Tesla hat sein Programm „Supercharger für Unternehmen“ erheblich ausgeweitet. Dieses ermöglicht es Firmen, Ladestationen auf ihrem Gelände zu installieren und Elektroautofahrer anzuziehen. Francis Energy aus Oklahoma ist das jüngste Unternehmen, das diese Plattform nutzt, um seine Standorte mit Tesla-Ladesäulen zu versehen.
Wichtige Erkenntnisse
- Tesla weitet sein "Supercharger für Unternehmen"-Programm aus.
- Unternehmen können Supercharger installieren und eigene Tarife anbieten.
- Francis Energy in Oklahoma eröffnet vier neue, gebrandete Supercharger-Standorte.
- Das Programm fördert den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
- Es bietet Unternehmen eine einzigartige Werbemöglichkeit und zieht EV-Fahrer an.
Neues Modell zieht Firmen an
Das Konzept, das Tesla im vergangenen Jahr einführte, erlaubt es Unternehmen, eigene Supercharger zu erwerben und zu installieren. Diese Strategie bietet eine doppelte Win-Win-Situation: Unternehmen profitieren von erhöhter Sichtbarkeit und können Kunden sowie Mitarbeitern eine bequeme Ladeoption bieten. Gleichzeitig verstärkt Tesla die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Die erste aktive Station dieses Programms wurde in Land O’ Lakes, Florida, von Suncoast in Betrieb genommen. Nun folgt Francis Energy in Norman, Oklahoma, mit vier neuen Superchargern. Diese sind auffällig mit der Marke Francis Energy versehen und sollen morgen offiziell eröffnet werden.
Faktencheck
- Start des Programms: Anfang September des letzten Jahres.
- Erste Installation: Land O’ Lakes, Florida, durch Suncoast.
- Aktuelle Erweiterung: Francis Energy in Norman, Oklahoma, mit vier neuen Superchargern.
- Kompatibilität: Supercharger sind mit allen Elektrofahrzeugen kompatibel.
Vorteile für Unternehmen und Fahrer
Unternehmen, die am „Supercharger für Unternehmen“-Programm teilnehmen, können nicht nur Lademöglichkeiten zu individuellen Tarifen anbieten, sondern auch ihre Marke direkt an den Ladestationen präsentieren. Dies schafft eine direkte Verbindung zu einer wachsenden Zielgruppe von Elektrofahrzeugbesitzern.
Für EV-Fahrer bedeutet dies eine weitere Verdichtung des Ladenetzes, was die Attraktivität von Elektroautos weiter steigert. Die Möglichkeit, das Fahrzeug während des Einkaufs oder der Arbeit aufzuladen, bietet einen erheblichen Mehrwert im Alltag.
„Kaufen und installieren Sie Supercharger in Ihrem Unternehmen. Supercharger sind mit allen Elektrofahrzeugen kompatibel und bringen EV-Fahrer zu Ihrem Unternehmen, indem sie bequemes, zuverlässiges Laden bieten.“
Francis Energy als Vorreiter
Francis Energy betreibt bereits mindestens 14 Ladestandorte in Oklahoma. Die Expansion mit Tesla Superchargern ist ein strategischer Schritt, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Dienstleistungen für Elektroautobesitzer zu verbessern. Das Unternehmen plant, weitere seiner bestehenden Standorte auf Tesla Supercharger umzurüsten.
Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend auf: Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial der Elektromobilität und integrieren Ladeinfrastruktur in ihr Geschäftsmodell. Es ist eine Investition in die Zukunft und ein Beitrag zur Förderung nachhaltiger Transportlösungen.
Lufthansa setzt auf Starlink
In einer weiteren wichtigen technologischen Entwicklung hat die Lufthansa Group eine Partnerschaft mit Starlink angekündigt. Diese Kooperation wird Hochgeschwindigkeitsinternet in die gesamte Flotte der Lufthansa Group bringen, die rund 850 Flugzeuge umfasst. Passagiere von Airlines wie Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines erhalten Zugang zu schnellerem Internet.
Die Starlink-Technologie wird sowohl in bestehende Flugzeuge als auch in alle Neuzugänge integriert. Die Satelliten im niedrigen Erdorbit von Starlink versprechen eine deutlich höhere Bandbreite und geringere Latenzzeiten als herkömmliches Bord-WLAN. Dies ermöglicht Streaming, Online-Arbeit und andere datenintensive Anwendungen während des Fluges.
Hintergrund zu Starlink
Starlink ist ein Satelliteninternetdienst, der von SpaceX betrieben wird. Er nutzt eine Konstellation von Satelliten im niedrigen Erdorbit, um Hochgeschwindigkeitsinternetdienste bereitzustellen, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder dort, wo herkömmliche Internetzugänge begrenzt sind. Die geringe Flughöhe der Satelliten reduziert die Latenz erheblich.
Rollout und Vorteile für Passagiere
Die ersten kommerziellen Flüge mit Starlink-Internet werden voraussichtlich bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten. Bis 2029 soll die gesamte Flotte der Lufthansa Group vollständig ausgestattet sein. Damit wird die Lufthansa Group die größte europäische Fluggesellschaftsgruppe sein, die Starlink-verbundene Flugzeuge betreibt.
Besonders attraktiv: Die Lufthansa Group wird den neuen Hochgeschwindigkeitszugang für alle Statuskunden und Travel ID-Nutzer kostenfrei anbieten, unabhängig von der gebuchten Kabinenklasse. Dies stellt einen erheblichen Mehrwert für Reisende dar.
„In unserem Jubiläumsjahr, in dem wir den 100. Geburtstag der Lufthansa feiern, haben wir uns entschieden, eine neue Hochgeschwindigkeits-Internetlösung von Starlink für alle unsere Fluggesellschaften einzuführen. Die Lufthansa Group geht den nächsten Schritt und setzt einen wichtigen Meilenstein für das Premium-Reiseerlebnis unserer Kunden.“
Tesla sichert Top-Talent: Tom Zhu erhält umfangreiche Aktienoptionen
Tesla hat Tom Zhu, Senior Vice President of Automotive, mit über 520.000 Aktienoptionen ausgestattet. Diese umfangreiche Beteiligung bindet einen bedeutenden Teil seiner Vergütung an die langfristige Performance des Unternehmens. Die Bekanntgabe erfolgte in einer aktuellen behördlichen Einreichung.
Zhu erhielt 520.021 Aktienoptionen mit einem Ausübungspreis von 435,80 US-Dollar pro Aktie. Die vollständige Zuteilung erfolgt erst am 5. März 2031, was bedeutet, dass Zhu über fünf Jahre bei Tesla bleiben muss, um den vollen Nutzen zu ziehen. Angesichts des aktuellen Aktienkurses von Tesla, der zwischen 445 und 450 US-Dollar pro Aktie liegt, wird Zhu nur dann signifikante Gewinne erzielen, wenn der Aktienkurs in den kommenden Jahren deutlich steigt.
- Anzahl der Optionen: 520.021
- Ausübungspreis: 435,80 US-Dollar pro Aktie
- Vestierungsdatum: 5. März 2031
- Aktueller Wert (geschätzt): Über 230 Millionen US-Dollar
Zhus Rolle bei Tesla
Tom Zhu kam im April 2014 zu Tesla und leitete zunächst den Ausbau der Supercharger-Infrastruktur in China. Später übernahm er die Führung des China-Geschäfts und spielte eine zentrale Rolle bei Teslas Lokalisierungsbemühungen, einschließlich des Ausbaus von Einzelhandels- und Servicenetzen sowie der Überwachung der Entwicklung der Gigafactory Shanghai. Seine Arbeit trug maßgeblich dazu bei, China zu einem der wichtigsten Märkte und Produktionszentren für Tesla zu machen.
Im Jahr 2023 wurde Zhu zum Senior Vice President of Automotive befördert, wodurch sein Einfluss über China hinaus auf die globalen Kernexekutiven des Unternehmens ausgedehnt wurde. Er hat sich den Ruf als „Problemlöser“ des Unternehmens erworben und wurde von Elon Musk beauftragt, die Fahrzeugproduktion in Giga Texas zu steigern.
Tesla reagiert auf norwegische Mehrwertsteuererhöhung
Tesla hat in Norwegen einen Preisnachlass eingeführt, um eine deutliche Mehrwertsteuererhöhung auszugleichen, die Elektrofahrzeugkäufer Anfang 2026 getroffen hat. Diese Maßnahme folgt einem starken Verkaufsjahr 2025 in Norwegen, in dem Tesla in den letzten Wochen des Jahres erhebliche Verkaufszahlen verzeichnete.
Nach Inkrafttreten der Mehrwertsteuererhöhung Anfang 2026 kühlten die Verkaufszahlen von Tesla Norway fast sofort ab. Tesla reagierte schnell mit einem sogenannten „Tesla-Bonus“. Dieser Bonus senkt die Preise für acht Modellvarianten um bis zu 50.000 Kronen. Alle Versionen des Tesla Model Y und die meisten Model 3-Ausstattungen, mit Ausnahme des Basismodells, profitieren von dieser Maßnahme. Für die meistverkauften Tesla-Fahrzeuge in Norwegen stellt der Bonus die Preise effektiv auf das Niveau vor der Mehrwertsteuererhöhung wieder her.
Norwegischer EV-Markt
Im Jahr 2025 waren 96% aller neu verkauften Autos in Norwegen reine Elektrofahrzeuge. Tesla und insbesondere das Model Y dominierten diesen Marktanteil. Der "Tesla-Bonus" und ein attraktiver Zinssatz für bis zu drei Jahre sollen die Nachfrage stabilisieren.
Stabilisierung der Nachfrage
Zusätzlich zum „Tesla-Bonus“ bietet der Elektroautohersteller auch einen Werbezinssatz für bis zu drei Jahre an, wobei die Konditionen je nach Modell variieren. Die Anreize gelten für Bestellungen, die zwischen dem 9. Januar und dem 31. März 2026 aufgegeben werden, mit Lieferung bis Ende des ersten Quartals.
Die Bedeutung Norwegens für den EV-Markt ist immens. Im Jahr 2025 waren 96% aller neu verkauften Autos reine Elektrofahrzeuge. Tesla und sein Model Y haben ihre Dominanz in diesem Markt unter Beweis gestellt. Geir Inge Stokke, Direktor von OFV, betonte, dass Tesla trotz seiner kleinen Fahrzeugpalette bemerkenswerte Ergebnisse erzielen konnte. „Fast 20% Marktanteil in einem Jahr mit Rekord-Neuwagenverkäufen zu erreichen, ist an sich schon bemerkenswert. Wenn eine Marke solche Volumina mit so wenigen Modellen erzielt, sagt das viel über die Nachfrage und Teslas Einfluss auf den norwegischen Markt aus“, so Stokke.




