Die großen US-amerikanischen Automobilhersteller verzeichnen massive Abschreibungen auf ihre Investitionen in Elektrofahrzeuge. Ford, General Motors und Stellantis meldeten zusammen Verluste von über 50 Milliarden Dollar. Diese Zahlen werfen ernste Fragen über die Strategie der US-Industrie im globalen Wettlauf um die Elektromobilität auf.
Wichtige Erkenntnisse
- Drei große US-Autohersteller haben Abschreibungen von über 50 Milliarden Dollar gemeldet.
- Ford verzeichnete eine Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar und stoppte die Produktion des F-150 Lightning.
- General Motors meldete einen Verlust von 6 Milliarden Dollar.
- Stellantis, Eigentümer von Jeep und Chrysler, musste eine Abschreibung von 26,5 Milliarden Dollar hinnehmen.
- Die US-Industrie scheint im Vergleich zu asiatischen und europäischen Wettbewerbern im Rückstand zu sein.
Massive Abschreibungen bei Ford und GM
Im Dezember 2025 gab Ford eine Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar auf seine Elektrofahrzeug-Investitionen bekannt. Dies ist eine der größten Belastungen in der Unternehmensgeschichte. Kurz darauf wurde die Produktion des elektrischen F-150 Lightning eingestellt, ein Modell, das einst als Symbol für die elektrische Zukunft des Unternehmens galt.
Nur wenige Tage später folgte General Motors mit einer eigenen Meldung über eine Abschreibung von 6 Milliarden Dollar. Diese Ereignisse verdeutlichen die finanziellen Herausforderungen, mit denen traditionelle Automobilhersteller bei der Umstellung auf Elektromobilität konfrontiert sind.
Faktencheck
- Ford: 19,5 Milliarden Dollar Abschreibung
- General Motors: 6 Milliarden Dollar Abschreibung
- Stellantis: 26,5 Milliarden Dollar Abschreibung
- Gesamtsumme: Über 50 Milliarden Dollar
Stellantis erleidet ebenfalls hohe Verluste
Erst in der vergangenen Woche kündigte Stellantis, der Mutterkonzern der Marken Jeep, Chrysler und Dodge, eine gigantische Abschreibung an. Das Unternehmen verzeichnete eine Belastung von 26,5 Milliarden Dollar auf seine EV-Investitionen. Damit belaufen sich die Gesamtverluste der drei größten US-Automobilhersteller auf über 50 Milliarden Dollar.
Diese Zahlen zeigen, dass die anfängliche Begeisterung und die massiven Investitionen in Elektrofahrzeuge nicht die erwarteten Renditen gebracht haben. Die Strategie und Umsetzung der Elektromobilität in den USA scheint auf wackeligen Füßen zu stehen.
„Die Automobilindustrie in den USA hat zu lange die Augen vor der Elektromobilität verschlossen. Die aktuellen Verluste sind ein klares Zeichen für überstürzte Entscheidungen und fehlende langfristige Planung.“
Globale Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt
Die hohen Abschreibungen sind ein deutliches Signal, dass die US-Autohersteller im globalen Wettbewerb um Elektrofahrzeuge ins Hintertreffen geraten könnten. Während asiatische und europäische Hersteller aggressive Strategien verfolgen und Marktanteile gewinnen, kämpfen die US-Konzerne mit finanziellen Rückschlägen und Produktionsproblemen.
Ein Hauptproblem ist die Rentabilität von Elektrofahrzeugen. Für Händler bedeutet jedes verkaufte Elektroauto oft geringere Einnahmen aus Serviceleistungen über die Lebensdauer des Fahrzeugs, da E-Autos weniger Wartung benötigen als Verbrenner.
Hintergrund der Entwicklung
Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge erfordert enorme Investitionen in Forschung, Entwicklung, Fertigungsanlagen und Lieferketten. Viele der traditionellen Automobilhersteller haben Schwierigkeiten, mit der Geschwindigkeit und den Innovationen von reinen Elektroauto-Unternehmen oder etablierten Playern aus Asien mitzuhalten.
Herausforderungen für die US-Automobilindustrie
Die US-Automobilunternehmen standen lange Zeit in der Kritik, die Entwicklung der Elektromobilität zu zögerlich angegangen zu sein. Eine anfängliche Verleugnung der Notwendigkeit wurde von panischen Reaktionen und überstürzten Initiativen abgelöst. Diese Knie-Reaktionen kosten die Unternehmen und die amerikanische Wirtschaft nun ein Vermögen.
Die Abkehr von erfolgreichen Modellen wie dem F-150 Lightning, der einst als bahnbrechend gefeiert wurde, zeigt die Unsicherheit und die wechselnden Strategien innerhalb der Konzerne. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die Innovationskraft und Marktposition der US-Hersteller haben.
- Fehlende Rentabilität: E-Fahrzeuge generieren derzeit weniger Gewinn pro Einheit.
- Hohe Investitionskosten: Der Aufbau neuer Produktionskapazitäten ist teuer.
- Wartungsprobleme: Weniger Servicebedarf bei E-Autos reduziert Händlereinnahmen.
- Wettbewerbsdruck: Aggressive Konkurrenz aus Asien und Europa.
Die Zukunft der Elektromobilität in den USA hängt stark davon ab, wie die großen Hersteller ihre Strategien anpassen und nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln können. Andernfalls riskieren sie, im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Elektrofahrzeugen weiter ins Hintertreffen zu geraten.




