Tesla. Sie spiegelt auch einen allgemeinen Trend in der Automobilindustrie wider, bei dem immer mehr Funktionen und Dienste über Abonnements angeboten werden. Für Tesla könnte dies eine stabilere Einnahmequelle generieren und die langfristige Kundenbindung erhöhen.
Ein wichtiger Aspekt dieser Strategie ist auch der Vergütungsplan für Elon Musk. Dieser Plan sieht vor, dass ein Teil seiner Vergütung an das Erreichen von 10 Millionen aktiven FSD-Abonnements gekoppelt ist. Dies unterstreicht die Bedeutung des Abo-Modells für die Unternehmensziele und Musks persönliche Anreize.
Hintergrund: Autopilot und FSD
Früher war Autopilot eine kostenlose Fahrerassistenzfunktion für neue Tesla-Käufe, die hauptsächlich auf Autobahnen funktionierte. FSD war eine zusätzliche, kostenpflichtige Funktion, die auch die Navigation im Stadtverkehr ermöglichte. Tesla hat kürzlich auch Autopilot nicht mehr als kostenlose Standardfunktion angeboten.
Auswirkungen für Tesla-Besitzer
Für bestehende Tesla-Besitzer, die FSD bereits einmalig erworben haben, ändert sich nichts. Sie behalten ihren Zugang zur Software. Neukäufer oder diejenigen, die bisher kein FSD hatten, müssen sich nun für das monatliche Abonnement entscheiden. Dies könnte die Einstiegshürde für einige Kunden erhöhen, da die einmalige Investition nun durch wiederkehrende Kosten ersetzt wird.
Die Flexibilität eines Abonnements könnte jedoch auch Vorteile bieten. Kunden können FSD nun für bestimmte Zeiträume abonnieren, zum Beispiel für Urlaubsfahrten, und das Abonnement dann pausieren. Dies könnte eine attraktive Option für Fahrer sein, die FSD nicht durchgehend benötigen.
- Vorteil Abo: Geringere Anfangsinvestition, flexible Nutzung.
- Nachteil Abo: Langfristig höhere Gesamtkosten, wenn dauerhaft genutzt.
Die Entwicklung zeigt, wie stark die Softwarekomponente in modernen Fahrzeugen an Bedeutung gewinnt. Tesla positioniert sich weiterhin als Software- und Technologieunternehmen, das über den reinen Fahrzeugherstellung hinausgeht. Der Schritt zum Abo-Modell könnte den Weg für weitere softwarebasierte Dienste ebnen.




