Tesla hat mit dem Rollout von Full Self-Driving (Supervised) v14.2 begonnen. Dieses Update bringt eine Reihe wichtiger Verbesserungen für die Autonomie-Software mit sich. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Model X eine signifikante Gewichtsreduktion erfahren hat, was sich positiv auf Reichweite und Effizienz auswirkt.
Wichtige Erkenntnisse
- FSD v14.2 verbessert die Erkennung von Einsatzfahrzeugen und Hindernissen.
- Neue Parkoptionen ermöglichen die Auswahl des Ankunftsorts.
- Das Tesla Model X ist um etwa 180 kg leichter geworden.
- Die Gewichtsreduktion führt zu einer Reichweitensteigerung von bis zu 7 Prozent.
- SpaceX erlebte einen Rückschlag bei den Starship Booster 18-Tests.
FSD v14.2: Erweiterte Fähigkeiten für autonomes Fahren
Die Version 14.2 von Teslas Full Self-Driving (Supervised) wird nun an die ersten Fahrzeuge verteilt. Erste Berichte von Besitzern eines Model Y in Kalifornien, die mit der AI4-Hardware ausgestattet sind, bestätigen den Empfang des Updates. Es wird erwartet, dass die Verteilung in den kommenden Tagen und Wochen auf weitere Tesla-Fahrzeuge in den USA ausgeweitet wird.
Die Freigabenotizen des Updates zeigen eine umfassende Überarbeitung des neuronalen Netzwerks. Dies soll die Erkennung von Einsatzfahrzeugen, Hindernissen auf der Straße und menschlichen Gesten deutlich verbessern. Das System nutzt nun höher auflösende Funktionen für eine präzisere Wahrnehmung der Umgebung.
Faktencheck FSD v14.2
- Verbesserte Erkennung: Einsatzfahrzeuge, Hindernisse, menschliche Gesten.
- Neue Parkoptionen: Auswahl zwischen Parkplatz, Straße, Auffahrt, Parkhaus, Bordstein.
- Echtzeit-Navigation: Bessere Reaktion auf blockierte Straßen und Umleitungen.
- Fahrstil-Anpassung: Zusätzliches Geschwindigkeitsprofil für individuelle Präferenzen.
Neue Parkoptionen und Notfallmaßnahmen
Eine bemerkenswerte Neuerung in FSD v14.2 sind die erweiterten Ankunftsoptionen. Fahrer können nun wählen, wo das Fahrzeug parken soll: auf einem Parkplatz, auf der Straße, in einer Einfahrt, in einem Parkhaus oder am Bordstein. Dies bietet eine höhere Flexibilität bei der Nutzung des Systems im Alltag.
Darüber hinaus wurden die Protokolle für Einsatzfahrzeuge erweitert. Das System kann nun eigenständig anhalten oder Platz machen für Polizeiautos, Feuerwehrautos und Krankenwagen. Diese Funktion erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich und ist ein wichtiger Schritt in Richtung umfassender Autonomie.
„FSD v14.2 für den breiten Einsatz“, sagte Elon Musk bereits im Oktober.
Model X: Deutliche Gewichtsreduktion für mehr Effizienz
Parallel zu den Software-Updates hat Tesla auch am Model X gearbeitet. Laut Lars Moravy, Vizepräsident für Antriebsstrang bei Tesla, wurde die 2026er Version des Fahrzeugs um etwa 400 Pfund (rund 180 Kilogramm) leichter. Diese Gewichtsreduktion ist das Ergebnis zahlreicher Detailverbesserungen unter der Karosserie.
Die größte Änderung betrifft den Heckmotor, der von einem Induktionsmotor auf ein Permanentmagnet-Design umgestellt wurde. Zusammen mit optimierten Halbwellen führte dies zu einer Einsparung von etwa 100 Pfund (ca. 45 Kilogramm). Auch im Innenraum wurden fast 80 Pfund (ca. 36 Kilogramm) eingespart, unter anderem durch dünnere Teile und neue Fertigungsverfahren.
Hintergrund: Gewichtsreduktion bei Tesla
Die Reduzierung des Fahrzeuggewichts ist eine Schlüsselstrategie zur Steigerung der Effizienz und Reichweite bei Elektrofahrzeugen. Weniger Gewicht bedeutet weniger Energieverbrauch für die Beschleunigung und eine längere Fahrt pro Ladung. Tesla verfolgt diese Strategie konsequent über seine gesamte Modellpalette hinweg.
Konkrete Auswirkungen auf Reichweite und Stabilität
Die Standardkonfiguration mit fünf Sitzen und durchgehender Sitzbank sparte weitere 50 Pfund (ca. 23 Kilogramm) durch den Verzicht auf Podestmontagen. Dies ermöglicht nun auch ein flaches Umlegen der Sitze, was die Praktikabilität erhöht. Selbst die Hochspannungsverkabelung wurde optimiert, indem von Kupfer- auf Aluminiumkabel umgestellt und die Verkabelung des DC/DC-Wandlers am Ladeanschluss angepasst wurde, was 44 Pfund (ca. 20 Kilogramm) einsparte.
Die Vereinfachung des Kühlsystems und die Integration der Nürburgring-Kühlanforderungen für die Plaid-Variante sparten fast 30 Pfund (ca. 14 Kilogramm). Die Megacastings, die Tesla intern herstellt, reduzierten das Gewicht um weitere 20 Pfund (ca. 9 Kilogramm) und erhöhten die Torsionssteifigkeit um etwa 10 Prozent. Auch Fahrwerksanpassungen trugen zu einer Einsparung von 10 Pfund (ca. 4,5 Kilogramm) bei.
Die Reichweite des Model X Allradantriebs stieg von 329 Meilen auf 352 Meilen (ca. 530 km auf 566 km), während die Plaid-Version von 314 Meilen auf 335 Meilen (ca. 505 km auf 539 km) verbessert wurde. Das entspricht einer Reichweitensteigerung von 7 Prozent.
Rückschlag bei Starship Booster 18 Tests
Während Tesla Fortschritte bei Software und Fahrzeugdesign macht, gab es einen Rückschlag bei SpaceX. Der neue Starship-Erststufen-Booster, Booster 18, erlitt am Freitag während seiner ersten Testreihe in Starbase, Texas, schwere Schäden. Dies geschah nur einen Tag nach dem Rollout aus der Fabrik.
Videos des Vorfalls zeigen, wie der untere Abschnitt des Raketenboosters während eines Drucktests eingedrückt wurde. Fotos nach dem Vorfall deuten darauf hin, dass Booster 18 wahrscheinlich ausgemustert werden muss. Dies ist besonders bedauerlich, da Booster 18 Teil des Starship V3-Programms ist, das Designkorrekturen und Upgrades zur Verbesserung der Zuverlässigkeit vorsieht.
- Booster 18 wurde während eines Drucktests beschädigt.
- Der Vorfall ereignete sich in Starbase, Texas.
- Booster 18 ist Teil des Starship V3-Programms.
- Der Verlust des Boosters stellt eine Herausforderung für SpaceX dar.
SpaceX ist bekannt dafür, Fehler schnell zu analysieren und mit hoher Geschwindigkeit zu den Tests zurückzukehren. Der Verlust des Boosters der neuesten Generation zum Start seiner Kampagne unterstreicht jedoch die enorme Herausforderung, Starship zu einem zuverlässigen, hochfrequenten Startsystem zu skalieren. Trotzdem wird erwartet, dass SpaceX die Ursache schnell ermittelt und die Entwicklung fortsetzt.




