Tesla hat seinen bisher größten Supercharger-Standort in Lost Hills, Kalifornien, offiziell in Betrieb genommen. Mit 168 Ladepunkten und einer unabhängigen Energieversorgung durch Solarenergie und Batteriespeicher ist diese Anlage ein wichtiger Meilenstein für die Ladeinfrastruktur des Unternehmens.
Wichtige Punkte
- Der Standort Lost Hills ist Teslas größter Supercharger weltweit.
- Er verfügt über 168 Ladepunkte und ist vollständig netzunabhängig.
- Die Energieversorgung erfolgt durch 11 MW Solarpaneele und 10 Megapack-Batterien.
- Das Projekt „Oasis“ soll das Laden auf Langstreckenfahrten in ländlichen Gebieten erleichtern.
- Der Standort ist rechtzeitig vor dem verkehrsreichsten Wochenende in den USA in vollem Umfang verfügbar.
Ein Gigant der Ladeinfrastruktur
Nach mehrjähriger Entwicklungszeit hat Tesla das Projekt „Oasis“ in Lost Hills, Kalifornien, abgeschlossen. Alle 168 Ladepunkte sind nun aktiv und stehen den Fahrern zur Verfügung. Dieser Standort ist der größte Supercharger der Welt und stellt eine erhebliche Erweiterung von Teslas Ladeinfrastruktur dar.
Die Anlage erstreckt sich über beeindruckende 30 Hektar. Eine teilweise Eröffnung mit 84 Ladepunkten erfolgte bereits im Juli 2025. Die vollständige Zertifizierung des Standorts ermöglichte nun die vollständige Inbetriebnahme.
Faktencheck
- Anzahl der Ladepunkte: 168
- Fläche: 30 Hektar
- Solarenergiekapazität: 11 Megawatt
- Batteriespeicherkapazität: 10 Megapack-Batterien
- Jährliche Energieerzeugung: ca. 20 GWh (genug für etwa 1.700 Haushalte)
Unabhängige Energieversorgung
Ein herausragendes Merkmal des Lost Hills Superchargers ist seine vollständige Netzunabhängigkeit. Die Anlage wird durch 11 Megawatt Solarpaneele mit Energie versorgt. Diese Solarenergie speist ein massives Batteriespeichersystem, bestehend aus 10 Megapack-Batterien.
Diese autonome Energieversorgung macht den Standort besonders robust und zuverlässig. Erzeugt werden jährlich rund 20 GWh Energie. Das ist genug, um den Strombedarf von etwa 1.700 Haushalten zu decken.
„Die Eröffnung dieses Standorts ist für unser Unternehmen von enormer Bedeutung, da wir planen, weitere Supercharger in ländlicheren Gebieten zu errichten. So wird das Laden auf Langstreckenfahrten, die Stopps in abgelegeneren Regionen der Vereinigten Staaten erfordern, besser verfügbar“, erklärte ein Tesla-Sprecher.
Strategische Bedeutung für Langstrecken
Die Lage in Lost Hills ist strategisch gewählt. Sie schließt eine Lücke in der Versorgung für Langstreckenfahrten, insbesondere in weniger dicht besiedelten Gebieten der USA. Tesla möchte so die Reichweitenangst weiter minimieren und das Reisen mit Elektrofahrzeugen noch attraktiver machen.
Der neue Supercharger kommt pünktlich zum Thanksgiving-Feiertag. Dieses Wochenende gilt als das verkehrsreichste Reisezeit des Jahres in den Vereinigten Staaten.
Hintergrund: Teslas Ladeinfrastruktur
Tesla betreibt weltweit über 70.000 aktive Supercharger. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in den Ausbau und die Verbesserung seines Ladenetzes. Neben reinen Ladestationen experimentiert Tesla auch mit einzigartigen Konzepten. Ein Beispiel ist das Tesla Diner in Los Angeles, das Supercharger mit Drive-in-Kinos und einem Full-Service-Restaurant kombiniert.
Besondere Merkmale für alle Fahrer
Der Lost Hills Supercharger bietet auch praktische Funktionen für alle Nutzer. Dazu gehören beispielsweise Durchfahrtsladepunkte. Diese sind besonders nützlich für Fahrer, die Anhänger ziehen, wie es etwa bei Besitzern des Cybertrucks der Fall ist.
Solche Innovationen zeigen Teslas Engagement, die Ladeerfahrung für eine breite Palette von Fahrzeugen und Anwendungsfällen zu optimieren.
Fokus auf Autonomie und Zugänglichkeit
Die Entwicklung des Lost Hills Superchargers unterstreicht Teslas langfristige Vision. Dazu gehört nicht nur die Bereitstellung effizienter Ladeinfrastruktur, sondern auch die Integration von autonomen Fahrsystemen wie Full Self-Driving (FSD). Das Unternehmen will die Akzeptanz von FSD erhöhen und arbeitet an der Einführung von Robotaxi-Diensten.
Diese Strategie zielt darauf ab, Elektromobilität und autonomes Fahren für immer mehr Menschen zugänglich zu machen, selbst in entlegenen Regionen.
Strategiewechsel bei Tesla
In den letzten Jahren hat Tesla seine Marketingstrategie angepasst. Das Unternehmen, das lange auf traditionelle Werbung verzichtete und sich auf Mundpropaganda und die Präsenz von CEO Elon Musk in sozialen Medien verließ, setzt nun verstärkt auf gezielte Werbekampagnen.
Besonders die Werbung für das Full Self-Driving (FSD) System ist auf Social-Media-Plattformen wie X (ehemals Twitter) präsent. Dies zeigt einen Wandel in der Unternehmensstrategie, um über die Kern-Enthusiastenbasis hinauszuwachsen und mit globalen EV-Wettbewerbern Schritt zu halten.
- Tesla investiert nun in Werbung, um die Bekanntheit seiner Produkte zu steigern.
- FSD-Werbung ist ein zentraler Bestandteil dieser neuen Strategie.
- Das Unternehmen will die Zahl der aktiven FSD-Abonnements deutlich erhöhen.
Die Inbetriebnahme des Lost Hills Superchargers ist ein weiterer Beleg für Teslas Bestreben, seine Infrastruktur zu erweitern und die Akzeptanz von Elektromobilität global voranzutreiben.




