Chrysler hat die Details für den 2027er Pacifica Minivan bekannt gegeben. Dabei fällt auf, dass das Modellangebot des Herstellers schrumpft: Der Voyager wird eingestellt. Die Pacifica-Reihe startet nun wieder mit einer LX-Basisausstattung, die den Voyager effektiv ersetzt und nur geringfügig teurer ist.
Wichtige Punkte
- Der Chrysler Voyager wird für das Modelljahr 2027 eingestellt.
- Die Pacifica-Reihe beginnt nun wieder mit dem LX-Basismodell.
- Der Pacifica LX 2027 ist nur 100 Dollar teurer als der vorherige Voyager.
- Das Hybridmodell des Pacifica wird nicht mehr angeboten.
- Die Produktion erfolgt weiterhin im Stellantis-Werk Windsor in Kanada.
Das Ende des Chrysler Voyager
Der Name Voyager kehrt nach seiner Wiedereinführung im Modelljahr 2020 als Teil der Pacifica-Reihe nun zum zweiten Mal nicht mehr zurück. Er diente als günstigere Einstiegsversion, die sich durch eine leicht abweichende Frontpartie vom Pacifica unterschied. Für 2027 wird diese Rolle vom Pacifica LX übernommen.
Der neue Pacifica LX startet bei 41.495 US-Dollar. Das sind lediglich 100 US-Dollar mehr als der 2026er Voyager kostete. Diese Preisgestaltung macht den Einstieg in die Pacifica-Familie weiterhin attraktiv, trotz des Wegfalls des Voyager-Namens.
Faktencheck: Voyager-Comeback
Der Name Voyager verschwand bereits 2003 einmal vom US-Markt, bevor er für das Modelljahr 2020 als Einstiegsvariante des Pacifica wiederbelebt wurde.
Moderate Neuerungen am Pacifica 2027
Der aktuelle Pacifica ist seit dem Modelljahr 2017 auf dem Markt und erhielt 2021 eine erste Überarbeitung. Die neuesten Änderungen für 2027 sind eher moderat. Sie konzentrieren sich auf eine modernisierte Frontpartie sowie neue Rad- und Farboptionen.
Diese Design-Updates, einschließlich eines neuen Chrysler-Flügelemblems mit LEDs, sind den höherwertigen Ausstattungslinien Select, Limited und Pinnacle vorbehalten. Interessanterweise starten einige dieser höheren Ausstattungslinien unter ihren 2026er Preisen. Das Basismodell LX behält das bisherige Design.
Preisentwicklung 2027 Pacifica vs. 2026
- LX/Voyager: 41.495 $ (2027) vs. 41.395 $ (2026) – Steigerung von 100 $
- Select: 44.545 $ (2027) vs. 44.445 $ (2026) – Steigerung von 100 $
- Limited: 49.705 $ (2027) vs. 50.100 $ (2026) – Reduzierung um 395 $
- Pinnacle: 54.910 $ (2027) vs. 56.590 $ (2026) – Reduzierung um 1.680 $
Ausstattung und Funktionalität
Der 2027er Pacifica bietet weiterhin Platz für sieben oder acht Passagiere. Das exklusive Stow ’n Go-Sitzsystem bleibt erhalten. Es ermöglicht das vollständige Versenken der Sitze in der zweiten und dritten Reihe im Fahrzeugboden. Dies schafft bei Bedarf sofort zusätzlichen Laderaum.
Eine neue, höhenverstellbare elektrische Heckklappe gehört nun zur Serienausstattung aller Modelle. Dies erleichtert das Be- und Entladen erheblich, unabhängig von der Körpergröße des Fahrers.
Selbst das Einstiegsmodell LX ist gut ausgestattet. Standardmerkmale umfassen praktische Funktionen wie elektrische Schiebetüren, ein beheiztes Lenkrad und beheizte Vordersitze. Der LX ist wie der vorherige Voyager nur mit Frontantrieb erhältlich. Alle anderen Ausstattungslinien können optional mit Allradantrieb für zusätzlich 3.345 US-Dollar ausgestattet werden.
Sicherheits- und Technologiepakete
Ein optionales Safety Sphere-Paket bietet erweiterte Sicherheitsfunktionen. Dazu gehören eine Totwinkelkamera, die beim Betätigen des Blinkers aktiviert wird, und ein System, das Rückfahrkameras beim Parken automatisch einschaltet. Diese Merkmale tragen zur Erhöhung der Fahrsicherheit bei.
Eine weitere wichtige Änderung für 2027 ist die Trennung von Unterhaltungs- und Technologieoptionen. Käufer können nun flexibler die gewünschten Funktionen auswählen. Dazu gehören beispielsweise das integrierte Amazon Fire TV, eine Innenkamera zur Überwachung der Passagiere, ein verbessertes Audiosystem und zusätzliche Steckdosen für die zweite und dritte Reihe.
„Die Modularisierung der Technologiepakete ermöglicht es unseren Kunden, ihren Pacifica noch besser an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen“, erklärt ein Unternehmenssprecher. „Wir legen Wert auf Flexibilität und eine hochwertige Ausstattung in allen Bereichen.“
Antriebsstrang und das Ende des Pacifica Hybrid
Chrysler hat bestätigt, dass der Motor und das Getriebe des 2027er Pacifica identisch mit dem Vorgängermodell sind. Es handelt sich um einen 3,6-Liter-V6-Motor mit 287 PS und 355 Nm Drehmoment, gekoppelt an ein Neungang-Automatikgetriebe.
Bemerkenswert ist das Ende des Pacifica Hybrid. Dieses Modell wird nicht mehr angeboten. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie des Stellantis-Konzerns, Plug-in-Hybridmodelle in Amerika zu straffen. Diese Entscheidung könnte Auswirkungen auf umweltbewusste Käufer haben, die bisher eine elektrifizierte Option bevorzugten.
Zukunftsperspektiven für Chrysler
Die Marke Chrysler leidet seit einiger Zeit unter einem Mangel an neuen Produkten. Das gesamte Angebot bestand zuletzt nur aus dem Pacifica Minivan und dem Voyager. Der Wegfall des Voyager reduziert die Modellpalette weiter auf ein einziges Fahrzeug.
Anfang März erhielt Chrysler einen neuen CEO in Person von Matt McAlear, der auch seine Aufgaben bei der Stellantis-Marke Dodge behält und zusätzlich Alfa Romeo leitet. Er hat sich noch nicht zu seinen konkreten Plänen für Chrysler geäußert. Sein Vorgänger, Chris Fuell, hatte jedoch noch vor einem Jahr Pläne für neue Modelle bestätigt.
Dazu gehörte ein Limousinen-ähnliches Modell, inspiriert vom eleganten Halcyon-Konzept aus dem Jahr 2024. Auch ein großer SUV, möglicherweise mit dritter Sitzreihe, war angedacht. Chrysler hatte zudem eine elektrische Pacifica-Version in Aussicht gestellt. Angesichts der anhaltenden Umstrukturierungen bei Stellantis, die auf den CEO-Wechsel von Carlos Tavares zu Antonio Filosa im letzten Jahr folgten, ist es jedoch möglich, dass diese Pläne überarbeitet wurden.
Ein Beispiel dafür ist die kurzfristige Absage eines elektrischen Mittelklasse-SUV, das auf dem Airflow-Konzept von 2022 basierte, im letzten Jahr.
Die Bestellbücher für den 2027er Pacifica sind bereits geöffnet. Die ersten Auslieferungen sind für den Sommer geplant. Die Produktion findet weiterhin im Stellantis-Werk Windsor in Kanada statt.




